Kinowoche: Eddie The Eagle & 10 Cloverfield Lane

Taron Egerton hat wirklich eine interessante Rollenwahl. Der junge Herr möchte wirklich nicht auf einen Menschentyp reduziert werden und bisher brillierte er immer. Und wenn man ihm dann noch Hugh Jackman an die Seite stellt, der hier wahrscheinlich die Orgasmussequenz seines Lebens hat, und alles mit 80s-Synthesizern belegt, dann können daraus auch mal die 90 Minuten Glückseligkeit werden, die man sich nach einer Woche an unverhofften Wendungen und schwierigen Entscheidungen verdient hat. Ich liebe den Enthusiasmus von Sportfilmen und die Kraft die sie für einen kurzen Moment auf einen ausüben können. Und das kann mir nicht der größte Zyniker der Welt nehmen. Ich finde die Message toll, ich finde den Humor toll und ich liebe den Cast. So! 

10/10

Ich lese ja grundsätzlich nur Kritiken zu Filmen, die ich bereits gesehen habe. Manchmal kommt es vor, dass so gehäuft über einen Film geschrieben und geredet wird, dass man weiß: Da ist was im Busch. Dann sieht man kurz vor Starttermin den Trailer zufällig im Kino und es wird einem suggeriert: Da ist was im Busch. Und leider erging es mir wie bei „The Cabin In The Woods“. Wieso also überrascht sein, wenn einem doch den ganzen Film über suggeriert wurde, dass etwas im Busch ist? 

Ich möchte den Film nicht verschmähen, denn als Kammerspiel funktioniert er hervorragend. John Goodman gibt alles, Mary Elizabeth Winstead ebenso (Emmett fand ich hingegen nichtssagend, sorry), aber wenn der Drehbuchautor in den ersten Szenen mehrmals die Flasche Alkohol zeigen lässt, dann im Mittelteil im Dialog darauf Bezug nimmt, dann weiß man, diese Flasche wird noch eine Rolle spielen. Und da diese im Auto ist, weiß man, es wird definitiv einen Ausbruch aus dem Keller geben. Da sollte man jetzt nicht so überrascht sein. (Ebenso wenig bei anderen charakterlichen Entwicklungen.)

Ich habe übrigens immer noch nicht „Cloverfield“ gesehen. Werde dies aber nachholen. Bis dahin kann mir aber jemand eventuell erklären, warum unsere fabelhafte, intelligente Protagonistin eigentlich keinen Sinn für Socken oder Oberteile, die über den BH gehen, hatte?

7,5/10

Kinowoche

20 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. „Eddie the Eagle“ sieht nach einem tollen Feelgoodmovie aus. Der wird auf DVD garantiert gesehen. Und Egerton ist so ein grundsympathischer Typ. Toll dass er so gut landen konnte!
    Da mich nun diverse Poster zu „Cloverfield Lane 10“ gespoilert haben, werde ich auf den Kinogang getrost verzichten können. Schade, aber nach dem bescheuerten Quasivorgänger hatte der Trailer doch ziemlich spannend ausgesehen.

    • Ahaha, ich bin so kurz davor mir schlimme Musik a la Van Halen auf den Mp3 Player zu machen. *lach*

      Es ist halt schwierig da von Spoilern zu reden. Er ist solide, aber man hat durchaus das Gefühl, der Drehbuchautor fand sich schon recht clever. Die Leute gehen halt durch den Trailer oder den Titel mit einer gewissen Erwartung hinein, da ist es schwierig zu überraschen.

  2. Fiebere schon seit Monaten (keine Übertreibung) „Eddie, the Eagle“ entgegen. Kann mich noch gut an ihn in Calgary erinnern bzw. ist es fast das Einzige an das ich mich da erinnern kann. Abgesehen von der Abschlussfeier :). Ich hab mich ja kaum getraut, Deine Kritik zu lesen. Wenn Du ihn nun in der Luft zerrissen hättest (passend zum Skisprung 😀 )?! So bin ich aber nun beruhigt und freue mich auf Taron und Hugh. Muss allerdings noch bis zum 11. warten, denn dann gibt es ihn hier in OV. Achja, dass Iris Berben mitspielt, stört mich schon gewaltig. Ich schaue eigentlich keine dt. Filme, weil ich die meisten Schauspieler/innen nicht mag und nun tauchen sie immer mehr in internationalen Filmen auf. Das ist halt der Nachteil, wenn die in Dtschl. gedreht werden. 😦 Hoffentlich ist ihre Rolle unbedeutend.

  3. Habe beide Filme auch schon gesehen (und bewertet ;)) und muss zustimmen: Cloverfiel Lane ist spannend, aber wird zum Ende hin schwach und hat mich dann irgendwie n bisschen enttäuscht heim gehen lassen. Aber bei Eddie hat man einfach ein gutes Bauchgefühl nach dem Film, einfach schön 😉

  4. Pingback: Trivial
  5. „Bis dahin kann mir aber jemand eventuell erklären, warum unsere fabelhafte, intelligente Protagonistin eigentlich keinen Sinn für Socken oder Oberteile, die über den BH gehen, hatte?“

    Weil Socken spiessig aussehen, ganz einfach. Und das Oberteil war wohl Teil ihrer Unterwäsche. Mehrere Teile Unterwäsche übereinander zu tragen scheint übrigens so ein komisches USA-Ding zu sein, genauso wie Badeshorts mit Unterhose drunter (der Trend hat es ja inzwischen bis nach D geschafft) drunter oder 2 Bikini-Oberteile übereinander.

    Aber dafür kann man halt dann die Socken weglassen. Cool, oder? 😉

    • Aber man will sich doch da keinen Splitter zuziehen.
      Das mit den zwei Badehöschen übereinander habe ich auch erst vor einigen Jahren mitgeschnitten. Die spinnen doch, die Menschen.
      Nee, mich hat einfach irritiert, dass die Herren mit dicken Flanellhemden herumlaufen, sie aber so luftig, so dass ich gar nicht wusste, ob ich jetzt mitfriere oder mitschwitze. Solidarität und so.^^

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: