Mixtape: Street Credibility

Man ist gefährlich, verwegen und möglichst eingebildet. Die Welt soll sehen, was für ein Stecher man ist. Also hänget die Goldkettchen um, schnappt euch willenlose boys and girls und fahrt mit einem eindrucksvollen Gefährt durch die Gegend. Hier folgt meine Interpretation des Themas bzw. meine Auslebung der eigenen Street Credibility.

1. The Mighty Boosh – Tundra Rap

Ich denke es gibt nichts, was besser meine Persönlichkeit wiederspiegelt als das. Diese Serie ist meine Ersatzreligion und den Adam-Ant-Gedächtnisstreifen habe ich mir für ein Foto ja auch entliehen. 

2.  LL Cool J – I’m Bad

http://www.vevo.com/watch/ll-cool-j/im-bad/USUV70703835

Manchmal habe ich Fantasien. Manchmal entflammt ein Wunsch in den Tiefen meiner Seele. Turnschuhe, so ein Trainingsanzug und enorme Goldkette. Wobei, dann lieber wie Run DMC.  Ich kann es nicht leugnen, ich sollte mich modisch mehr vom heißgeliebten Oldschool Hip Hop beeinflussen lassen.

3.  Pras feat. Mya – Ghetto Superstar

Ich liebe das Sample und die Kombination aus Rap und Gesang. Ein unfassbarer Ohrwurm. Der Clip hat mir als Kind unglaublich Angst gemacht. Für mich sah es so aus, als würde er keine Maske absetzen, sondern wirklich sein Gesicht. Unheimlich.

4. The Incredible Herrengedeck – FDP

Deswegen vermisse ich die FDP. Über wen soll man sich jetzt gepflegt lustig machen? Der Text ist so rührend, schön und ehrlich. Meine gelb-blaue Fahne wird im Herzen für immer wehen.

5. Saul Williams – The Ritual

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Saul Williams hat zusammen mit dem heiligen Trent Reznor eines der vielfältigsten Alben des Sprechgesanges aufgenommen. Wie man in „K-Pax“ sehen konnte, ist der Herr auch begnadeter Schauspieler. Man sollte ihn also auf dem Schirm haben. Er ist auch einer der wenigen Rapper bei dem ich einen Blick auf die Texte werfe. Sie wirken immer perfekt im Fluß, einfach stimmig. Rätselhaft, aber trotzdem vermitteln sie ein gewisses Gefühl. „The Ritual“ liebe ich, weil es etwas spirituelles hat. Als würde Saul mit ein paar Indianern um ein Feuer tanzen und etwas heraufbeschwören.

6. Beastie Boys – Intergalactic Skit

Aufgrund von Platzmangel und dem Wissen aller Franzifreunde, dass ich Beastie-Boys-ler bin, habe ich nur die letzten Sekunden der Albumversion auf den Mix gemacht. Er besteht aus ein paar schlechtvorgetragenden Zeilen und einem genervten Stöhnen.  Der Tod von Adam Yauch war bislang der einzige Todesfall einer prominenten Person, die ich nicht persönlich kannte, der bis heute emotional berührend ist. Ist mir davor noch nicht passiert, danach bisher auch nicht. Und dabei ist er nicht mal mein Lieblings-Beastie-Boy. Das letzte Album war grandios und ich hätte sie sehr gerne live erlebt. Ich liebe ihre Musik, ich liebe ihre Clips, ich liebe ihren Humor und verdammt, ich hasse Kathleen Hanna. Ich will die Feministin neben Adrock sein.

7.  Angel Haze – Werkin‘ Girls

Manchmal bekomme ich auch Hypes mit. In diesem Fall durch irgendein Magazin. Ich finde sie gut, bin wie jeder fasziniert von ihrer Biografie und mag ihre Musik, da sie mir irgendwie kompromisslos und ehrlich vorkommt. Angel Haze ist einfach wirklich gut und ich mag ihre Stimme ungemein.

8.  De La Soul – Me, Myself And I

Eines der wenigen Hip-Hop-Videos, welches man als knuffig bezeichnen könnte. Ich liebe ihre Frisuren und wünschte ich könnte mir auch so eine machen. Dann könnte ich mit meiner imaginären Gang authentisch die Westcoast bekämpfen. Ja, hiermit ist es offiziell: Ich bin Eastcoast!

9. The Lonely Island – Mama

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Und wieder einen Song, den ich leider nicht in voller Länge zu Gemüte führen kann. Es handelt sich um meinen Lieblingssong von The Lonely Island. Er erinnert mich an alle harten Gangster, die sobald es um ihre Mami geht, zu Witzfiguren verkommen. Das liebe ich. Stilbrüche sind immer interessant.

10.  Goldie Lookin Chain – You’re Mother’s Got A Penis

Die spinnen, die Waliser. Man fühlt sich aber ziemlich cool, wenn man dazu durch die Gegend läuft. Ansich ist es aber natürlich eine sehr wichtige Angelegenheit, die leider oft zum Tabuthema gemacht wird. 

