Mixtape: A Day in the Life of Franzi

Liebe Gemeinde,

heute dürft ihr in meinem Namen tausende Kuchen und Torten vertilgen und feiern, ist ja schließlich mein Geburtstag. Als besonderes Geschenk an euch, möchte ich gerne das persönlichste Mixtape teilen. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Liedern, die mit Momenten und bestimmten Phasen meines 22-jährigen Daseins verknüpft sind. Inhaltlich geht die Reise durch meine Kindheit bis ins Jahr 2012, in dem ich die CD zusammenstellte. Erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht. Erschreckend, wie viel sich seitdem verändert hat. Ihr braucht also nicht noch einmal 22 Jahre auf eine Fortsetzung warten. Versprochen. 

Viel Spaß und einen feinen Tag!

Franzi

1. Micky’s Star-Parade – Ich bin der allergrößte Sportler

Mein Themesong. Egal an welcher Form von Schulsport ich mich beteiligen musste, das Lied war immer präsent in meinem Kopf. Die Platte hatten meine Eltern übrigens von Nachbarn geschenkt bekommen. Wie sich später herausstellte, wurden sie schlichtweg in den Wahnsinn getrieben, da ihre Kinder das Album in Dauerschleife hörten. Meine Brüder taten dies ihre Kindheit über auch. Seit den Neunzigern also auf dem Plattenteller. Meinen Eltern geht es jetzt nach meinem Auszug übrigens wieder gut. Habe nämlich dieses Meisterwerk mitgenommen. 

2. Tears For Fears – Mad World

And I find it kind of funny I find it kind of sad
The dreams in which I’m dying are the best I’ve ever had

Ich war als junges Pubertier von „Donnie Darko“ ziemlich besessen und bin über dem Umweg der Coverversion dann irgendwann auf das Original gestoßen, in dem Text eine viel größere Wirkung auf mich hatte. In dem poppigen Gewand wirkte es immer viel aggressiver und deplatzierter, womit ich mich natürlich sehr gut identifizieren konnte.

Went to school and I was very nervous, no one knew me, no one knew me
Hello teacher, tell me, what’s my lesson? Look right through me, look right through me

3. The Beatles – Twist & Shout

Der Moment, wenn du dir bei einem Geburtstag im Irish Pub einen Song wünscht und plötzlich dafür auf der Bühne twisten musst. Und das als Tanzatheist.

4. Farin Urlaub – Unter Wasser

Farin selbst meinte, dass da von der Stimmung viel Depeche Mode drin ist, was für mich auch irgendwie spürbar ist. Irgendwas apathisches, gefühlstaubes und unglaublich düsteres, was meiner damaligen Verfassung so ziemlich entsprach. Eigentlich wollte ich damals „Kein Zurück“ auf den Mix packen, aber ich hatte da noch nicht den Mut, das Lied mit jemandem zu teilen.

5. Lady Gaga – Telephone ft. Beyoncé

Der Moment, wo bis auf ein Franzi und ein Kerl, der erst Jahre später realisieren wird, dass er schwul ist, alle eine rauchen waren oder nach Hause gegangen sind und somit niemand dieser legendären Karaokebarperformance beigewohnt hat. Ich war übrigens Beyoncé.

6. Pras feat. Ol‘ Dirty Bastard & Mya – Ghetto Superstar

Dieser Clip hat mich in der Kindheit echt traumatisiert. Irgendwie sah es für mich so aus als würden sie ihre Gesichter abziehen und nicht Masken. Schlimm, schlimm.

7. The Smiths – Asleep

Es gibt drei verschiedene Arten von Depressiven: Joy Division, The Cure und The Smiths. Mein Herz entschied sich sofort für den Ian. Oder war es meine mittelschwere Depression? Man weiß es nicht. Jedenfalls war ich nie richtiger Fan der Smiths (Team Marr by the way!), aber zu diesem Song lag ich sehr oft im warmen, hellen Sommer in meinem kühlen, dunklen Zimmer und badete in Selbstmitleid und Selbsthass.

