Mixtape: Motivation aka Franzi The Mighty Wrestler

Auf Wunsch eines Einzelnen habe ich meine Regale und Ordner durchforstet und zusammengesammelt, was mich motiviert. Songs, die mich positiv beeinflussen. Mich vielleicht sogar beflügeln. Und mir ist aufgefallen, dass ich eigentlich an meinem Wrestlingmix gearbeitet habe. Fast alle Lieder, würde ich als Opener nehmen, wenn ich Wrestler wäre. Bin ich aber nicht. Noch nicht. So höret und staunet während ich schon Skizzen für mein Outfit anfertige.

Teilet mir mit, ob ihr die Auswahl passend findet oder was ihr stattdessen für Songs genommen hättet. Und Fabian, du musst sowieso sagen, ob ich deine Erwartungen erfüllt habe.

1. The Muppets OST – Life’s A Happy Song

Was erwartet man von einem bekennenden Musicalfan. Ich hab das Lied übrigens immer auf meinem USB-Stick, der im Bad anzufinden ist. Falls ich also ab dem Wintersemester wieder in die Verlegenheit gerate früh aufstehen zu müssen, bin ich also weiterhin gewappnet. Nach diesem Prachtstück von Musik kann an dem Tag einfach nichts schief gehen. Versprochen.

2. INXS – New Sensation

Diese Band schleicht sich immer in meinen Auswahlordner. Ich liebe diese Lied. Auch perfekt um den Tag zu beginnen. Oder einen neuen Lebensabschnitt. Für drei Minuten ist alles sonnig und klar. Und ich liebe die Gitarrenarbeit sehr. Bleibt einem Tage im Ohr.

3.  Public Enemy – Harder Than You Think

Bläser haben eine motivierende Wirkung auf mich. Ist mir aufgefallen. 

4. Living Colour – Cult Of Personality

Ein Klassiker, um durch die Gegend zu laufen anstatt mit der S-Bahn zu fahren. Denn dazu zu laufen fühlt sich einfach cooler an. Vielleicht sollte ich auch noch Model werden. Dann könnte ich den ganzen Tag zu Musik laufen. 

5. Rob Zombie – Never Gonna Stop

Musik, die mich in meinem Größenwahn unterstützt und mir sagt, dass ich nicht zu stoppen bin und grandios bin, funktioniert bei mir perfekt. 

6. Queen – I Want It All

Klassischer Rock, der einen von innen heraus stärkt. So muss das sein. Queen sind eh die Großmeister aller Gefühlsregungen.

7. Incubus – Black Heart Inertia

Für diese Wahl ist mein Bauchgefühl schuld. Ich singe ihn sehr gern mit und die Aussage des Refrains gefällt mir irgendwie. Es mag zwar nicht der beste Text sein, der jemals verfasst wurde, aber „You’re a mountain that I’d like to climb, not to conquer, but to share in the view.“ klingt doch nach einer schönen Herangehensweise an Beziehungen jeglicher Art. Und motiviert mich weiterhin entspannt zurückzulehnen und dem Zufall schicksalhafte Begegnungen zu überlassen. Man kann nichts erzwingen bzw. ich kann nichts erzwingen.

8. Wall Of Voodoo – Far Side Of Crazy

http://www.dailymotion.com/video/xcu9lu_wall-of-voodoo-far-side-of-crazy_music

Wieder eine Wahl meines Bauches. Ich liebe die Atmosphäre und den Text, doch die Aussage bleibt doch rätselhaft. Ich fühle etwas, aber ich weiß nicht ob es das ist, was die Band ausdrücken wollte. Auf jeden Fall meine Versinnbildlichung meiner Exzentrik.

9. The Bravery – Fearless

Dieses nette Liedchen widme ich meinen Ängsten, die öfter anwesend sind als es mir lieb ist.

10. Secret Affair – Time For Action

Da sind sie wieder, die Bläser. Wer danach nicht Lust bekommt, etwas in seinem Leben zu ändern, was stört, der…äh…ist doof.

11. Atari Teenage Riot – Collapse Of History

Aus diesem Lied ziehe ich regelmäßig euphorische Energie. Ich höre es gerne, wenn ich angespannt oder nervös bin. Oder nachts auf dem Weg nachhause.

12. Electric Light Orchestra – Don’t Bring Me Down

Ich denke der Titel sagt alles. Also, don’t bring me down, klar? Ich höre die Zeile sehr oft in meinem Kopf, wenn etwas nicht nach meinen Vorstellungen verläuft.

13.  Elakelaiset – Humppa Tai Kuole

Ich bin auch gegen die Limitierung des eigenen Seins. Weise Worte.

