Stop Making Sense (Jonathan Demme, 1984)

Es ergibt keinen Sinn.

Ein Mann. Ein Kassettenrekorder. Eine Gitarre. Kopfbewegungen. Pickend. Ein Huhn. Zuckendes Bein. Stampfend. Schelmisch. Unbeholfen? Belustigt? Ein Grinsen. Nervosität? Genialität?

When I have nothing to say, my lips are sealed.
Say something once, why say it again?

Ein Mann. Eine Gitarre. Ein Bein. Eine Frau. Ein Bass. Mit den freundlichsten Augen der Welt.

Heaven is a place where nothing ever happens.

Alles aufgebaut. Ein Schlagzeuger. Ein Rhythmus. Treibend. Galoppierend. Mehr Geschwindigkeit. Mehr Adrenalin. Glücksgefühle. Macht der Musik.

With a little practice, you can walk, you can talk just like me.

Weiterer Gitarrist. Ein Wackeln. Näher. Immer näher. Die Kamera in Bewegung. Die Musiker in Bewegung.

So think about this little scene; apply it to your life.
If your work isn’t what you love, then something isn’t right.

Backgroundsängerinnen. Energetisch.  In ihrem Element. Ich will sie kennen. Mit ihnen befreundet sein. Sie sein. Verloren in der Musik. Dynamisch. Verstohlen blickend zu den anderen.

Cool down.
Stop acting crazy.
They’re gonna leave and we’ll be on our own.

Vollständige Besetzung. Stimmung. Explodierend. Vierte Wand. Durchbrochen. So viel Energie. Lebensfreude. Wie? Woher? Warum?

I’m an ordinary guy burning down the house.

Sie laufen auf der Stelle. Sie tanzen. Atmen. Faszinieren. Verwirren. Rennen im Kreis. Ohne Grund.

This ain’t no party, this ain’t no disco,
this ain’t no fooling around.

Buchstaben. Groß. Prangend. Wörter. Wechselnd. Weiß auf Rot. Langsam. Ruhe vor dem Sturm? Alles Schwarz. Drum herum. Um die beleuchteten Gesichter.

We are born without eyesight.
We are born without sin.

Haare nach hinten. Emotionsloser Blick. Wie Nosferatu steigt er empor. Marschierend. Schleichend. Im roten Licht.

Soft violence and hands touch your throat.
Ev’ryone wants to explode.

Hypnotisch. Kein blinzeln. Körper in Bewegung. Kopf in Bewegung. Ansteckend. Schüttelnd. Manisch.

Well, I’m dressed up so nice.
An‘ I’m doin‘ my best.
An‘ I’m startin‘ over…
I’m startin‘ over in another place.

Bücher. Eine Lampe. Und die Liebe. Geborgenheit. Vertrauen. Spürbare Verbundenheit. Untereinander. Füreinander. Greifbar. Ich will nie wieder fort.

I got plenty of time.
You got light in your eyes.
And you’re standing here beside me.
I love the passing of time.
Never for money, always for love.
Cover up and say goodnight, say goodnight.

Anfälle. Predigten. Was will er? Was will ich? Erleuchtungen. Erkenntnisse. Ein Ende. Wird es so enden? Leben. Leben leben.

Same as it ever was…
Same as it ever was…
Same as it ever was…
Same as it ever was…

Sie singt. Aufmerksamkeit liegt auf ihr. Der Blick. Kindlich. Begeistert. Unbedarft. So glücklich.

What you gonna do when you get out of jail?
I’m gonna have some fun.
What do you consider fun?
Fun, natural fun.

Er ist zurück. Sein Schatten groß. Anzug auch. Quadratisch. Hände in den Taschen. Wippend. Wellen schlagend. Abstrakt. In Bewegung. Immer.

I got a girlfriend that’s better than that.
And nothing is better than you.

Große Schritte. Krümmungen. Verborgen im blauen Licht.  Verbogen. Verschmolzen. Eine Einheit. Eine Kuhglocke. Ein Gemurmel. Alle sind dabei. Würdigend. Zelebrierend. Huldigend. Die Porträtierung eines Schuljungen. Eines alten Mannes. Gleichzeitig. Eine Kunst.

Hug me, squeeze me, love me, tease me
till I can’t, till I can’t, till I can’t take no more of it.
Take me to the water, drop me in the river.
Push me in the water, drop me in the river.
Washing me down, washing me down.

Ausklingen. Ausrasten. Ein letztes Mal. Hemd aus der Hose. Verschwitzt. Kreischende Gitarren. Immer schneller. Immer wilder. Keine Kontrolle. Hitze. Die Menschen tanzen weiter. Der Vorhang fällt. Mein Herz tanzt weiter.

The feeling returns
whenever we close our eyes.
Lifting my head
looking around inside.

Es ergibt Sinn.

Randnotiz: Ich habe den Film Freunden gezeigt, Familienmitgliedern, Leuten, die die Musik nicht kannten, alt und jung. Niemand konnte sich der Magie entziehen. Niemand. 

Ewige Filmliebe

3 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Grossartig. Den Film hab ich mir leider noch nie angeschaut, aber das Album liebe ich sehr. Die Musik ist zeitlos, wichtig und fantastisch. Verdammt, jetzt hab ich echt Lust darauf. Same as it ever was…

    • Sehr gut! Das war der Plan. Bin über den bei einer Aktion (3 Arthaus-Blurays für 20 Euro) im Saturn gestoßen. Als Extra ist auch ein Audiokommentar aller Herrschaften drauf. Bin sehr gespannt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: