Black Rebel Motorcycle Club (+ Sun And The Wolf) im Astra (26. Juni 2015)

 

Der perfekte Abschluss einer wahrlich perfekten Woche. Nach Primus am Sonntag, Faith No More am Dienstag in Hamburg und Faith No More für „Berlin Live“ am Mittwoch, holte ich mir zum dritten Mal in meinem Leben meine Portion Rock’n’Roll von Black Rebel Motorcycle Club ab. Die einzige noch existierende Band, der ich diesen Lebensstil, dieses Lebensgefühl noch abkaufe. Man weiß immer, was man bekommt, woran man bei den drei Gestalten ist. Und bis heute kostet ein Ticket keine 30 Euro. 

img112 - KopieFür meine zwei Begleitpappnasen war das Spektakel jedoch kostenfrei, da sie aufgrund von Geburtstagen oder besonderen Leistungen der Freundschaft eine entsprechende Würdigung verdient hatten. Trotzdem wollte sich niemand mit mir vorher eine Portion Pommes teilen. Ich schmollte eine Weile, doch als die Vorband zu spielen anfing, besann ich mich wieder auf die wichtigen Dinge des Lebens. Nämlich diese Beine:

Lange hatte ich nicht mehr solch einen Moment des Sexismus (Ich bin auch ein rücksichtsloser Hinterherstarrer. Quasi Sexismus gegen Sexismus, da ich nicht einsehe, selbst manchmal wie ein rohes Stück Fleisch von Herren angestarrt zu werden, aber die meisten männlichen Wesen diese Erfahrung eher selten machen.), aber da mein Hirn mit dem Verarbeiten der letzten Tage beschäftigt war und ich mich aufgrund der Sinnlichkeit der Musik von Black Rebel Motorcycle Club und der Herrlichkeit von Robert Levon Been auf ein Dauersabbern eingestellt hatte, nahm ich es hin. Leah empfand die Band als etwas einseitig, ich konnte mich selbst 5 Minuten später nicht einmal daran erinnern, wie sie klangen. Franzi war einfach nur glücklich. Und dass nur, weil da ein großer, schlaksiger Kerl mit enger Hose und Hemd mit seiner Gitarre steht. Aber hey, hier singt er sogar noch:

Ein weiteres Highlight folgte beim Warten auf BRMC. Ich bin ja immer sehr fasziniert von der Musik, die beim Umbau zu hören ist, aber mit „Eraser“ von Nine Inch Nails hatte ich nicht gerechnet. Damit, dass ich nach dem Konzert wirklich von oben bis unten durchweicht bin auch nicht. Dank der lieben Toilettenfrau habe ich aber überlebt. Meine Kondition war an dem Abend nicht gut und ich musste kurz hinaus, um etwas zu trinken. Leider bin ich kein begabter Wasserhahnbenutzer, doch die feine Dame überließ mir einen der Pfandbecher mit dem ich tatsächlich wieder ganz nach vorn gelangt bin und auch Ellis etwas abgeben konnte. Leah (Nein, nicht die gute Drummerin, sondern meine Twin-Peaks-Abend-Kumpanin.) war verloren gegangen, da sie ungünstig von jemanden ausgeknockt wurde und sich lieber an die Seite platzierte. Es war also ein wilder Abend mit der einzigen Band der Welt, bei der ich mir wünschen würde, dass sie ein wenig kürzer spielen, damit ich genügend Energie habe, um wirklich jeden Song laut mitzusingen und durchgängig die emotionslosen Menschen mit ihren doofen Kameras/Handys in der zweiten Reihe ein bisschen zu ärgern. Manchen Leute bleibt die Magie von Musik in genau diesem einen Moment wohl verborgen. Oder sie wollen sich dieser einfach nicht hingeben. 

I fell in love with the sweet sensation
I gave my heart to a simple chord
I gave my soul to a new religion
Whatever happened to you?
Whatever happened to our rock ’n roll?
Whatever happened to my rock ’n roll?

Musik

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