Media Monday #240

1. Die einfallsreichste und/oder skurrilste Handlung hat wohl die 10-teilige Dokureihe „Making a Murderer“ aus dem Hause Netflix, da sie vom tatsächlichen Leben geschrieben wird. Ich finde es schade, dass sich der Hype auf Mordtheorien stürzt anstatt auf das, was zu 100 Prozent schuldig ist: Das fucking Rechtssystem.  Und die fucking Medien.

Auch wenn ich Stunden über meine Einschätzung des Falles, meine Emotionen während des Schauens und mein Gefühl bezüglich des Hauptangeklagten Steven Avery schreiben könnte, schauet lieber erst selbst:

2. Gemessen an ihrem Alter ist „Twin Peaks“ immer noch DIE eine Serie, nach der ich mich immer wieder sehne, wo ich mich zuhause fühle.

3. Glaube ich kaum, dass mein Männergeschmack noch einmal ergründlich wird. Besonders interessant ist der Colin-Farrell-Effekt: Ein männliches Wesen, dass viel zu glatt und zu perfekt aussieht und somit mir gar nicht gefällt, spielt einen Vampir und plötzlich steigt die Attraktivitätsskala ins Unermessliche. Letztens auf dem Martinshof bei den Bibi-und-Tina-Filmen passiert. Holger (den ich in den Hörspiele soooooo doof finde) ist einmal als Vampir unterwegs:

Und plötzlich nehme ich das schon ganz anders wahr:

4. Erwachsen und ernst sein kann ich absolut nicht nachvollziehen, vor allem nicht, das so viele es so abfeiern, schließlich kann man sich als Franzi tagelang selbst auslachen, wenn man tatsächlich ein und dasselbe Intro in der jeweiligen Filmfassung plus andere Songs, die für Kinder konzipiert sind, als wilden Ohrwurm mit sich herumträgt und sogar käuflich erwirbt. Auszüge davon:

5. „Bibi und Tina – Voll verhext!“ beeindruckt ja nicht nur mit einem großartigen Skript, sondern auch mit Olli Schulz als Bösewicht Angus Naughty.

Und ich in männlich habe auch einen Gastauftritt:

Holy shit, ich bemerke, mein zukünftiges Ich hat auch einen Gastauftritt:

6. Episode 4 von „Chef’s Table“ hat mich allein schon dadurch überrascht, dass ich mir etwas gänzlich anderes erwartet hatte, nämlich KEINE erschreckende Unterschiede zu den restlichen fünf Episoden über fünf männliche Chefköche. Die Herren reden über ihre Leidenschaft, die harte Ausbildung in Paris, das Gründen einer Familie und die Hürden etc., aber die Folge von Niki Nakayama ist durchzogen von Selbstzweifeln, dem ständigen sich beweisen und rechtfertigen müssen. In ihrem Restaurant gibt es kein Sichtfenster zur Küche, weil sie nicht möchte, dass ihre Kreationen mit ihrem Geschlecht in Verbindung gebracht werden.

7. Zuletzt habe ich mein Abonnement für Perspective Daily abgeschlossen und das war ein gutes Gefühl , weil ich hoffe, dass das ein Schritt in die richtige Richtung ist und ihr, weil ihr mich genauso verehrt, wie ich euch, das auch tun werdet.

Und ich war natürlich im Kino.

NACHTRAG: Ich sitze gerade sprachlos mit Kopfhörern da. Ich hätte nicht gedacht, dass das Album von Nevermen mich so wegpusten würde. Holy shit, höre ich gerade das beste Album der Dekade???

Media Monday

9 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Chef’s Table lockte mich auch immer, doch anderes drängte sich vor. Aber nach deinen Worten muss ich nun reinschauen. Scheiss Netflix, wieso ist alles sehenswert?
    Und diese Bibi & Tina Videoflut lasse ich jetzt frech aus. 😉

  2. 3. Naja, vielleicht besser als zu berechenbar zu sein. ^^ Das zeigt doch nur, dass du männliche Wesen in all ihrer Komplexität wahrnimmst. Vor allem eben, wenn sie sich als Vampire verkleiden … 😀
    4. *nick*
    Obwohl ich den Titelsong gesungen von diesem geschniegelten Exemplar nur aus Nostalgiegründen nicht sofort abgeschaltet habe. Aber generell finde ich den eher anstrengend pooohooohooosiiiitiiiiiiiv und so.
    Mittlerweile ist man echt fast aufgeschmissen ohne Netflix. o.o Die Köchin in Japan klingt aber spannend. (Natürlich nicht weil auf alles anspringe, was irgendwie mit Japan zu tun hat, nein nein …) Generell gibt es ja glaube ich nur sehr wenige weibliche Chefköche, weil Führungsposition und so. In Japan könnte das sogar noch krasser sein, da das Frau-Mann-Klischeegedöns glaube ich dort noch stärker vorhanden ist als hierzulande.

    • Ahaha, man muss schon einen gehörigen Sinn für Exzentrik haben, um außerhalb der Zielgruppe da so dermaßen anzuspringen.

      Japan, Japan, Japan! Und ja, ich habe noch nie so viele unbestrumpfhoste Beine in Highheels im Winter gesehen wie dort.

      • Exzentrik is ja auch etwas, das man kultivieren sollte, weil es selten is und sonst ausstirbt. Glaub ich. ^^
        😀 Ja, wie Nandalya mal schrieb, hat Japan deswegen wohl auch eine der höchsten Antibiotika-Verschreibungsquoten … Schottland solltest du dir im Winter aber auch mal anschauen. 😀 Gerade wenn man dort auf dem Weg zur Party is, braucht man ja keine Jacke. Und keine Strumpfhose … ^^

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