Media Monday #236

1. Um euphorisch und gutgelaunt ins neue Jahr zu starten, kann ich euch den Soundtrack zu „Stop Making Sense“ nur empfehlen, denn keine Band schafft es einen so schnell mit Tatendrang und Lebensfreude zu infizieren, wie die Talking Heads.

2. Neujahrsvorsätze schön und gut, aber hinsichtlich Filmen/Büchern/etc. habe ich mir vorgenommen mich ihnen unabgelenkt und mit vollem Herzen zu widmen. Kein Facebook mehr, Handy und PC ausgemacht und komplett fokussiert.

3. Obwohl „Brautalarm“ als Komödie vermarktet wird, muss ich ja sagen, dass ich da ziemlich deprimiert und heulend zwischenzeitlich drin saß.

Noch schlimmer war es bei dem letzten Teil unserer geliebten Cornettotrilogie, die ich komplett zum Start von „The World’s End“ mit vielen tollen Schulfreunden im Kino zelebriert hatte. Ich war danach wirklich fertig mit der Welt. Allein schon der Soundtrack mit all den fantastischen Bands, die von der zelebrierten Freiheit und Jugend singen, aber nein, dazu durfte man dann einem verzweifelten, unglaublich traurigen Simon Pegg in seinen versuchten Selbstmord folgen. Alle finden es lustig, ich nicht. Und blaues Blut, zählt nicht als Blut. Ich will einen neuen dritten Teil der zu „Shaun Of The Dead“ und „Hot Fuzz“ passt.

4. Die neue Staffel von „Der Tatortreiniger“ hatte ich beinahe schon vergessen, bis mich Amazon Instant Prime galant daran erinnerte. Und ich bin erleichtert, dass nach der spannungsarmen 4. Staffel (die letzte Folge ausgenommen) so ein Brett vorgelegt wurde. Jede einzelne Folge entfacht in mir den Drang das gesamte Budget der Tatorte zu stibitzen und den Machern der einzigen kreativen, tiefsinnigen und lustigen deutschen Serie zu geben, um die nächsten 20 Jahre der Serie vorzufinanzieren. Schauet selbst:

http://www.ardmediathek.de/tv/Der-Tatortreiniger/Bestattungsvorsorge/NDR-Fernsehen/Video?documentId=32339248&bcastId=24932130

5. Für die ärzte schlägt mein Fan-Herz seit meiner Geburt. Kann man nicht ändern. Ist die Pflicht eines guten, echten Berliners.

6. Nicht nur aus nostalgischen Gründen würde ich gerne mal wieder nach Schweden. Dennis Lyxzén wohnt da. Zusammen mit seiner Plattensammlung. Noch. 

7. Zuletzt habe ich über meine Kinowoche philosophiert und mich schrecklich über den Untergang meines geliebten Mediums Film durch Bücherverfilmungsfranchisekacke ohne Seele aufgeregt und das war anstrengend, weil ich jetzt jede Woche über sehr viele Filme in dieser Reihe schreiben werde. Und mich wahrscheinlich sehr oft aufregen werde.

Media Monday

41 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Schotty bespaßt mich seit Kurzem auch auf Amazon. Eine ganz fantastische Serie, tolle Dialoge.

    Und einen guten Vorsatz hast du gefasst. Ich gucke Filme und Serien auch lieber ganz in Ruhe und konzentriert. Wie das einigeunterwegs in der Bahn auf einem Friemelbildschirm schaffen und dabei Spaß haben können, will mir immer noch nicht in den Kopf.

    • Ich habe auch keine Ahnung, wie die das machen. Vor allem gucken die meistens nichts leichtes, sondern irgendwelche Serien oder Filme. Verrückt.

      Amen! Und ich habe jetzt erst gelesen, dass wirklich alle Folgen von einer Autorin ausschließlich geschrieben werden. Dachte bei der vierten Staffel, dass die Luft raus ist (bis auf die verrückte Folge, bei der ich danach dachte, dass sie jetzt endgültig den Verstand verloren haben), aber die 5. Staffel ist wirklich von vorne bis hinten auf einem Niveau. Ich kann nur niederknien.

  2. Der Schwede hat eine imposante Sammlung, was ich da so sehe. Hüsker, TIS,Neubauten, nicht schlecht… Hat er aber geerbt, oder ? Mit dem Alter…. ;-)))
    Viele Grüße,
    Gerhard

  3. Aber die Tragik in Peggs Figur ist doch gerade das tolle an „The World’s End“. Ich fand den Film toll, weiß aber auch, dass ich damit ziemlich allein bin… 😉

    • Klar, die Erwartungshaltung spielt mit rein, aber die Art wie die ganze Suizidthematik dramaturgisch angewendet wird hat mich einfach ziemlich fertig gemacht und finde ich persönlich so auch schwierig. Hinzukommt, dass mir das Setting der letzten Minuten viel besser gefallen hat als der restliche Film. Diese blau blutenden Viecher fand ich total doof. Und dann nicht mal ein bisschen vernünftigen Splatter zu bekommen war auch doof. Und du weißt auch, wie dreist das ist, Rosamund Pike so zu verheizen. Das ist eine Beleidigung an sie und alle Zuschauer.

  4. Wüsste nicht, wen man von der Gif-Trilogie der die ärzte eher knutschen sollte. Die einzige Band, bei der ich damals jeden, aber auch wirklich jeden angehauen habe, mir die Alben zu leihen. Fündig wurde ich erst bei meinem alten Chemie- & Erkundelehrer in der Mittelstufe. Eine waschechte Berliner Schnauze. Glaubst gar nicht, wie dankbar ich dem Kerl (gewesen) bin.

    PS: Das Leben ist zu kurz für schlechte Filme!

      • Auch wieder wahr. Haha, der liegt hier schon seit Release rum – ungesehen. Asche auf mein Haupt. Müsste mich auch mal suchen. War das erste mal Crowdsurfen und habe mir fast das Genick gebrochen. 😀 Das Bild müsste göttlich sein.
        Der sowieso!

  5. „Bridesmaids“ hab ich mir diese Woche auch angesehen, und kann dir nur beipflichten: Der Film ist über weite Strecken sehr tragisch und hat mich auch mitgenommen. Dahinter verbirgt sich viel mehr als eine Komödie. Echt super der Film!
    Den Abschluss der Cornetto-Trilogie fehlt mir leider noch..

    • Oder? Vor allem, ich hatte den zu einer Zeit gesehen, wo ich auch schon von dem Gefühl beschlichen wurde, dass ich ungefähr 150 Prozent mehr in die beste Freundschaft stecke als die andere Person. War ein bisschen ein Omen, das Ding. Aber genau die Ebene, macht den Film eben nicht zur dummen Komödie.

      Ich werde den auch noch mal gucken.Vielleicht bin ich jetzt etwas altersmilde geworden.

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