8. Die Ärzte – Mein Freund Michael

Mir wird bis heute von Urlauben erzählt, in denen ich im Kindersitz/Fahrradsitz etc. sitze und begeistert dieses Lied singe und die ganze Familie natürlich mit einstimmt. Ich habe meine musikalische Sozialisierung später auch weitergegeben, so dass mein Cousin meine Coolness übertraf indem er im Kindergarten „Meine Freunde“ sang.

9. Elliott Smith – Coming Up Roses

Es gibt drei Arten von Depressiven (kommt mir irgendwie bekannt vor…): Elliott Smith, Nick Drake oder Jeff Buckley. Auch hier entschied sich mein Herz für ersteren, der mich bis heute mit simpelsten Mitteln emotional vollkommen einnehmen kann. Fast schon brechen kann. Trotz Drogenmetaphorik ist dies der einzige Song des Herren, der auf mich eine motivierende Wirkung hatte. Zarte Anflüge von Hoffnung, die man langsam wahrnimmt und anerkennt.

10. No Angels – Cold As Ice

http://www.amazon.de/Cold-As-Ice/dp/B001SVCOZ4

Auf dem einen Album haben sie sogar ihre Liederchen selbst geschrieben. Das finde ich gut. Und „Cold As Ice“ ist einfach mal ein Ohrwurm. Muss man mal sagen. Im Hort in der Grundschule haben wir Mädchen uns immer geprügelt, wer wer sein darf. Dann wurde getanzt und gesungen. Ich war immer Nadja und weiß bis heute nicht, ob das gut oder schlecht ist.

11. Reinhard Lakomy – Regenlied (Der Traumzauberbaum)

Eine dicke Regenwolke kommt über´s Meer.
Eine dicke Regenwolke leise und schwer.
Hat den Bauch voll Wassereimer,
soviel Wasser trägt sonst keiner.
Muss die Welt begießen, die Bäume und Wiesen
und auch mein Radieschenbeet, das habe ich allein gesät.
Plitsche Platsche, Regentropfen, wie sie auf die Dächer klopfen.
Waschen alles blitze blank, lieber Regen
vielen Dank.
Hast es wirklich gut gemeint, mach nun dass die Sonne scheint.

Ich kann mir eine Kindheit ohne Geschichtenlieder nicht vorstellen. Ich war auch schockiert, dass keine einzige CD von Reinhard Lakomy in dem Kindergarten anzufinden war, wo ich ein paar Monate meines Freiwilligen Sozialen Jahres verbrachte. Wir haben uns „Der Traumzauberbaum“ vor ein paar Jahren angeguckt. Meine beiden über dreißigjährigen Brüder, meine Eltern und ich. Und Massen an „echten“ Kindern.

12. The Everly Brothers – Love Hurts

Mein Pausensong der letzten zwei Schuljahre, wo ich mit meiner damaligen besten Freundin auf der Heizung im Eingangsbereich saß und wir nur darauf warteten, dass unsere jeweiligen Schulschwärme vorbeiliefen. Aus der Zeit stammt übrigens folgender Briefwechsel aus einer Mathestunde:

Lene: Hi Franzi! 🙂

Franzi: Hi, my dear!

Wie geht es dir?^^

Ätzend. Mit einer Spur von Selbstmitleid.

Dito.

Boyfriend?

Ja, wieso bei dir?

Scheiß wunderschöner Herr mit wunderschöner Jacke, den E. Alec getauft hat. Heute hat er mich relativ ausdruckslos angeschaut. Letztens hat er mich gar nicht angeschaut. Davor hat er mich verwirrt an geschaut am Plan. So nach dem Motto „Hö? Du bist immer noch da!?“.

Du bist verknallt?!^^

Halt die Fresse. JK.^^ Ich denke, ich steigere mich in eine Wunschvorstellung, die er eh nicht erfüllen könnte. Wahrscheinlich hat er weder einen guten Musik- noch Filmgeschmack.

Mal mit ihm sprechen?

