Horrorctober, die erste: Der letzte Exorzismus

Da wachte ich doch heute früh tatsächlich auf und es ward Horrorctober. Und was ist schöner als den Tag mit einem filmischen Machwerk des dazugehörigen Genres zu beginnen? Richtig, nichts außer der dazugehörende Kakao in der Hand. 

Da ich mir wegen der Filmauswahl noch nicht sicher bin und mir die traumatischen Perlen gerne noch aufheben möchte, bin ich dank Netflix einfach nach Poster und Titel gegangen. Ganz spontan und unvorbereitet.

Die Handlung ist schnell erzählt: Ein Kamerateam folgt einem Pfarrer zu seinem letzten Auftrag als Exorzist, um die zahlreichen Manipulationen und Betrügereien aufzudecken, die in theistischen Kreisen wohl üblich sind, um die Menschen wieder auf den rechten Pfad der Erleuchtung zu führen.  Ohne viel von dem Film zu verraten, kann man sicher aber sicherlich vorstellen, dass alles ein wenig anders verläuft als geplant.

Ansich mochte ich den Dokumentarstil sehr gerne, da sie sich wirklich Zeit genommen haben Atmosphäre zu kreieren und einem den Reverend Cotton Marcus und sein Wesen und seine Ansichten näher zu bringen. Manchmal vergaß ich kurz, dass es keine Dokumentation über Christen in Amerika war und amüsierte mich königlich (Spektrum bei dem Thema liegt irgendwo zwischen Belustigung und pöbelnden Selbstgesprächen zur Bekundung der Ablehnung christlicher Moral).  Sobald der eigentliche Exorzismus in den Fokus trat, wurde ich immer enttäuschter. Keine Minute gelangweilt, was für neuartige Filme des Genres schon eine Meisterleistung ist, aber ich hatte mehr erwartet. Irgendwas innovatives. Auch wenn ich mich sehr gefreut habe meinen Mutantenfreund Banshee zu sehen.

Gegruselt habe ich mich leider auch zu keiner Zeit, aber die Szene mit den Fingern führte zu einer Anspannung mitsamt geballten Fäusten meinerseits. Musste auch kurz gucken, ob alle Fingerchen noch heil waren.  Und das zeigt doch, dass der Film Potenzial gehabt hätte. Man hätte es einfach anders aufziehen müssen, denn so wie das Endprodukt jetzt ist, kann man sich weiterhin getrost „Der Exorzist“ angucken, der einfach zeitlos ist.  

Ein weiterer Punkt, auf den wahrscheinlich alle warten und der die Gemüter spaltet: Das Ende.

Ich muss gestehen, ich war etwas überrascht und hatte solch Wendung nicht auf dem Schirm. Dennoch wirkte sie wie ein plumper Versuch die Zuschauer zu schockieren. Irgendwie ziemlich banane und ein wenig ärgerlich, da man aus der Ausgangsidee was spannendes machen könnte und ich auch nicht genervt von dem Schauspiel war und auch die Musik des Filmes passabel fand.  Lasst es uns besser machen, liebe Gemeinde!

Horrorctober

8 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Ich finde so Exorzismusstreifen ja grundsätlich immer richtig scheiße. Selbst Der Exorzist fand ich einfach zum einpennen langweilig. Mit dem Doku-Stil hätte das vielleicht was werden können, aber ist ja scheinbar nicht der Fall. Wenn das Ende aber wirklich so ist, wie in dem gif am Ende, guck ich mir den an.

    • Ich hatte gehofft, sie würden vielleicht beim Abspann richtig schockieren und einfach echtes Material zeigen oder so. Das hätte ich nach der Illusion von der Realität richtig schockierend und gruselig gefunden. Oder so.

      Mit ist gerade aufgefallen, dass ich außer dem Klassiker keine weiteren Exorzismusfilme gesehen habe. Soweit ich mich erinnere. Mhmm…

      Ich wünschte ich könnte das bejahen. Das wäre wahrlich ein tolles Ende gewesen.^^

  2. Schicker Film, das Ende ist…na ja…aber dafür sind die Yoga-Übungen schön. Und das „…die erste“ gefällt mir, da freue ich mich doch sehr auf die nächsten 30.

    • Ich werde mich auf die vorausgesetzten 13 Filme beschränken. Schreiben über Filme ist bei mir immer ein zäher, quälender Prozess. Würde ich von der Zeit gar nicht schaffen.

  3. Ich mag den Film und auch das Ende, was mich eigentlich umgeworfen hat. Gegruselt hast du dich nicht? Ich fand den Film stellenweise sehr unheimlich. Allein der abgelegene Ort mit diesen Verrückten. Wuah.

    • Ja, schade. Vielleicht waren auch die perfekten Voraussetzungen einfach nicht gegeben. Ist halt immer sehr subjektiv.
      Ich hab schon verrücktere, unheimlichere Orte und Menschen gesehen. *lach*

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