Batman (Tim Burton, 1989)

Schon allein das Intro fängt dank der musikalischen Untermalung Danny Elfmans (geheiligt werde sein Name…) den Geist des Batmanuniversums mehr ein, als ein Nolan oder Zimmer es mit ihrem Inception-Dröhnen jemals schaffen würden.

Hier darf Bruce Wayne noch ein Mann mit zwei Persönlichkeiten sein, verletzbar, menschlich, traurig und kein muskelbepackter Schrank. Als introvertierter Batman, stets im nächtlichen Schatten aufhaltend das perfekte Gegenstück zum Joker.

Ich mag die Atmosphäre des Films. Man muss leider sagen, dass er an manchen Stellen nicht gut gealtert ist. Ein paar Spezialeffekte wie zum Beispiel der glühende Kopf wirken doch eher altbacken. Auch die Musik von Prince wirkt ein wenig deplatziert und ruiniert mit ihrem wahrhaftigen 80er Sound das wunderbar zeitlose Design. Dass Tim Burton zu der Zeit bei zwei Konzerten von Prince war, ist für mich auch immer noch eine höchst amüsante und abstrakte Vorstellung (aber das ist eine andere Anekdote).

Ich bin jedenfalls Tim Burton sehr dankbar für die Rollenbesetzung. Er musste zwar sehr viel Prügel wegen Michael Keaton und seinem komödiantischen Hintergrund einstecken, aber letztendlich war es doch für unser aller Wohl. Ich freue mich jedes Mal, wenn meine vier Lieblings-Augenbrauenpaare aufeinandertreffen. Zu Jack Nicholson braucht man auch nichts weiteres hinzuzufügen. Ich hoffe, er stirbt nie.

Primär, warum ich diesen Film außerhalb von nostalgischen Gründen liebe, ist das Set Design und diese wunderbare Architektur. Ein opernhaftes Gefühl, sehr sehr düster gehalten. Man hat in keinem Moment das Gefühl in der „Realität“ zu sein. Eher in einer Parallelwelt. Oder am Hauptbahnhof in Helsinki. Das war nämlich das einzige Mal, wo ich mich wirklich gefühlt habe als wäre ich tatsächlich in Gotham City.

Ich möchte noch erwähnen, dass ich Alexander Knox mag. Ja, eine absolut triviale Neuigkeit. Somit werde ich jetzt zurück in mein Bettchen gehen und die genialen Batman-Hörspiele weiterhören.

Achso, falls mir Pöbelalarm bevorsteht: Ich mag auch zwei der drei Nolan’schen Adaptionen. Don’t hurt me.

 

Ewige Filmliebe

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