Ih. Never. Dann würde ich Interesse bekunden und wenn er doof ist, muss ich ihn loswerden. Oder noch schlimmer: Er findet mich scheiße! Oh nichtvorhandener Gott, furchtbar.

Du machst es dir aber auch schwer.^^

Ich bin ja auch bescheuert und dumm.

Stimmt, aber ich liebe dich trotzdem, man!

Schlimmer als Twilight, oder? Aber lustig. Manchmal frage ich mich, ob es auch Zettelchen von Kerlen gibt, die genauso wirr und vor Unsicherheit strotzend sind. Egal, die Gesellschaft ist daran schuld. Und das System.

13. Rhapsody – Unholy Warcry

Damals in der 7. Klasse freundete ich mich mit einem Mädchen an, was solch Musik hörte und auch Mangas/Animes mochte. Bis heute mag ich die EP sehr gerne. Die dazugehörige Klassenfahrt war trotzdem furchtbar, da es eine pädagogische Reise in den Spreewald (glaube ich) war, die dazu dienen sollte, die Klasse zu stärken und zusammenzuführen. Dazu war es wichtig, dass es zwei Arten der Unterkunft gab, Zimmer mit Schrank und Bett und Zimmer mit Matratzen und Heizkörpern zum stoßen und ohne Schrank. Auch war es wichtig, dass eine Autoritätsperson für Disziplin sorgt, Frühsport direkt nach dem Aufstehen um 6 Uhr androht und lauter tolle Teamspiele durchführt und man keinerlei Zeit so verbringen darf, wie man will. Mein emotionales Highlight war ein Spiel, wo zwischen zwei Bäume ein Netz gespannt wurde und die Aufgabe darin bestand, die ganze Klasse auf die andere Seite des Netzes zu befördern, ohne eine Öffnung doppelt zu benutzen. Und ich war auch in der 7. Klasse noch die Klassengrößte und somit auch ein wenig schwerer als die anderen und wurde nach einem sehr peinlichen Versuch des Hochhebens dazu angehalten doch bitte allein einen Weg auf die andere Seite zu finden. 

14. Falco – Mutter, der Mann mit dem Koks ist da

Die Reaktionen, wenn man das singt, ist der Knaller. Vor allem, wenn die Anwesenden nicht mit einer Bravo Hits aus dem Jahre 1996 aufgewachsen sind.

15. Patrick Wolf – Jacob’s Ladder

In Frankreich beim Schüleraustausch in der 9. Klasse habe ich sehr viel Patrick Wolf gehört und fühlte mich sehr isoliert. Alle waren in verschiedenen Dorfschaften untergebracht, meine Austauschschülerin chattete lieber und die Familie ignorierte meine Versuche mich ihnen in ihrer Sprache mitzuteilen und antworteten durchgängig in dem schlechtesten Englisch, was meine Ohren bisher vernahmen. Ich habe danach nie wieder solch leckeren Käse gegessen.

16. Vince DiCola – Training Montage (Rocky IV)

Mein einer Bruder hat dieses Lied täglich gehört. Gefühlt jedenfalls. Ich wusste erst Jahre später, dass es dazu auch noch einen Film gibt. Bis dahin habe ich mich gerne abends aus meinem Bett geschlichen, um an den Computer zu gehen, wenn gerade keiner daran saß, nur um dieses Lied noch einmal zu hören. Vielleicht hätte diese musikalische Untermalung beim Schulsport auch geholfen.

17. Kasabian – Where Did All The Love Go?

Dieses Lied lief auf der Fahrt zur Beerdigung meiner Oma im Auto. Ich weiß nicht, warum dieser Fakt so sehr im Hirn verankert ist, aber die Gesamtsituation war mehr als abstrakt. Fast schon wie eine Sitcom. In der Zeit war ich sehr interessiert an einer möglichen Karriere als Bestatter (Danke „Six Feet Under“…) und traf mich mit einem zum quatschen. Wer hätte gedacht, dass wir uns unter anderen Umständen ein paar Monate später sehen würden, er freudig mich etwas fragen will, ich aber noch mit meinem Heulkrampf beschäftigt bin. Das pures Comedygold und schon während der Situation dachte ich mir, dass das von Außen betrachtet äußerst überzogen sitcom-mäßig war.

