Mixtape: Heulmix

Während ich heute mit Mike Patton im Hyde Park durchbrennen werde, soll trotzdem der Blog weiterleben. Hier also extra vor Tagen vorbereitet eine Ode an die Flüssigkeit, die aus den Augen schießt. Manchmal mit Grund, manchmal ohne. Rätselhaft, nervend, peinlich, aber auch oft befreiend.

1. Danny Elfman – Postscript (Soundtrack „Milk“)

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Ich fange filmbezogen an. Der Soundtrack ist wunderbar. So schön, dass man weinen muss. Und dann schlägt leider die Realität zu und ich sehe eine trauernde Menschenmasse vor mir. 

2.  The Cure – In Your House

Ich hätte es mir bei diesem Mix auch richtig einfach machen können und einfach The Cure und Joy Division und ab und zu New Order und The Smiths im Wechsel spielen können. Ich liebe The Cure. Egal welcher Song von ihnen beginnt, die Schwermut setzt sofort ein. 

3.  Elliott Smith – LA

Leider habe ich mich auf Schlopsis Mixtape wiederholt. Mein Gedächtnis lässt wohl langsam nach. Auch bei diesem Künstler ist die Wahl des Liedes eigentlich trivial. Er vermittelt immer etwas unglaublich zerbrechliches, trauriges.

4. Ryan Adams – Wonderwall

Ryan Adams sollte sich geehrt fühlen. Coverversionen haben es sehr schwer bei mir und bei Oasis bin ich sehr empfindlich (danke an alle Castingshows und Hobbymusiker, die sich cool finden.) und schwer zu beeindrucken. Doch hier haben wir eine nackte, ehrliche und vollkommen unpathetische Variation, die irgendwie wehtut.

5. Pixies – Where Is My Mind

Ich würde jetzt einfach nur zwei Worte hinknallen, aber die erste Regel besagt, dass ich leider nicht darüber reden darf.

6. Foo Fighters – Let It Die

Der Text hat eine immense Wirkung auf mein Gemüt, wenn man den Kontext und die Tatsache, dass Courtney Love meine Nemesis ist bedenkt.

7. Farin Urlaub – Kein Zurück

Dieses Lied kann ich vielleicht einmal im Jahr ertragen. Zu düster, zu wahr, zu vergangenheitsbezogen. Trotzdem würde ich so gerne erfahren, was in der wunderbaren Welt des Farin U. zu diesem Text geführt hat. 

8. Sufjan Stevens – For The Widows In Paradise, For The Fatherless In Ypsilanti

Ich bin mir sicher, dass dieses Lied bei „O.C.“ bei einer Beerdigung gespielt wird. So sind deswegen die Assoziationen und die Stimmung bei mir festgelegt.

9. Lorraine Ellison – Stay With Me

Die perfekte Herzschmerzballade, um gepflegt glamourös in Selbstmitleid zu baden. Die stimmliche Leistung ist einfach atemberaubend.

10. AFI – Silver And Cold

http://www.muzu.tv/afi/silver-and-cold-musikvideo/739679/

Regen und Gewitter dürfen auch nicht fehlen. Was war ich in den Gitarristen verliebt, als ich noch jung war.

11. Brand New – Millstone

Da war ich auch noch jung. Urlaub an der Ostsee. Die Sonne scheint und ich verbarrikadiere mich in meinem Zimmer und versuche den Text herauszuhören, aufzuschreiben und zu übersetzen.

12. REM – Try Not To Breathe

Michael Stipe und Co. schaffen es wirklich immer mich auf emotionaler Ebene zu erreichen. Seine Stimme, der Text, die Melodie. Es funktioniert immer.

13. Blink 182 – Adam’s Song

Ich denke jeder kennt die Hintergrundgeschichte und hat dazu seine ähnlich gearteten Gedanken schweifen lassen.

14. Soundtrack „Across The Universe“ – Let It Be

Ich bin kein Freund des Originals. Habe immer die Kompositionen, die nicht von Paul McCartney sind präferiert. Doch ich denke, dass dies das perfekte Arrangement ist und der Song sich hier erst richtig entfalten kann. 

15. Angel Haze – Cleaning Out My Closet

Heulen aus Schock. Ist mir vorher noch nie passiert. Wie kühl sie etwas schildert, was so persönlich ist. Eine schmerzhafte Härte vor der ich viel Respekt habe.

16. Dave Matthews – Some Devil

http://www.myvideo.de/watch/8502139/SOME_DEVIL_Dave_Matthews

Viele sagen ja, sie mögen Dave Matthews wegen seiner Fans nicht. Ich verbinde ihn jetzt auch eher mit den Parodien von Bill Hader bei Saturday Night Live. Ich glaube, mehr als einen oder vielleicht zwei Songs mit diesem Leidensgrad kann man aushalten, mehr aber nicht. Ich möche aber jedem den Film „21 Gramm“ ans Herz legen. Ich habe den kompletten Abspann durchgeheult.

17.  Nine Inch Nails – Hurt (Live)

Ein Song, den ich nur noch auf Konzerten höre. Ich mag diese Liveversion mehr. Die Art wie Trent schreit, die Hintergrundgeräusche, einfach alles zusammen ergibt einen so selbstzerfleischenden Song. Und wenn das fast schon hoffnungsvolle Piano im Refrain einsetzt, ist mir dann nicht mehr zu helfen. Außer vielleicht mit Liebe und einem Taschentuch.

18. Joy Division – Atmosphere

Die nächste Lieblingsband, die ich kaum ertragen kann. 

19. Super Furry Animals – Hello Sunshine

http://www.myvideo.de/watch/7098303/Super_Furry_Animals_Hello_Sunshine

Ich wollte den Mix nicht mit Joy Division enden lassen. Bei der Version mitsamt Video fehlt leider der prägnante Anfang. Dieser ist von einer Frau gesungen und melancholischer, so dass auch der eigentliche Song melancholisch gefärbt ist. Jedenfalls für mich.

20. The Smiths – Last Night I Dreamt That Somebody Loved Me

Am Ende angelangt, durfte man alle Facetten der Traurigkeit, Melancholie oder Weltschmerz kennenlernen. Ich hoffe, ich habe die Suizidalität bei niemanden gesteigert.

 

 

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