Neue Erfahrungen: Hilfe erbitten

Eigentlich sollte mein erstes verkündetes Projekt meine 3-Tage-wach-Aktion sein, aber ich als nicht-Kaffeetrinker bin kläglich nach 22 Stunden gescheitert. Ich werde es nochmal in Angriff nehmen und von dieser neuen Erfahrung berichten, aber erst nach den letzten Prüfungen. Mal sehen, ob ich dann wenigstens durchhalten kann.

Ich habe für diese Woche allerdings auch ein weiteres Projekt geplant. Dazu muss ich allerdings vorweg zu meiner Person sagen, dass ich wie man sicherlich meinem Schreibstil und vorallem meiner Musikauswahl entnehmen kann, durchaus dem Weltschmerz und der Melancholie verfallen bin. Das ist ein Teil meiner Persönlichkeit und für die meisten Menschen in gesunden Maße ertragbar und für mich eine gute Art meine Emotionen auszuleben und Geschehenes zu verarbeiten. Franzi – das melodramatische Musical auf zwei Beinen halt.

Doch jetzt wo viele Faktoren eines neuen Lebensabschnittes mich enorm belasten, habe ich dies in den letzten Wochen natürlich ausgiebig zelebriert und durchgängig in Depression, Isolation, Ängsten und Selbstmitleid gebadet. Natürlich macht es Spaß sich selbst zu bemitleiden und sich als Opfer der Umwelt, der Menschen zu sehen, aber auf Dauer ist es zermürbend und macht einen einfach nur suizidal. Und dies ist in einem Rahmen aufgetreten, bei dem ich mir selbst nicht mehr sicher bin, ob ich mir noch wohlgesonnen bin.

Ich habe mich nun nach langer Bedenkzeit, ganz objektiv betrachtet, dafür entschieden, dass es relativ prestigearm ist, jetzt mit 21 Jahren abzutreten. Nun muss ich es schaffen mich selbst davon subjektiv zu überzeugen.

Und das führt uns zu meinem Wochenprojekt.

Psychiatriersatz

 

Ich habe Freunden eine Mail geschickt und ihnen meine derzeitige Gefühlslage geschildert und ein Bild von meinen Terminen für die Woche hinzugefügt. Und ich habe sie gebeten, die Lücken zu füllen und mich einfach aufzunehmen oder irgendwo hin mitzuschleppen. Kein großes Entertainmentprogramm, einfach nur das jemand da ist und ich nicht allein zuhause herumlungere.

Somit trinke ich heute feierlich meinen „Last Cup of Sorrow“ und bin gespannt, wie die Welt nach dieser Woche aussehen wird.

So raise it up and lets propose a toast.
To the thing that hurts you most.

Erkenntnisse bis Erleuchtungen Neues aus dem Franziland

8 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Mir ging es in den letzten Schultagen auch recht mies. Nicht, weil ich icht mehr zur Schule musste, sondern weil dieser Abschnitt (hast du ja auchbgeschrieben) jetzt bald vorbei sein wird.
    Ich habe mich so viel wie möglich mit Dingen beschäftigt. Bücher sortieren, Platten sortieren, draußen rumlaufen, Freunde treffen, mit denen nichts großartiges machen, einfach mehrere Stunden zusammen sein, mich mit vielen Terminen (Konzerte, Ausflüge, etc.) in naher und ferner Zukunft „am Leben gehalten“ (mach ich immer noch so, wenn ich keine fixen Pläne habe, merke ich wie ich da in so ein Alltagsschema verfalle, und das ist nicht gut (zumindest für mich persönlich nicht), daher immer etwas in der Zukunft planen, was fix ist und worauf man sich freut).
    Du schaffst das!

    Ines xoxo

  2. Danke Ines, ich denke ich werde eine ähnliche Taktik anwenden und mal schauen, wie sich alles entwickelt. Fakt ist, dass ich definitiv am 4. Juli Mike Patton in London sehen werde und dass ich es versuchen möchte Geld heranzuschaffen, um bis Dezember zu Craig Ferguson zu gelangen. Hoffentlich bekomme ich so meine Motivation in Gang.

  3. Oh, geht es dir wirklich so schlecht?
    Fühl dich erst einmal gedrückt.
    Was für ein neuer Lebensabschnitt kommt auf dich zu?
    Schulabschluss und Berufsfindung? Ja, das kann wirklich sehr belastend sein.

    Das Projekt hört sich jedenfalls gut an. Ist die Woche voller geworden?
    Ich denke auch, dass man am Besten aus einem Tief herauskommt, wenn man sie irgendwie ablenkt mit dem, was einem Spaß macht.

    • Danke, das ist lieb. Naja, den Leidensdruck von Menschen zu bewerten und zu erörtern ist natürlich schwer, von daher weiß ich keine Antwort auf deine Frage, wobei ich mich tendenziell eher als Luxusproblem oder First World Problem einstufen würde. *lach*
      Ich mache gerade Abi und versuche irgendwie einen Oscar danach zu bekommen.^^
      Eine Auswertung des Projektes werde ich morgen uploaden. Und danach kommen dann mal wieder vernünftige Themen.^^

  4. Eine wundervolle Idee!!! Ich liebe Menschen die sich selbst, mit tollen Ideen, aus ihren Depressionen heraus helfen. Weiter so und ich wünsche dir, dass du noch sehr viel Spaß hast mit deinem neuen Stundenplan! 🙂

    … Ich geh im Juni auch auf ein NIN Konzert. 🙂

  5. Dankeschön, ich versuche mein Bestes, mich und meine Umwelt zu entertainen.

    oh, wie schön. wo siehst du sie denn? bei einem Festival oder so?

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