Das gelesene Wort: Nick Cave – The Death Of Bunny Munro

Wenn man ein Buch geschenkt bekommt von jemandem, der es überhaupt nicht mochte und es sich bei dem Autor um Nick Cave handelt, möchte man es aus Prinzip großartig finden.

Und ich wünschte, ich könnte nun eine flammende Rede für dieses Werk halten, doch stattdessen bin ich seit der Lektüre mit dem Konflikt gebeutelt, dass ich Nick Cave zutiefst verehre, ich jedoch seinen Roman absolut nicht mochte.

Natürlich steht hier nicht die schriftliche Kompetenz des Herrn Cave zur Debatte, denn er konnte sich schon immer wunderbarst ausdrücken, doch die Geschichte, die Figuren konnten mir weder auf emotionaler noch kognitiven Ebene etwas geben. Ein schleppender Prozess jenseits der Unterhaltung, ein ganz großes Fragezeichen über meinem Kopf.

Ein Mensch namens Bunny Munro und sein kleiner Sohn, deren Frau bzw. Mutter sich suizidierte, umringt von Vaginas. Selten so oft von weiblichen Geschlechtsteilen gelesen, von solch langweilig plumpen Sexualtrieb. Da kann ich mich auch einfach breitbeinig vor einen Spiegel setzen und meine Vagina anstarren.

Das gelesene Wort

13 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Als ich das gelesen hatte, hat mich danach hauptsächlich die Frage beschäftigt, wie oft das Wort Vagina wohl vorkam. Ich kann Deinen Konflikt also durchaus verstehen. Kennst Du andere Bücher von ihm? Ich nicht, mich hat Bunny Monro abgeschreckt….denn was ist wenn die alle nicht so dolle sind?!

    • Ich hätte eine Strichliste führen sollen. Ich würde grob sagen mindestens einmal pro Seite. Oder? Haut doch sttistisch hin, würde ich sagen.
      Sobald ein weibliches Wesen erscheint. Introduced by vagina. *lach* Das wäre ein echt guter Bandname.

      Nee, die anderen Sachen von ihm habe ich immer noch nicht gelesen. Wobei meine Loyalität so groß ist, dass ich es jederzeit ausprobieren würde. Der Kerl hat mir meinen einzigen religiösen Moment meines Lebens damals verschafft. Da kann ich jetzt nach einem Roman nicht aufgeben.^^

      • Ich war in der ersten Reihe mittig. Und ich hätte bei einem Festival mit solch Graben zwischen Bühne und Publikum nicht erwartet, dass der Herr sich einfach auf die Absperrung stellt, den Arm ins Publikum packt und auf gut Glück gestützt wird und dann einen anguckt, so intensiv, dass du dir nicht sicher bist ob der Teufel oder doch Gott vor dir steht.
        Er war der letzte Act und es stürmte schon ein wenig, aber danach absolutes Weltuntergangswetter. Regen, Sturm, alle mussten ihre Zelte verlassen und in Hallen warten bis sie zum Bahnhof gefahren wurden. Das war alles irgendwie surreal.

  2. und ich war schon mit Lolita stark überfordert… dann weiß ich wohl, was ich niemals lesen werde. Wobei das als Abiturlektüre durch zu nehmen wäre sehr interessant xD

    • Ahaha, „Lolita“ kommt auch in der Doku über Nick vor, also ist die Inspirationsquelle wohl gut gewählt von dir. Ich muss es ja im Rahmen der Buchvorsätze 2016 noch lesen.^^ Ich würde mich etwas beömmeln, wenn ich das toll finde.

      Ich kann mich nicht an den Inhalt meiner Abiturklausuren erinnern. Oh man…

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