18. Silly – Alles wird besser

http://www.myvideo.de/watch/8419291/Peter_s_Pop_Show_1989_Alles_Wird_Besser_Silly

Als ehemalige DDR-Bürger waren Silly für meine Eltern und meine Tante ein wichtiger Einfluss. Eine Band, die vielen aus den Herzen sprach und geübt war, Inhalte so gut zu verpacken, dass ich als Kind überhaupt nicht verstanden habe, was ich da mitsinge. Und auch wenn Ostrock oder generell Deutschrock zu 98 Prozent unerträglich ist, die Tamara Danz war schon eine faszinierende, begabte Peformerin.

19. The Dust Brothers – Main Theme (Fight Club)

Das war eine Zeit lang mein Klingelton. Und eines Tages klingelte es morgens auf dem Weg zur Schule und ich musste umgehend zurück nach Hause, damit meine Eltern mich auf das Gelände des Krankenhaus Elisabeth Herzberge fahren sollten. Ich glaube in das Haus 11. Dort wurde ich als so stabil befunden, dass ich auf die Warteliste für die Tagesklinik für Kinder und Jugendliche (und nicht die geschlossene) kam und dort ein paar Tage später die prägendste und schönste Zeit meines Lebens verleben durfte.

20. Ennio Morricone – Un Amico

„Inglourious Basterds“ habe ich drei Mal im Kino gesehen und es war so schön ein applaudierendes Publikum in einem regulären Kino zu erleben. Das Lied ist allerdings eher mit einem Schulwechsel und einem kompletten Neustart an sozialen Kontakten verbunden.

21. Ohio Express – Yummy Yummy Yummy

http://www.myvideo.de/watch/8978198/Ohio_Express_Yummy_Yummy_Yummy

Ja, auch mit 15 Jahren war ich schon ein filmischer und musikalischer Missionar und habe feine Psychiatriemixe angefertigt. Einer bestand aus diesem Song, 20 Mal hintereinander. Dass noch keine Therapieform nach mir benannt wurde…

22. The Chemical Brothers – The Devil Is In The Beats (Hanna)

Nach der 10. Klasse hatte ich erst einmal ein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht. Auf dem Weg zur Behinderten-WG, in der ich arbeitete, bin ich dazu unglaublich gerne durch den Schnee gestapft.

23. Nine Inch Nails – The Fragile

She shines
In a world full of ugliness
She matters when everything is meaningless

Fragile
She doesn’t see her beauty
She tries to get away
Sometimes
It’s just that nothing seems worth saving
I can’t watch her slip away

I won’t let you fall apart

She reads the minds of all the people as they pass her by
Hoping someone can see
If I could fix myself I’d – but it’s too late for me

I wont let you fall apart

We’ll find the perfect place to go where we can run and hide
I’ll build a wall and we can keep them on the other side
…but they keep waiting
…and picking…

It’s something I have to do
I was there, too
Before everything else
I was like you

Ich habe den Song gerade das erste Mal seit Ewigkeiten wieder gehört. Ist ein bisschen so, wie sich mit all seinen Fehlern und Taten der Vergangenheit zu konfrontieren. Das kann man nicht oft machen. Die Wirkung des Songs blieb jedoch gleich. Aufgrund der Perspektive fühlte ich mich immer angesprochen und trotz meinem damaligen Dasein in einem imaginären, schwarzen Loch, wo alles furchtbar hoffnungslos schien, wirkte es irgendwie schmerzlindernd, wenn wenigstens der Trent Reznor über einem wacht. Und das tut er bis heute sehr kompetent und deswegen ist Nine Inch Nails auch meine Lieblingsband. Denn so pathetisch es auch klingen mag, in den Momenten, in denen ich Menschen darum gebeten habe, mich nicht mit mir allein zu lassen und niemand dieser Bitte nachgekommen ist, da war Trenti-boy immer zur Stelle.

