Media Monday #191

Ich gestehe, die Karnevalsedition habe ich verschmäht, aber jetzt bin ich wieder dabei. 

1. Den Oscar für den besten Film des Jahres 2014 hätte ja in meinen Augen „The Grand Budapest Hotel“ verdient gehabt, denn egal, ob jemand über Jahrzehnte einen Film dreht oder scheinbar keinen Schnitt setzt, für mich zählt eine Story, die nicht primär auf irgendeiner Begebenheit basiert, sondern den Mut hat mich in eine komplett andere Welt zu entführen und mich emotional einzusaugen, so dass ich am Ende nicht genau weiß, warum ich weine. Außerdem hat sich keiner so schön für die Gewinne der anderen gefreut wie Wes Anderson. 

Und ja, ich musste es ja unbedingt nachgucken. Das daneben ist seine Freundin. Ich gehe kurz in die Ecke weinen.

2. Wenn ich mir so die Ergebnisse des Filmtipp Award 2014 ansehe, dann checke ich gerade gar nichts. Sorry.

3. Mit Filmen von/aus Darren Aronofsky konnte ich noch nie viel anfangen, einfach weil sie mich immer emotional kalt lassen.

4. Klassischer Aufbau in drei Akten oder darf es gerne mal etwas unkonventioneller sein?

Unkonventionell ist immer näher an wahrhaftiger Kreativität, also ja.

5. Zeitsprünge, Vor- und Rückblenden sind ja beliebte Stilmittel. Unnötiger Schnickschnack, oft nur verwirrend oder eher ganz große Erzählkunst?

Wirkt oft pathetisch, ist aber notwendig, wenn man eine große Geschichte zu erzählen hat. Außerdem kann es den Charme eines Filmes enorm ausmachen, man denke nur an „(500) Days of Summer“.

6. Inspiriert von der Blogparade der Singenden Lehrerin zu den Top Sex der erotischsten Szenen: Die heißeste (Sex-)Szene in einem Film, einer Serie oder einem Buch ____ . (TeilnehmerInnen können natürlich gern auf ihren Beitrag verweisen)

Dann mache ich hier mal Eigenwerbung:  https://friedlvongrimm.wordpress.com/2015/02/14/blogparade-6×6-erotische-szenen-im-film/

7. Zuletzt gesehen habe ich die Oscarverleihung und das war okay , weil ein paar Sachen ganz nett waren, so viele Menschen so schön geheult haben (Chris Pine!), Reese Witherspoon auf dem roten Teppich sich dafür ausgesprochen hat, dass die weiblichen Wesen nicht nur nach ihren doofen Kleidern gefragt werden und Eddie Redmayne wieder herrliche Grimassen bei seiner Rede gezogen hat. Nicht so fein war Neil Patrick Harris in manchen Momenten. Als er nachdem eine Oscargewinnerin, ihrem Sohn (der Suizid begang) ihre Statue widmete und auf das Thema aufmerksam machen wollte, fiel ihm nichts besseres ein, als sich über das Kleid lustig zu machen. 

Media Monday

13 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Nicht weinen, Franzi. Immer brav die Super Illu lesen, da steht dann drin, wenn er sich von ihr trennt.

    Harris war ganz schwach. Schlechte Gags am laufenden Band und selbst die Eröffnung hat mich nicht so richtig vom Hocker gehauen. Immerhin hat Jack Black das noch etwas rumgerissen. Der sollte das mal moderieren. Am besten zusammen mit Kyle Gass.

  2. Ja, die Tränen von Chris Pine (neben denen von Davod Oyelowo) fand ich total rührend! hat ihn gleich viel sympathischer gemacht.

    Zustimmung bei 1.! Und zu Wes Anderson: ich finde, er klatscht so komisch! Aber irgendwie isser schon goldig, sieht aus wie ein junger Bub…

  3. Von Chris Pine, der kleinen Heulsuse, war ich das erste Mal begeistert, glaube ich. 🙂 Da hatte er mal einen Platz in meinem Herzen, der Schönling. 🙂

    Oh, du hast so Recht – Wes Anderson hat sich wirklich richtig sichtbar gefreut. 😀 Das fand ich auch ganz prima.

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