Media Monday #223

1. Wenn ich eins absolut nicht leiden kann, dann meinen Drang mich selbst zu demontieren. Ich habe über den Sommer 11 verdammte Bücher bezüglich meiner Hausarbeit gelesen, habe mir ein Thema herausgesucht, dass wichtig ist, schaffe es aber nicht pünktlich mit der Ausformulierung fertig zu werden, vergesse einen Wecker zu stellen und wache heute 5 Minuten nach Abgabetermin auf. Ich hasse mich manchmal sehr meines Selbsthasses wegen, oh dear. Falls es jemanden interessiert, ich habe mich mit der Darstellung von Opfern von sexuellem Missbrauch (und resultierenden Folgen) in der Kindheit in Filmen anhand der Filme „Das Fest“ und „Vielleicht lieber morgen“ beschäftigt. 

2. Pixar hat mit „Alles steht Kopf“ einen meiner absoluten Lieblingsfilme geschaffen, denn ich konnte ihn mit allen wichtigen Personen, die gerade mein Leben zusammenhalten müssen, im Kino gucken. Und ja, Überraschung, ich bin Kummer.

3. Noch klischeehafter geht es wohl kaum, als diese schlechte Kopie eines herrlich mürrischen Filmschrotts. Da hilft auch mein Ohrwurm nicht:

4. Wenn nur jemand „Tokyo“ erwähnt, gerate ich schon ins Schwärmen, schließlich klappt das mit dem Eskapismus wenigstens, wie am Schnürchen. Das Wohngeld, was ich nachträglich für September bekommen habe, konnte ich dank Urlaubspiraten direkt investieren. Im Februar erwarte ich, dass Bill Murray bitte mit mir karaokiert und mich wieder auf die richtige Spur bringt.

5. ____ ist ja eins dieser Themen, dem ich in egal auch welcher Form noch nie etwas abgewinnen konnte, denn ____ .

6. Der letzte so wirklich innovative Film mit frischen, neuen, unverbrauchten Ideen war für mich nach „Alles steht Kopf“ war „Office Space“ von Mike Judge, denn meine berufliche Karriere besteht ausschließlich aus Probetagen (neben einem Freiwilligen Sozialen Jahr) und resultierenden Ausrastern und anschließender Flucht, Demütigungen, Anschuldigungen oder der Angst, nicht gut genug zu sein. Somit ist das wohl mein Themefilm, der bei mir den dringenden Wunsch auslöst, „Bück dich hoch“ von Deichkind zu hören.

7. Zuletzt habe ich aufgrund der Beteiligung von Stephen Chbosky in die Serie „Jericho“ hineingeschaut und das war interessant und einnehmend, weil mich Gruppendynamiken und menschliches Verhalten in Extremsituationen oft auf emotionaler Schiene erfassen und ich in diesem Fall, sogar nach den ersten drei Folgen unruhig geschlafen habe, schweißnass aufgewacht bin und wohl den Weltuntergang noch verarbeiten muss. Ich sollte mir einen Bunker anschaffen.

 

Media Monday

23 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Ich glaube, ich könnte eine eigene Kategorie für Musikvideos machen. Da fallen mir direkt so einige ein. Oder ich poste mal irgendwann die großartigen Literal Video Versions. Die hier zum Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=vtdT-MWjyFk

    Jericho ist übrigens ganz cool, wenn auch in der Mitte etwas Leerlauf herrscht und das Ende ziemlich zusammengeschustert wurde, da man nur mit Glück ne kurze zweite Staffel gekriegt hat.

  2. Zu 1: Oh nein, aber bist du wenigstens fertig geworden? Oder ist die Arbeit immer noch im Chaos-Zustand?
    Zu 2: Mmmh also jetzt bin ja noch neugieriger. Eigentlich kann ich Animationsfilmen nichts abgewinnen, aber das überschwängliche Lob auf „Alles steht Kopf“ reizt mich schon. Scheint echt toll zu sein der Film.
    Zu 7: Freut mich, gefällt dir die Serie. Obwohl ich ja sagen muss, dass mich die Figuren und Geschichten die sie erleben besonders ab ca. 10 Folgen gepackt haben. Das Erlebnis wird immer intensiver und die Charaktere wachsen unglaublich stark ans Herz. Hätte ich nie erwartet.

    • Ich gebe es einfach morgen ab. Mal schauen, was ich für ein Kommentar ernte. Vielleicht sind sie aufgrund des komplexen Themas auch milde gestimmt. Mal schauen, die Auswertung mit den Dozenten ist erst im November, glaube ich.

      • Und? Hat sich etwas ergeben?
        Je nach Uni wird das ja auch noch mal unterschiedlich gehalten, manchen unserer Dozenten war es völlig egal, wann man die Arbeit abgibt, man sei schließlich alt genug, sich selbst drum zu kümmern. Andere bestanden auf feste Fristen.

        Dein Thema ist aber wirklich sehr komplex und sicher auch herausfordernd gewesen.

      • Keine emotionale Regung erhalten, von daher keine Ahnung.^^‘

        Jap, das ist mir dan auch aufgefallen, als es schon zu spät war. *lach* Daraus könnte man ne Doktorarbeit machen…

  3. Och man, fühle dich virtuell gedrückt! Ich schneide dir ein paar (21?) Gramm von meinem Glück ab und schicke sie dir per stiller Post. Dann solltest du wenigstens ein bisschen weniger unter dem Druck stehen.
    Aber mal nach Tokyo machen um die Karaokebars unsicher zu machen? Klingt cool. Und ich warte jetzt schon sehnlichst auf den Reisebericht. ‚Ne Freundin war erst den ganzen September da und schwärmt immer noch. Und das eigene Fernweh wird währenddessen immer größer und größer… toll.
    Als ich deine 10 Punkte auf mp zu „Alles steht Kopf“ gesehen habe, habe ich mich richtig geärgert doch nicht ins Kino gegangen zu sein. Schätze sowas hätte ich jetzt auch mal gebraucht. 😉

  4. Also, ICH musste damals nochmal ein Hauptseminar belegen und NOCHMAL eine Hauptseminararbeit schreiben… 😦 Das war mir eine Lehre… Obwohl, es war schon lange noch eine Spezialität von mir, alles auf den letzten Drücker zu machen. ABER: ich habe mich tatsächlich schon etwas gebessert! There is hope! 😉

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