#Horrorctober : ParaNorman

Ich verrate euch ein Geheimnis.

Ich liebe „ParaNorman“.

Und jetzt das skandalöse: Ich liebe ihn mehr als „Coraline“.

Wirklich wahr. Und ich frage mich, wie man ihn für konventionell halten kann. Ich saß damals mit meiner Familie in einer kinderbefüllten Vorstellung, manchmal lachend, manchmal weinend, aber immer mit dem Gefühl ein Stück Film mit Herzblut zu sehen.

Doch worum geht es?

Protagonist ist der gute Norman, der ein Faible für Zombies hat und nicht sonderlich beliebt bei seinen Mitmenschen ist. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass er offen mit seiner Fähigkeit Geister von Verstorbenen zu sehen umgeht, ihm allerdings niemand glaubt. Die Eltern sind beschämt, Gleichaltrige meiden ihn. Der klassische Außenseiter.

Und worum geht es wirklich?

Menschen schikanieren. Menschen verletzen. Und im drastischsten Falle bringen sie einander um. Wenn du nicht dem Konsens entsprichst bist du ein leichtes Ziel für Anfeindungen jeglicher Art. Es ist nicht fair und auch nicht gerechtfertigt, doch zumeist geschieht es aus Angst.

Angst vor dem Fremden, dem Unbekannten, was nicht meiner Weltsicht entspricht. Natürlich legitimiert das nicht das bewusste Verletzen anderer, aber es ist ein guter Ansatzpunkt, um sich seiner Verantwortung klar zu werden. Ich bin Täter. Ich bin Opfer. 

Opfer von Ausgrenzung, Gewalt und Diskriminierung und ich bin wütend, traurig und voller Scham. Bedeutet das, dass ich das Recht habe andere zu verletzen? Nein. Groll verbittert und lässt einen nicht zur Ruhe kommen. Man stagniert und verliert durch den vereinnahmenden Hass auf jeglichen Ebenen. 

Dann lieber den Menschen, die in allem eine Bedrohung sehen, konstant den Spiegel vor das Gesicht halten, solange bis sich niemand mehr über diese geniale Schlusssequenz aufregt:

Also, wie kann man den Film bitte nicht mögen?

Horrorctober

5 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Oh Gott ParaNorman! Du kennst ihn?! Weißt du gerade wie ich fangirle? 😀 Es war damals mein erster Kinofilm seit Jahren und damit mein erster Eintritt in die „Kinowelt“ nach meiner Phobie vor Menschenmassen. Ich und meine Freundin sind dort hinein und haben uns beim Vorspann so tot gegruselt, dass wir wieder raus wollten. Aber wir sind eisern sitzen geblieben und was soll ich sagen. Ein sehr, sehr guter Film, der mir bis heute geblieben ist 🙂

    Caroline habe ich aber leider noch nicht geschaut 😦 Vielleicht dieses Halloween?

    • Aber natürlich.^^ Ich ärgere mich, dass ich die Boxtrolls im Kino verpasst hab, aber ansich liebe ich das Studio Laika.
      Wie geht es dir seitdem mit deiner Phobie? Gehst du jetzt öfter ins Kino?

      Ich hab „Coraline“ auf Bluray. Wann kommste vorbei?^^

  2. Iiiich muss ja sagen … Coraline war einer der Filme, den ich niemals wieder schauen möchte, weil er mir viel zu creepy war. Generell muss ich mich mit der Knetfigürchen-Optik meistens erst anfreunden, weiß auch nicht warum. Vielleicht ein Kindheitstrauma? ^^
    ParaNorman klingt jedenfalls echt cool, was die Thematik im Hintergrund angeht uuuund die Abschlussszene ist wirklich genial, weil ich mir genau vorstellen kann, wie darauf hingearbeitet wurde xD Jetzt müsste man sich nur noch zwei Stunden freischaufeln UND motivieren können, mal einen richtig echten Film zu gucken, statt immer nur Serien … 😉

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