Mixtape: Aggro Hate Kill Kill

Ich habe über Jahre die Tradition beibehalten zu einem Thema 90-minütige Mixtapes zu verschenken. Dies ist eine Playlist, die schon jemandem gehört. Trotzdem möchte ich diese weitergeben. Wer weiß, vielleicht kann man sonst noch jemandem damit den Tag versüßen.

Nun folgen Songs, die ich sehr gerne sehr sehr laut mitbrülle, wenn ich wütend bin. Gut, dass die Welt das nicht sehen muss.

1. Alec Empire – Addicted To You

Mit einer guten Anlage klingt jeder einzelne Beat wie ein Schlag ins Gesicht. Der Herr Empire ist übrigens ein sehr sympathischer Zeitgenosse über den ich in der 9. Klasse einen Vortrag gehalten habe und alle Schüler malträtierte.

2. Nine Inch Nails – March Of The Pigs

Dieses Verhalten möchte ich bei meiner imaginären Rockstarkarriere auch an den Tag legen. Vorallem dem armen Keyboard gegenüber. Dieser wunderbare Song ist live auch sehr kraftintensiv und verbunden mit der Erkenntnis, dass Sport vielleicht doch eine gute Sache wäre.

3.  Megadeth – Symphony Of Destruction

Bei Metal bin ich sehr wählerisch und vieles langweilt mich. Da ich aber von grundauf oldschool bin haben es Megadeth, Iron Maiden, Judas Priest und Co. deutlich einfacher als alles ab dem neuen Jahrtausend. Horizonterweiterungen und Belehrungen sind aber durchaus erwünscht.

4. Black Rebel Motorcycle Club . Six Barrel Shotgun

Besser, schneller, lauter.  Leider mag ich kein Leder, sonst würde ich mit cooler Jacke, Sonnenbrille und Bikerboots jetzt meine Erzfeinde in einem Messerkampf besiegen.

5.  30 Seconds To Mars – Attack

Damals als ich noch jung war, mochte ich ein paar Songs. Allerdings habe ich nach 2005 die Diskografie nicht mehr gründlich durchforstet. Ich das Lied besonders, da mir seine Art dort zu schreien sehr gefallen hat. Ansonsten kann ich mit vielem nichts mehr anfangen.

6.  Farin Urlaub – OK

Ich bin ja schon als Farinjünger auf die Welt gekommen. So ist dies wohl keine große Überraschung. Der Song ist wütend, traurig und genial. Und sogar ein bisschen lustig. Und die Phrase „Aber ich werds überleben und mit Glück bleibt nur eine Narbe zurück.“ hat es in meinen alltäglichen Sprachgebrauch geschafft. Und das in dem zarten Grundschulalter.

7.  Black Light Burns – Coward

Ich bin manchmal doch nachtragend und finde, dass Wes Borland sein Versprechen halten sollte und entgültig Limp Bizkit den Rücken kehren sollte. Nu Metal war damals schon hart an der Schmerzgrenze und Fred Durst ist für „Behind Blue Eyes“ schon erschießungswürdig.

8.  Onyx feat. Biohazard – Judgment Night

Ich habe so die Vermutung, dass der Soundtrack besser als der Film ist. Bin gespannt. Auf jeden Fall wird sich hier gepflegt dem Crossover gewidmet. Kann wirklich das gesamte Album empfehlen.

9. Papa Roach – Getting Away With Murder

Da bin ich peinlich berührt. Das gebe ich zu. Lustigerweise verbinde ich das Lied mit einer Anime/Vampirserie, die ich nie gesehen habe (nicht „Hellsing“, ich liebe „Hellsing“.). Irgendwer hatte auf Youtube Szenen zu dem Song zusammengeschnitten. Das unterhielt und faszinierte mich.

10.  Three Days Grace – Animal I Have Become

Immernoch peinlich berührt. Selbe pubertäre Ära, aber durchaus Ohrwurmpotenzial.  Irgendwie kann ich mit dem pathetischen, überdramatisierten Alternative/Postgrunge nichts mehr anfangen.

11. Limp Bizkit – Break Stuff

Gerade noch herumgepöbelt, doch nun muss ich meine Ambivalenz rechtfertigen. Ich habe von meinem einen Bruder jeweils ein Korn- und ein Limp-Bizkit-Album vermacht bekommen. Von daher sind bestimmte Songs nostalgisch geprägt. Ja, Fred Durst ist scheiße, aber Snoop Dogg schaut im Video vorbei und der Song strahlt doch förmlich vor schlechten Laune. Man kann dazu sicherlich leidenschaftlich Sachen zertrümmern oder anzünden.