11. House Of Pain – Shamrocks And Sheanigans

Meine Gang! Póg mo thóin! Wäre ich nicht rothaarig, würde ich vielleicht zu Cypress Hill übergehen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob Text und Skills genial oder grottig sind, aber ich liebe es.

12.  Dizzee Rascal – Bassline Junkie

Dizzee Rascal sollte man live gesehen haben. Er ist nicht nur sympathisch und sehr unterhaltsam und klingt gut. Nein, er hat mir eine weitere Ersatzreligion geschenkt. Was haben wir diesen Song 2013 gefeiert. Ich habe immer den Part des dünnen Herren neben Dizzee übernommen. Der Part, wo er flucht war sogar lange Zeit mein SMS-Ton. Und ich kann mich nur wiederholen, schaut ihn euch live an, wenn die Möglichkeit sich bietet. Ich hasse nämlich Hip-Hop-Konzerte, wo man für alles nur eine Handbewegung hat und man nicht hüpfen, pöbeln oder pogen kann.

13.  DJ Tomekk feat. Ice-T & Sandra Nasic – Beat Of Life

2003 hatte dieses Lied enormen Eindruck auf mich gemacht. Mit den typischen Attributen eines Hip-Hop-Videos konnte ich wenig anfangen, aber Sandra Nasic hat mich unglaublich beeindruckt. Diese Stimme, ihre harte Weiblichkeit. Da hatte ich mir zum Geburtstag erstmal ein Album von den Guano Apes gewünscht und auch bekommen. Für eine 10-jährige doch ein durchaus akzeptabler Geschenkewunsch. 

14.  Dendemann – Stumpf ist Trumpf

Dendemann ist genial. Fertig. Frage mich gerade, warum ich nicht „I’m a record junkie und zurück“ genommen habe. Das wäre noch franziger.

15.  Teriyaki Boyz – Heartbreaker

Hier haben wir wieder ein schönes Beispiel für ein gutes Sample, was einen Ohrwurm zur Folge hat. Ich finde es bei japanischer Musik immer wieder lustig, wie ständig englische Worte eingestreut werden. 

16.  Icke & Er – Richtig geil

Natürlich muss ich auch ein wenig Lokalpatriotismus ausleben. Da ich zu keiner Zeit etwas mit Aggro Berlin anfangen konnte, schlägt mein Herz für Icke und Er. Der Text hätte von mir sein können. Mein Lebensgefühl.

17.  Mos Def – Quiet Dog

Ford Prefect ist auch ein toller Musiker, der schon immer eine gewisse Grundsympathie ausstrahlte. Manches ist mir ein wenig zu glatt, trotzdem ein Künstler mit Kopf und Herz, dem man seine Aufmerksamkeit schenken darf.

18. N.W.A – Real Niggaz Don’t Die

Zum Ende entschied ich mich dann doch noch ernstzunehmende Klassiker anzuführen. Also bitte etwas aggressiver werden und gesellschaftliche Zustände anprangern!

19.  Loki feat. Becca Starr – Sinister

Braucht man das kommentieren? Die Blicke, die ich dafür ernte sind unbeschreiblich. Jedes Mal. Ich liebe Schotten.

20.  Jay And Silent Bob – Jay’s Rap

Dies ertönte mal als Klingelton im Kunstleistungskurs. Das waren noch Zeiten. Ich sollte den Rap wieder auswendig lernen und mich auch an eine Wand stellen und Drogendealer werden.

21.  Die Antwoord – Fatty Boom Boom

Ich glaube, ich habe jetzt alle Kontinente abgedeckt. Bei ersten Hören konnte ich diese Band noch nicht richtig einordnen und war überfordert. Letztendlich war es aber nur eine Frage der Zeit, da ich ja anstrengende bis nervtötende Musik liebe.

22.  Weird Al Yankovic – White And Nerdy

Mein Themesong. Jedenfalls zu diesem Thema. Ansonsten wäre es natürlich „Loser“ von Beck. Es gibt soviele Situation, in denen ich mich von Außen betrachte und an den Song denken muss. Ich identifiziere mich zwar weniger mit dem Nerd-Prototyp, sowohl bevor als nachdem es angesagt war, aber trotzdem bin ich für die meisten Aktivitäten auch too white and nerdy.

23. Troy And Abed- La Biblioteca Rap

Die beste Beschäftigung im Spanischunterricht. #sixseasonsandamovie

24. Public Enemy – Hitler Day

http://www.amazon.de/Hitler-Day-Explicit/dp/B00D2HG1CO/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1403483157&sr=8-2&keywords=public+enemy+hitler

Ein weiterer Klassiker musste sein. Public Enemy haben schon mit Anthrax bewiesen, wie gut Rap und Gitarren harmonieren können. Ich mag den Song hier aber eher aufgrund des Durcheinanders. Nichts passt so recht zusammen. Chaos muss ja auch mal sein.

25.  Fischmob – Bullenschweine

Ich finde, ich habe Humor.

 

 

 

 

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