14. Metallica – Don’t Tread On Me

Das klingt so Stadionrock. Könnte ich mir gut zum mitbrüllen im Fußballstadion vorstellen. Dachte, ich bringe meinen Favoriten des Metallicaprojektes an.

15. Die ärzte – Wir sind die Besten

Ich kann meine Könige der Selbstironie und sympathischen Größenwahn nicht verleugnen. Danke, dass ihr mich gut erzogen habt. Seit der Geburt von sich in der 3. Person geredet und „Mein Freund Michael“ gesungen. Danke.

16. Girlschool & Gary Glitter – I’m The Leader Of The Gang

Ich und meine Idealisierung von Gangs. Und dann auch noch Pedo Number One Gary Glitter. Ich schäme mich trotzdem nicht. Stattdessen frage ich jetzt mit Messer und Schlagringen bewaffnet lieber:  Do you wanna be in my gang? Wobei. Ich bleibe besser eine Ein-Mann-Gang. Sonst artet das aus.

17. Stevie Wonder – Higher Ground

Und wieder kann man bestärkt zu dem Knechtungsort seiner Wahl gehen. Ob Job, Schule oder Studium, wenn Stevie singt fühlt es sich richtig an. 

18. Nine Inch Nails – Everything

Ich dachte, ich schaffe einen Mix ohne Nine Inch Nails, doch auf dem letzten Album wurde ich überrascht. Da war er, der Gute-Laune-Ohrwurm, der trotzdem die Melancholie des New Wave beinhaltet. Mit so etwas hatte ich nicht gerechnet. Die Meinungen bei den Fans gehen sehr auseinander, aber ich war begeistert wenngleich zuerst amüsiert. Doch was mich mit dem Song oder mit dem Album verbindet ist ein gewisses Gefühl, was er (nach meiner Interpretation) ausdrücken will. Dieses bestimmte Lebensgefühl, was man hat Jahre nachdem man erfolgreich eine psychische Krankheit oder Suchterkrankung etc. überwunden hat, man mit sich mehr im Reinen ist und seinen Platz im Leben gefunden hat, dies alles aber dennoch von der Grundangst überschattet wird, dass man in alte Muster zurückfällt oder man sonstwie misstrauisch gegenüber der Lebenslage ist und sich letztendlich doch wieder alles selbst zerstört. Und der Song ist dahingehend motivierend, dass er einem ein gutes Gefühl gibt sich immer weiterzuentwickeln und mit Dingen abzuschließen, ein neues Kapitel zu beginnen. Und auf seine Fortschritte stolz zu sein.

19. MOP – Ante Up

Damit werden meine inneren Dialoge immer zu einer inneren Party. Perfekte Kopfhörermusik in einer vollen Bahn mit miesgelaunten Menschen.

20. Smash Mouth – Walking In The Sun

Eine Ode meines Slackerdaseins. Ich liege nur noch am Wasser und lese oder schreibe.

21. Tomahawk – Rape This Day

Und wieder konnte ich mich nicht beherrschen. Ich und mein Aggressionspotenzial. Ich liebe Songs, die klingen wie eine Prügelattacke und somit mein Ventil sind, um doch nicht auf Menschen loszugehen. Es motiviert nämlich ungemein, den Tag mit dem Gedanken „I’m gonna rape this day“ zu beginnen. „Anger is an energy“, wie John Lydon schon sagte. 

22. Les Miserables – Do You Hear The People Sing?

Passend zum Anfang ein pathetischer Abgang, der doch perfekt zu mir passt. Also Kinders,  join in the fight that will give you the right to be free! 

Wäre ich ein Land, wäre das die dazugehörige Hymne.

 

 

 

Mixtapes

9 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Und wie du das hast! Ganz wunderbarer Mix. Ja, so habe ich mir das vorgestellt. Schon bei den ersten Takten (auch wenn ich das nicht sofort zuordnen konnte; ich weiß, Schande über mich) fühlte ich mich richtig glücklich. Und jetzt bin ich absolut bereit, die Welt zu erobern. Du bist ein toller Motivationsträger! 😉

  2. Ja, bin dabei.

    Also, einiges ist natürlich eingängiger als anderes, aber Titel zum Überspringen sind gar nicht dabei. Überrascht war ich sehr, Nine Inch Nails bei diesem Thema vorzufinden, aber es passt ja. Lieblingssongs bisher: Life’s a happy Song, Harder than you think, Never gonna stop (coole Musik, hatte wie ich gestehen muss vorher noch nie was von ihm gehört), Far Side of Crazy und Freddie natürlich. Und von Lay Miz habe ich jetzt wahrscheinlich die nächsten Tage erst mal einen Ohrwurm. Okay, das sind ziemlich viele Lieblingslieder…ist aber auch wirklich ein toller Mix. Vielen, lieben Dank nochmal dafür.

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