Neues aus dem Franziland #2

Liebe Gemeinde, ich hatte letztens eine der besten Ideen meines Lebens. Wie viele finde ich im Alltag oftmals keine ruhige Minute, um ein wenig zu lesen. So war es auch im Urlaub (Bericht folgt sobald die Fotos entwickelt sind), wo ich am Ende des Tages sowieso bettreif war. Trotz der Müdigkeit fühlte es sich nicht an wie ein perfekter Tagesabschluss, so dass ich begann meiner Freundin Melly kurz vor dem Einschlafhörspiel (Batman!) jeweils ein Kapitel von „On The Road“ von Jack Kerouac vorzulesen. Und erst dann fühlte es sich richtig an.

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Das war der Beginn eines neuen Franziprojekt, denn seitdem wir wieder in Berlin angelandet sind, schicke ich jeden Abend eine Sprachnachricht per Whatsapp mit einem Kapitel. Ich bin jetzt nicht der begabteste Vorleser, aber dieses bewusste, gemeinsame Erleben eines Buches macht unglaublich Spaß. Ich kann es nur empfehlen, probiert es mit euren Lieblingspersonen aus und erfeut euch an eurem täglichen Zeitpunkt der Ruhe. Und wenn ihr keinen dafür habt, kann ich versuchen euch noch irgendwie unterzubekommen. Franz’sche Nächstenliebe und so.

Auf langfristiger Ebene muss sich diese Idee erst einmal bewehren, aber bisher verzeichne ich noch keine Ermüdungserscheinungen bei meinen drei Projekten. Bei zwei der drei Personen lesen sogar nicht nur ich, sondern auch der jeweils andere. So lausche ich gerade „Emma“ von Jane Austen und dem „Jedi Path“ und lese „Gott bewahre“ von John Niven und den ersten Sammelband der Darren-Shan-Saga vor.

Desweiteren muss ich leider noch etwas zugeben, was mir sehr peinlich ist.

Ich habe bei meinem 2014er Mix den wichtigsten Song vergessen. Ja, ich schäme mich ungemein.

Doch eine bessere Zeit wird kommen.

Ich habe ab Mitte Februar Semesterferien und werde dann mal über mein erstes Semester und das Studentenleben philosophieren. Außerdem sind Veränderungen vorgesehen. Ein vernünftiger, euch gebührender Blogroll muss her und auch meine „About Me“-Seite wird aufgefrischt. Wenn euch für diese Bezeichnungen, Oden, Zitate, Werbesprüche über das Franzitierchen einfallen, so lasset mich dies bitte wissen. 

Weitere Neuigkeiten? Mir wird jetzt ein neues Patenkind zugeteilt bzw. erst einmal gesucht, da nach absoluter Funkstille die Mutter sich gegen eine Patenschaft entschieden hat. Das Mädchen fand die Entscheidung übrigens nicht so fein, aber anscheinend repräsentiere ich wohl kein ehrbares weibliches Wesen. Schade eigentlich, aber naja. Dafür habe ich bald meine zweite Couchsurfingerfahrung als Gastgeber. 

Während ich dann mal überlege, was ich wieder vergessen habe, könnt ihr ja überlegen, welche Bücher ihr mit euren Lieben teilen wollt. Lasst es mich wissen. Ich bin gespannt.

Und vergesst nicht, der 7. April ist ein heiliger Tag. Fangt also jetzt lieber an zu planen und gedenktet dann dem Franzi. Oder auch nicht.

Update: Ratet, wer heute Geburtstag hat und einfach älter wird und nicht spontan klingelt und hier feiert? Richtig, Mike Patton. Höhö.

Neues aus dem Franziland

23 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Du machst viel. (Welche Batman, die alten Oh Ha, oder die neuen?)
    Ich hab das mit dem Vorlesen mal eine Zeit über Skype gemacht, aber das wird wohl nix mehr (mit der Person). Zumeist las ich für meinen Teil Charles Bukowski. Leider braucht man für Whats App ja einen Smartfön.
    Kein Slogan, aber wenn du etablierte Netzwerkstrukturen so unterwanderst, solltest du vielleicht vorsorglich Franzibook.com registrieren. Oder Friedler.com, das ist nicht ganz so auffällig.

      • Ja cool, das sind die Oh Ha Kassetten mit Peter Wenke als Joker. Wegen dem lohnt es sich eigentlich, sonst finde ich sie rudimentär trashig. Aber ich habe eben eine Beziehung dazu, weil diese Dinge 1989 näher waren als der alles in den Schatten stellende Kinofilm. Es gibt ja wohl auch neue Batman Hörspiele, die ich aber noch nicht kenne, daher frug ich.

