Franzimizing von Schuhen

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Wie praktisch, dass meine Mum dieselbe Schuhgröße hat wie ich. Meine Chucks fallen langsam auseinander und so bricht nun auch in diesem Bereich eine neue Ära an. Zum Glück habe ich schon bei dem Konzert von Pearl Jam am Donnerstag gemerkt, dass diese Schuhe leider nicht für Konzerte geeignet sind. Warum? Sobald dir jemand auf die Füße tritt während du am abgehen bist, stehst du auf einmal mit der Ferse unbedeckt da. Ganz ganz ungünstig. Außerdem sehen Chucks in normaler Länge einfach besser aus, aber darauf wollte meine Mum nicht hören. Letztendlich hat sie sie ja eh nicht angezogen.

Gut für mich. Ich spare Geld und muss mir um passendes Schuhwerk für die nächsten drei, vier Jahre keine Gedanken machen. Nun zu einer weiteren Eigenart des Franzis. Bevor ich mit meinen auserwählten Schuhe durch die weite Welt wandere, müssen diese noch gefranzimized werden. Bei Creepers oder Winklepickers fällt die Veränderung meist schlicht aus, aber meine Chucks sind dagegen sowohl Tagebuch als auch Lebenswerk. 

Der linke Schuh:

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Normalerweise tragen ich immer zwei verschiedene Chucks. Um das zu kompensieren, habe ich bei diesem Schuh alles in blau und dafür beim rechten Gegenstück alles in grün gestaltet. Die Schnürsenkel sind leicht eingefärbt und ich habe mithilfe der Pinselweitwurftechnik schöne, große Flecken produziert. Desweiteren ist das Logo des Films „The Warriors“ abgebildet und darunter mit „Save Ferris“ eine Anspielung auf den Film „Ferris macht blau“.

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 Auf der anderen Seite des Schuhs habe ich die Band Tool verewigt. Rechts daneben ist ein typisches Mighty-Boosh-Tierchen. Bis heute weiß ich nicht, ob es ein Affe oder sonstwas ist, aber ich weiß, dass The Mighty Boosh eine Fernsehserie ist, die jeder gesehen haben muss. Auf die Sohle habe ich meine Lateinkenntnisse zur Schau gestellt („E Pluribus Anus“) und mich dem Slang der coolen Kids bedient („Snoogans!“).

Der rechte Schuh:

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Hier das gleiche in grün. Dies ist die schlichte Seite. Es findet sich mit „Squeeze Me Macaroni“ eine Anspielung auf Mr. Bungle und deren gleichnamigen Song, als auch mit „Waynestock“ ein Verweis auf „Wayne’s World“ bzw. „Wayne’s World 2“ darauf.

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Die andere Seite des Schuhs ist ein wenig lebhafter. Ich war etwas überambitioniert und habe den vollen Namen von Johann Gambolputty (https://www.youtube.com/watch?v=UDPqB9i1ScY) versucht auf den Schuh zu schreiben. Meine Finger tun immer noch weh und aus Platzmangel bin ich leider nur zur Hälfte gelangt. Rechts daneben findet sich ein weiteres Mighty-Boosh-Tierchen und ein kleines Logo der Band Type O Negative. Auf der Schuhsohle haben ich mich mit dem neuen, minimalistischen Logo von Depeche Mode ein wenig ausgetobt.

Ich bin gespannt, ob ich noch weitere Änderungen vornehme, aber ansich ist noch viel Platz frei, falls ich wieder das Glück habe auf einen meiner Götter zu treffen. Denn die Gesichter sind faszinierend zu beobachten, wenn man jemanden fragt, ob er was auf die Schuhe malen kann. Und ja, bei mir müssen die Musiker malen. Ein langweiliges Autogramm hat ja jeder.

I love your friends, they're all so arty, oh yeah!

6 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Ich bin ja beim Schuhwerk, bzw. speziell bei Chucks sehr altmodisch unterwegs. Nachdem ich einmal versucht habe meine schwarzen, abgelaufenen Chucks mit Tipp-Ex zu beschmieren, grandios fehlschlug (vermutlich lag es nur am nicht Vorhandensein von Talent), habe ich solche Versuche aufgegeben. Aber deine haben was. Gerade die Farbflecken sehen sehr scharf aus!

    PS: Ich frage mich, wie man ewig in Chucks bei einem Konzert stehen kann. Nachdem man mir 2x in diesen Schuhen den Fußzeh gebrochen hat, kommen nur noch feste Stiefel, nach Möglichkeit mit Stahlspitze, an den Fuß…

    • Danke. Ich mag diese Optik auch ganz gerne. Meine Wände zuhause sehen auch aus als hätte ein Psychokiller ein Zeichen da gelassen.

      Ah, okay. Da hatte ich bisher Glück, dass meine Füsse bisher unzertrümmert sind.

  2. E Pluribus Anus ist aus „Community“ richtig? *grübl* Tolle Serie und schön, das sie nun doch noch in die 6te Runde geht. Dann fehlt ja nur noch der Film… sixseasonsandafilm… 🙂

    • Genau, das ist aus „Community“. *lach* Ich freue mich auch, dass das geklappt hat mit der sechsten Staffel. Hätte es nicht ausgehalten, wenn Troy und Abed sich nicht nochmal sehen. Melde mich freiwillig den Film zu regissieren.^^

    • Ausgangspunkt waren „The Warriors“, das hatte ich einen Tag zuvor gemacht. Der Rest hat sich an einem Abend so entwickelt. Zuerst die Farbspritzer, dann das andere.

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