24. Les Misérables – Do You Hear The People Sing?

2012, Franzi ist in den letzten zwei Schuljahren. Sie merkt, dass eine neue Ära bald anfängt und lebt sich noch einmal komplett aus. Wo hat man denn schließlich mehr Narrenfreiheit als auf einer Schule für Sozialwesen mit über 1000 Schülern, wo sich kein Schwein für irgendwen interessiert und alles ausfällt? Sogar der Sportunterricht. Toiletten werden verschönert, Laserschwerter mitgebracht und Vertretungspläne mithilfe von Stempeln kommentiert. Revolution!

Na liebe Gemeinde, seid ihr überrascht? Ich hoffe, ihr fandet trotzdem Gefallen an der Musik. Ich bin ja Verfechter von Ehrlichkeit und habe kein Problem über schwierige, private Themen zu sprechen. Kein Mitleid, keine Selbstprofilierung. Dies ist nur ein Versuch zu zeigen, dass es auch noch eine Phase nach der Depression gibt. Bei manchen entpuppt sich das vielleicht als eine Phase vor der nächsten Depression. Und ein anderer steigert sich in seine Angststörung hinein. Oder in eine Paranoia. Oder in bedenklich intensive Liebe. Oder ist vollkommen hyperaktiv. Oder vergesslich. Oder schusselig. Oder schüchtern. Fakt ist, wenn du den Alltag nicht bewältigen kannst und darunter leidest, dann ist es okay Hilfe anzunehmen. Oder rede mit mir, wenn alle anderen doof sind. Denn solange sich Fans von One Direction aufgrund des Ausstiegs von Zayn schneiden und die breite Masse sich darüber lustig macht, höre ich nicht auf über unangenehme Themen zu reden. Vor sieben, acht Jahren wurde man nämlich begeistert als „Emo“ beschimpft, auch wenn man optisch nichts mit der Subkultur am Hut hatte und alle fanden es lustig. Hat sich seitdem irgendwas in der Gesellschaft verändert? Nö.  Jetzt hat ja jeder AD(H)S und Burnout, weil das ja so super trendy ist. Und jeder weiß da ja so super Bescheid und hat natürlich total Verständnis und so. 

Also Leute, wenn ich das schaffe, schafft ihr das auch! Haltet die Ohren steif und happy birthday to me!

Mixtapes

26 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Happy Birthday!

    Also, ich muss ja sagen, dass Mad World eines der wenigen Lieder ist, wo mir die Coverversion tatsächlich besser gefällt. Und wahrschienlich hat auch der Film geholfen.

    Ansonsten ist die Liste größtenteils ein Querschnitt durch Musikgenres, die ich alle abgrundtief zum kotzen finde (Lady Gaga, No Angels, Pras, Falco und das nervigste Ärzte-Lied aller Zeiten). Wenn ich irgendwann mal auf einen von deinen Geburtstagen kommen sollte, bring ich mir nen Walkman mit.

    Aber viel Spaß beim Feiern, oder was auch immer du vorhast. Rock den Tag. er gehört dir.

  2. Alles Gute zum Geburtstag, liebe Franzi!

    Eine tolle Liste hast du da zusammengestellt. Und was den Briefwechsel angeht: Nein, wir Jungs haben so etwas nicht gemacht. Aber: Uns geht es ganz genauso, wir fressen es nur in uns rein, was noch doofer ist. Insofern: alles richtig gemacht… 🙂

    • Daaaankeschön! ❤️ Naja, ich habe die Liste nicht zusammengestellt. Mein Leben war es. 😂 Und danke, dass du mir wenigstens Einblicke in die Männerwelt gibst. Die anderen Herren haben sich da ja nicht angesprochen gefühlt. ^^ Interessant. Die Vorstellung, dass es solche Briefe auch von Seiten des schönsten Mannes der erwähnten Schule gibt, find ich trotzdem sehr lustig. Aber naja…

  3. Happy Bööörthday to youuu, happy bööörthday to youuu!
    Alles alles Gute und auf die nächsten mal mindestens 22 Jahre, die auch gerne mit noch mehr fröhlichen Liedern untermalt werden dürfen!
    Echt starke Sache, dass du mit den schwierigen Phasen (mittlerweile) so tough umgehen kannst. Das schafft nicht jeder, der sich in einer solchen Situation sieht. Aber Musik ist wahrlich ein Wundermittel:
    Auch wenn man das Gefühl hat, Freunde oder Familie verstehen einen nicht mehr, dann gibt es da draußen mindestens einen Künstler, der dich versteht und für dich da ist.

