Pure & Crafted Festival 2015: Freitag (28. August)

Hurtig verging der erste Tag des Pure & Crafted Festival im Postbahnhof. Und sehr entspannt. Nach einem gepflegten Spaziergang haben wir festgestellt, dass wir weder für Motorräder (keinen Führerschein) noch für dazugehörige Bekleidung/Behelmung (keine Street Credibility) geeignet sind. Auch in einer Barthaarbehandlung sah ich keinen Sinn. So wurde stattdessen das letzte Geld für Burritos zusammengekratzt. Lene konnte erneut mit ihrem Charme punkten, was in einer liebevollen Papierfetzenschlacht mit dem Standinhaber ausartete, während ich seelenruhig aß. Danach widmeten wir uns der Musik. 

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Friska Viljor waren wie jede gute schwedische Band sehr unterhaltend. Die Erkenntnisse zwischen den Liedern können nur als goldig beschrieben werden. Trotzt der minimalistischen Besetzung (nur die zwei Gründungsmitglieder) haben sie es geschafft den kleinen, dunklen Club mit einer sonnigen Stimmung zu fluten. 

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Verdammt, schon wieder im Internet beim Googlen von Steven Ansell verloren gegangen. Er hat mal in die Drinks eines Duos gepinkelt, weil die Damen weder zu den Blood Red Shoes noch zu den Tontechnikern freundlich waren. Und es handelte sich doch tatsächlich um die Robots In Disguise, die (Ex)partner von Mr. IAMX und Mr. Noel Fielding. So so. Sehr sympathisch. Auch live. Wir waren ein wenig früher aus dem Postbahnhof gegangen und haben unerwarteter Weise plötzlich in der ersten Reihe Platz genommen. Die Sicherheitsherren waren allerliebst und haben unsere Taschen sicher verstaut oder Lenes Rauchutensilien in der Hosentasche für sie aufbewahrt, so dass sie ihrer Sucht jederzeit frönen konnte. Die Blood Red Shoes haben währenddessen fabelhaft gespielt, versanken jedoch auf der viel zu großen Bühne vor viel zu wenigen Menschen. Diese Band ergibt nur Sinn in einem kleinen Raum voller Schweiß und Gedränge. Irritierend war die Armada an Fotografen, aber ignorierbar, wenn man sich den goldigen Fans mitsamt Blood-Red-Shoes-Unterhöschen widmet. Und ein nettes Mädchen spendierte sogar einen Keks. Was will man mehr.

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Ich las kurz vor dem Konzert zum ersten Mal etwas über die Band, zufällig, denn ich lasse mich gerne unvoreingenommen auf neue Dinge ein. Hat in dem Fall nicht funktioniert. Ich wusste, es geht in diese im Trend liegende Folkrichtung. Ich erwartete seichtes Indie-Mumford-Geklimper und bekam vollendete Langeweile. Hinter mir standen nur noch blonde, süße Mädchen, die vor sich hinträumten, doch für mich musikalisch sehr einseitig. Und dann der atmosphärische Nebel, der nicht einmal zuließ, dass man die Bandmitglieder inspizieren konnte. Da ertappt man sich schon dabei, lieber die vorbeifahrenden Bahnen zu beobachten. 

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Und dann wird man auch noch in dieser Stunde des Übersichergehenlassens fotografiert. Ja, die drei Flitzpiepen da vorne. Das lange Elend, was aussieht wie Alf, das Grinsetier und der Kritische. Nach einer Stunde sind wir dann in den Postbahnhof geflüchtet. 

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Den goldenen Abschluss lieferten die Allah-Las mit perfekten, psychedelischen Klängen. Nur eines hat zum vollkommenen Glück gefehlt: Ein Mensch, der durch die Reihen geht und uns allen voller Liebe eine Pappe reicht. Dann hätte mich aber jemand nach Hause geleiten müssen. Und die Startvoraussetzungen für das morgige, kräftezerrende schwedische Double Feature, bestehend aus Refused und The Hives, wären auch nicht die besten, so gefangen in anderen Sphären. Von daher ist es gut so wie es ist. 

To be continued…

Musik

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