12.  Green Day – Platypus (I Hate You)

Und die nächste Band bei der man erörtern könnte, ab welchem Zeitpunkt man ein Gefühl der Scham beim Hören entwickelt. Ich war ziemlicher Fan zur Zeit von „American Idiot“ und halte dieses Album auch für eines der wichtigsten Alben der 2000r, aber wenn wir ehrlich sind sind Green Day keine innovative Band. Es gib auf den früheren Alben viele Stücke die ich mag, aber da gefühlt jeder Opener mit dem gleichen Schlagzeug anfängt, hat man schon gar keine Lust ein Album durchzuhören. Immer dasselbe. In das Nachfolgealbum von „American Idiot“ hatte ich hineingehört, aber es hatte nicht wirklich gefunkt. Das ist aber trivial, da sie sich eh mit dem Duett mit Bono ins Aus befördert haben. Widerlich.

13. Tool – Hush

Ein Wechsel zur gehobener Musik. Das Tool eine einzigartige Formation sind und niemand so klingt wie sie braucht man wohl nicht zu erwähnen. Ich tue es trotzdem.

14.  A Perfect Circle – Judith

Ich sollte dringend ein Mixtape nur mit atheistischen Liedern machen.  Die Fuck-Your-God-Playlist.

15.  LostAlone –  Unleash The Sands Of All Time

Man kann es der Welt richtig zeigen, wenn man dazu sauer zum Ostseestrand hinunterläuft. Richtig evil. LostAlone waren Vorband auf meinem ersten Konzert ohne Eltern. Schlagzeug klingt immer gleich, aber irgendwie sind sie mir sympathisch. Gibt es Emos noch auf der Welt?

16.  Marilyn Manson – Get Your Gunn

Ich war nie großer Fan von Marilyn Manson. Natürlich war sein Beitrag in „Bowling For Columbine“ wunderbar, aber nach seiner Biografie empfand ich ihn trotzdem als eher unsympathisch.  Oder vielleicht auch einfach nur nicht mein Menschenschlag. Ich bin mir noch unschlüssig. Trotzdem sind natürlich seine ersten zwei Alben Pflichtprogramm, da ja Trent Reznor seine Finger im Spiel hatte. Von daher können wir jetzt gepflegt rumheulen, dass früher alles besser war, Manson nicht mehr schockt und Twiggy Ramirez viel toller ist. Und Nine Inch Nails sowieso.

17.  Type O Negative – We Hate Everyone

Und wieder ein Erbstück meines einen Bruders.  Über Jahre „World Coming Down“ ab und zu angemacht und nie damit was anfangen können. Und dann erschien der Weltschmerz der Jugend in meinem Leben. Und seitdem ist meine Beziehung zu Type O Negative sehr liebevoll. Die Musik passt sich perfekt an meine Gefühlslage an. Perfekt um in Melancholie zu versinken, aber auch herrlich (un)freiwillig erheiternd, wenn man gerade in der Stimmung ist. Der Anfang klingt einfach wie ein Rudel Wölfe, denen man auf den Schwanz getreten ist. Und wenn man das als Ohrwurm singt, dann liegen alle Menschen unterm Tisch. So eigenartig und widersprüchlich Peter Steele auch war, aber für solche Momente vermisse ich ihn echt und ärgere mich, sie nie live gesehen zu haben.

18.  Pantera – Walk

Ich finde, einmal im Leben sollte man sich mal prügeln. Wenn ich jemanden dafür gefunden habe, muss das im Hintergrund laufen.

19.  Nine Inch Nails – Last

Ich musste ein Double Feature auf den Mix machen. Inhaltlich durch die Lieblingstiere des Trent Reznor verknüpft, die „pigs“.  Ich empfehle den Kurzfilm „Broken“. Der ist einer der wenigen Filme, die ich als hart empfinde.

20.  Life Of Agony – Here I Am Here I Stay

Zurück zu etwas atmosphärischerem. (Glockentürme gehen immer.) Ich liebe den Part ab 2:14 ungemein.  Unglaublich, aber das Radio hat mir Life Of Agony schmackhaft gemacht.

21.  Gravity Kills – Goodbye

Gravity Kills verbinde ich mit „Sieben“, den ich ernsthaft zum Frühstück geschaut habe.  Ich finde, es ist ein schön ungemütlicher Abschlussong, der bitter und kantig daherkommt. Und wegen „Sieben“ auch etwas bösartiges und sehr düsteres ausstrahlt.

Das wären 90 Minuten Hass meinerseits. Vorschläge nehme ich sehr gerne an! Einfach kommentieren und Meinung kundtun.

Mixtapes

2 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Fun Factory – I wanna be with you
    Im Ernst würde ich allerdings auch den Herrn Cobain für mich schreien lassen.

  2. Ich möchte mich gerne zu den wohltuenden Klängen von Phil Anselmos sanfter Stimme mit dir prügeln.
    Und mein allerliebstes Wutlied ist übrigens „St. Anger“ von Metallica.

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