    PS: Ich gebe es nur ungern zu, aber die No Angels haben mich in gewisser Weise ebenfalls geprägt. Meine allererste CD, eine Single, war auch von denen. Die habe ich sogar noch. Irgendwo…

    • Meine erste Single war auch von den No Angels! OMG! Bei mir war es „Rivers of Joy“! Warum weiß ich das noch?! Oh je…
      Ich danke danke dir und kann dir nur zustimmen: Musik ist ein Wundermittel. Amen!

      Und naja, es fiel mir noch nie schwer über solche Themen offen zu reden. Wahrscheinlich, weil ich schon immer geliebt habe überraschte Blicke zu ernten und die Leute samt meist eigenartiger Weltsicht zu verwirren.😂

      • Bei mir war es „Daylight in your Eyes“… aber ich musste nachgucken. Irgendwo in den Tiefen meiner Schubladen liegt die Single noch, neben einer von Zlatko & Jürgen… Ohweh…

        🙂

  4. Happy New Yeah! Ziemlich coole, und irgendwie gar nicht so peinliche Compilation. Die meisten der Songs könnten auch in einem meiner Mixtapes auftauchen. Was jedoch die biographische Verortung von kulturellen Ereignissen angeht, wäre ich vollkommen aufgeschmissen. Musik ist ein ewiger Fluß, der sich mal ruhig und dann auch mal reißend dahinschlängelt, ohne sammelwürdiges Strandgut zu hinterlassen. Einfach viel zu viele Favoriten, zu wenig wirklich schlechte Musik…

    Feier noch schön!

    • Ich danke dir! ❤️ Ach, mir ist musikalisch nichts peinlich. Man muss nur einfach gut argumentieren können, warum man das jetzt hört. 😂 Interessant, dass du Songs nicht mit bestimmten persönlichen Ereignissen etc. verbindest.

  5. Happy Burzeltag… Team Johnny Marr: Check! Team Elliot Smith: No check. (Jeff Buckley, Check!) Ansonsten fällt mir grad nicht mehr ein, weil ich noch immer so verwirrt bin und ständig an das Gaga Video denken muss… Aber das wird besser. Irgendwann. 🙂

  6. Du erinnerst mich daran auch endllich anzufangen über Musik zu schreiben.
    Dein Mixtape ist durchaus interessant. Beatles, Morricone, Rocky. Das ist top. Das Falco Lied kannte ich noch gar nicht x)
    Und ohja: Die Phasen kenne ich nur zu gut. Musik ist ein perfekter Begleiter, um diese zu durchleben.

    Alles, alles Gute zum Geburtstag!

  7. Nachträglich alles GUTE allerliebste Franzi und hey wir haben das gleiche Sternzeichen und du bist 13 Jahre jünger als ich, auch schön. 🙂

    Danke für den wundervollen musikalischen Einblick in deine Vergangenheit und die tollen und ehrlichen Schlussworte. Ich hätte als Teenager eine Freundin wie dich gebraucht, denn ich war viele Jahre sehr traurig und wütend, was aber nie als Depression erkannt wurde (war damals eben nicht so modern 😉 )… Irgendwann habe ich mich dann eben selbst geheilt. Es ist gut, dass man heute so viel offener darüber sprechen kann. 🙂

    • Na Mensch, die Widderfraktion also. Finde ich gut. Jetzt musst du noch sagen, dass du Linkshänder und rothaarig bist. Dann wären wir quasi BFFs.😂