        Das mit dem viel, nunja, halt so eine Beobachtung. 😉

        Das mit dem Aufnehmen habe ich dann auch schon mal gemacht, weil meine Zuhörerin und ich mit dem Buch nicht weiter kamen und ich das irgendwie abschließen/festhalten und was nettes tun wollte. Nunja. Per Headset klingt es okeee und man hat den Vorteil ein paar Geräusche und Stocker wegschneiden zu können, was ich tatsächlich in Friemelarbeit gemacht habe. Es ist aber eben mehr nette Geste. In mir gibt es dann einen Affenkampf zwischen Romantiker und Perfektionist.^^

        Und Geld? Was ist schon Geld? Ok, wenn du mir ein Leben ganz nach meinem Gusto finanzieren würdest, würde ich über nötige Schritte nachdenken. Aber sonst arbeite ich auch weiter an meinem höchsten Affenmenschenziel, der S.. du weisst. 😛

      • Für Batman im Comic ist es sogar eine kleine Revolution gewesen, den inneren Monolog zu entdecken, weil diese Technik anfangs nicht unbedingt üblich war. Insofern ist das auf eine gewisse Art modern. 😀

  2. Das mit dem Vorlesen ist auch immer ein gutes Geschenk. Ich hab meiner Frau einmal den kleinen Prinzen vorgelesen und die CD-Box dazu gebastelt. Dafür braucht man ja nicht viel. Die Idee mit WhatsApp finde ich auch cool. Thumbs up!

  3. ich würde Paul Auster: „Stadt aus Glas“ vorlesen. Und Jan-Uwe Fitz mit seinem Buch „Entschuldigen Sie meine Störung“. Das ist so krank, genial. Habe lauthals in der Bahn gelacht und mir die Tränen aus den Augen wischen müssen. -War ein peinlicher Moment für die anderen Fahrgäste.

    Der 7. April? Und ich frag mich, was ich wohl Morgen mache. Was mich interessiert wäre, was für eine Weltsensation in 6.2 Jahren auf mich zu kommt.

    • Ich muss gestehen, ich habe es immernoch nicht geschafft, was von Paul Auster zu lesen. Das andere kenne ich auch nicht, aber schmackhaft hast du es mir gemacht. Wann liest du mir vor?^^

      Keine Panik, irgendwann wird der 7. April morgen sein.

      Ahaha, am 6. April in 6.2 Jahren ist das letztmöglichste Datum für mich, um mit 27 Jahren abzutreten. Seit „20,000 Days On Earth“ habe ich die Angewohnheit täglich meine übrigen Tage zu notieren, also 2261 noch.

      • Wann ich dir vorlese? Na am besten jetzt. Halt dich fest, wird schlimm, trotzdem viel Spaß.
        Mit „Entschuldigen Sie meine Störung“.
        P.S.: Diese Amy Winehouse Nummer und mit 27 unter die Erde hüppen, ist doch out. Ich will noch mit 90 Industrial hören. 🙂 So, lieben Gruß.

      • Genial, ich werde gleich vorm Einschlafen mal hineinhören. Cool!

        Ich weiß, dass das nicht mehr so populär ist, aber irgendwie muss ich mich doch bei Laune halten. Und ich habe erschreckenderweise bemerkt, dass mir diese Deadline wirklich hilft wenigstens eine feine Aktivität am Tag zu haben. Und wenn es auch nur ein Buch lesen ist. Irgendwie verläuft alles bewusster. Im positiven Sinne.

      • Ich muss gestehen, ich nehme nur noch selten ein Buch zur Hand. Ich lese über den Tag hinweg ziemlich viel und meistens online. Da bin ich dann für ein Buch meistens nicht mehr in Stimmung. Früher hab ich in der Wanne gelesen. Heute schaue ich da Serien.

        Aber ich finds cool, dass es dir hilft am Ende des Tages runter zu kommen.

      • Ich hab nich mal eine Wanne, um entspannt da zu lesen. Wenigstens aber einen Balkon.^^
        (Tolle Überleitung, ich weiß)
        Wie kann man denn bitte so eine angenehme Stimme haben? Ich fordere schnellstmöglich den nächsten Part.

      • Vielen lieben Dank. Dabei höre ich meine Sprechstimme nicht so gerne. Klingt viel zu hoch und dann auch noch so, als hätte ich ständig Schnupfen. 🙂 Deine Forderung ist mir natürlich Befehl, von daher hier noch ein kleiner Happen. Ist ein bisschen kürzer. Weil während der Aufnahme mein Handy brummte. Rate mal wer da einen Tweet favorisierte? Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit. Das ist nicht selbstverständlich und jetzt gehts los.

      • Ich hatte gerade einen kleinen Herzinfarkt als du plötzlich meinen Namen mittendrin erwähnst. *lach* sowas passiert mir normalerweise bei Hörbücher nicht. Achso, mit dem Party erhalten konnte ich mich auch erschreckend gut identifizieren.

      • Ich erscheine auf Partys auch nur wegen dem Buffet. Ich sehe nämlich furchtbar bescheuert aus, beim tanzen. – Teil 3 ist in der Playlist. Die Haushaltshandschuhe haben mir den Rest gegeben. – Ich fand das super witzig, wie in der Aufnahme plötzlich deine Nachricht rein kam. 🙂 Lieben Gruß

  4. Das Vorleseprojekt finde ich super. Muss dringend mal meine Freunde befragen, ob sie dazu Lust hätten. Bisher lese ich immer nur meinem kleinen Bruder vor (oder er mir – und dann meistens diese pädagogisch hochwertvolle Schulliteratur … :/ wenigstens ist es immer ziemlich niedlich(: ).

  5. TOLLE Idee mit dem Vorlesen. Genau das richtige für mich. Ich werd’s mal mit meinem Mann ausprobieren. Ich hoffe er macht mit. 😉 Auf dein Bericht über die Uni und all die anderen Neuigkeiten bin ich schon sehr gespant. Ich freu mich. 😀

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