      Bitte bitte. Ach naja, die Schlussworte sind mir ein wenig entglitten aufgrund von Aufregung und Packstress, aber das wollte ich doch irgendwie loswerden. Wenn auch eigentlich ein wenig fundierter und weniger pathetisch. Ich bin wirklich gespannt, wie der nächste Lebensmix aussehen wird.😂

      Du musst mir das Prinzip der Selbstheilung verraten! Ich entwickle mich zwar ständig weiter und versuche mein Bekloppstheiten zu überwinden, aber ansich bin ich noch mein größter Feind mit Vorliebe für Selbstdemontage.

  8. yaaaay Franzi – alles Gute nachträglich zum Geburtstag! 😀 😀
    Ich finde deine Liste klasse – meine könnte ähnlich durcheinander aussehen.
    Zu dem Song aus Hannah kann man bestimmt super im Schnee stapfen! Und es gab eine Zeit im Leben, da lief Mad World auch bei mir in der Dauerschleife. Zwar weiß ich nich, warum ich das Original nicht gefunden habe, aber … ich war auch schwer begeistert von Donnie Darko. Im Prinzip war ich während meiner Teenagerzeit auch sehr lange sehr depressiv. Und ich kann mich Gorana nur anschließen, ich finde es gut, dass du so offen über Themen wie Depression sprichst und ich denke, wenn ich damals so jemanden wie dich gehabt hätte, wäre es mir auch besser gegangen.

    Und falls es jemals wieder zurückkommt und du jemandem zum sprechen suchst, dann hoffe ich, dass du auf deine digitale Familie zurückgreifst. Wir haben auch offene Ohren.

    Ich hoffe du hast eine fantastische Geburtstagswoche!

    • So, jetzt habe ich mal die Ruhe, dir gebührend zu antworten. Ich danke dir. ❤️ Und ich kann dir nur selbiges offerieren. Wenn der Schuh drückt und alle anderen doof sind, kannst du dir ja meine Handynummer stibitzen.^^ Von Tanja oder den anderen Pappnasen. Ansonsten finde ich es interessant, dass auch du mit ähnlichen Gefühlen in der Pubertät zu kämpfen hattest. Ich empfinde es immer wieder bedenklich, wie viele Menschen, dass einfach nicht ernstnehmen, nur weil Teenager eh entwicklungsbedingt einen an der Waffel haben. Das kann ich nicht so wirklich beurteilen, da ich letztens im Gespräch mit meinen Eltern über die Zeit festgestellt habe, dass ich durch die Erkrankung und die typische ADS-Diagnose plus Folgen eigentlich gar keine klassische Pubertät hatte. Kein erster Kuss, keine erste Drogenerfahrung und was sonst noch dazugehört. Und ich das alles seitdem irgendwie nachhole. Was natürlich teilweise echt nicht meinem Alter entspricht. 😂 Hattest du ähnliche Probleme?
      Und hey, natürlich spreche ich darüber. Das alles überlebt zu haben ist doch etwas worauf man stolz sein kann. Und gesellschaftliche Tabuthemen müssen aus Prinzip angesprochen werden, weil gesellschaftliche Normen konservativ und verlogen sind. Also einfach draufhauen! ^^

      • Dasselbe gilt für mich so ähnlich – ich musste auch vieles an der Uni nachholen. Dabei waren die Umstände bei mir mit Sicherheit nicht so krass wie bei dir. Es ist in meiner Teenagerzeit eher der Fall gewesen, dass man zum Außenseiter gemacht wurde wegen der Sachen die man mag, Klamotten die man anzieht, Dinge die man sagt … alles war falsch. Und dabei bin ich auf eine Kleinstadtschule gegangen, als ob die wüssten wie jemand „zu sein hat“. Im Nachhinein gesehen grotesk und abartig. Aber sie haben es so auf die Spitze getrieben, dass man aus dem Loch praktisch nicht rausgekommen ist. Es macht unendlich viel aus unter einen anderen Schlag Menschen zu kommen.

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