Der Eurovision Song Contest & Franzi

Ich musste gerade sehr lachen, als ich zur Feier des Tages einmal meine Lieblinge der ESC-Geschichte kundtun wollte (ab 2000, also wirklich vorm Fernseher miterlebt) und dementsprechend mich durch die Clips des letztjährigen Events klickte und wahrlich alles mir unbekannt vorkam. Ich denke, das fasst das Spektakel gut zusammen.

Trotzdem freue ich mich jedes Jahr auf meine Trashbombe. Vollkommen unvorbereitet, konfrontiere ich mich gerne mit schlecht zusammengeklauter Musik und wirren Performances, um dann zu meckern, dass mein Favorit ganz unten landet. Da entwickle ich die Mentalität eines Fußballenthusiasten, pöble und stopfe alles was in näherer Umgebung (Couch plus Armlänge) essbar erscheint in mich hinein.

Und ich liebe es.

Hier die Auftritte, die es geschafft haben, dass ich sie nicht aus meinem Gedächtnis verdrängt habe:

Bunt mit Gitarren

Der furchtbare Ohrwurm, den man den Abend nicht los wird

Hoch die Tassen

Eine Band, die ich dringend live empfehlen kann (fast schon muss)

Flummibälle

Hipster or Hobo

Meeeeeehr Feuer!

Der schlechteste Gesang, der mir Lachtränen bescherte

Rüschenhemd

Interessante Taktik

Richtige Maß an Creepiness

Was ich in letzter Zeit etwas vermisse

Womit mein Heimatland eigentlich gewinnen hätte sollen

Was meine Oma mochte

Das Konzert der Abschiedstour war sooo toll, außerdem Schwedenliebe

Die Oma mit der Trommel aka Eine Band, die ich dringend live empfehlen kann (ja, immer noch.)

Mein allerliebster Lieblingsclip

Musik

7 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Juhu! Eine schöne Auswahl 🙂 Ich freu mich auch jedes Jahr wie ein Schneekönig auf den ESC, der in meiner Familie allerdings klassisch „Grand Prix Eurovision de la chanson“ genannt wird. Das hat bei uns Familientradition seit … öhm … 1990 oder so? Wir versammeln uns alle vorm Fernseher, bestellen Pizza und feuern unsere Lieblinge an. Und sind mit dem Ergebnis jedesmal unzufrieden und hoch empört. Macht aber nix 😀 Den Vergleich mit dem Fußballgucken finde ich sehr treffend, so ist das 🙂

    • Wir sagen auch eigentlich Grand Prix.😂
      Familientraditionen sind schon was feines.

      Ich wünsche dir heute einen feinen Abend! Mal sehen, ob sich bei uns Favoriten überschneiden.
      Hast du Lieblingsperformances an die du dich noch erinnern kannst?

      • „Hard Rock Hallelujah“ fand ich auch richtig cool, davon kriege ich heute noch einen Ohrwurm, wenn ich das höre 😀 Ich bin außerdem ein kleines bisschen stolz auf Stefan Raab und Guildo Horn, die den Trend der ESC-Blödelauftritte gesetzt haben (dass Deutschland mal einen Trend setzt und nicht ständig jahrelang hinterherhinkt, ist nämlich eine Seltenheit 😛 ). Oh, Max Mutzke, den mochte ich auch „Can’t wait until tonight“ mit dieser erdigen Soulstimme, Hach. 🙂 An Lenas Sieg 2010 kann ich mich auch noch gut erinnern, da war ich in Saarbrücken zum Kulturjournalismus-Workshop auf dem Deutsch-Französischen Theaterfestival Perspectives. Das war eines der wenigen Male, wo ich den ESC verpasst habe, aber genau in dem Moment, in dem Lenas Sieg verkündet wurde, kam ich an einer Reihe von Kneipen vorbei. Ich hörte das Jubeln, sah die Bilder auf den Fernsehern und das war eine so schöne Stimmung.

        Letztes Jahr haben mir Belgien mit „Rhythm inside“ ( https://www.youtube.com/watch?v=xV2b3L1K6_c ) und Estland mit „Goodbye to yesterday“ (Hat ein bisschen was von Nick Cave und Kylie Minogue in „Where the wild roses grow“, schön düster-melancholisch https://www.youtube.com/watch?v=Xsx_dIJOtgI ) richtig gut gefallen. Schade, dass nicht einer von denen gewonnen hat, sondern dieser semischnarchige massenkonforme Schwedenschnulzpop :-/ Auf heute Abend bin ich sehr gespannt, dieses Jahr habe ich die Vorentscheide verpasst, daher kenne ich noch keinen der Beiträge, außer dem von unserer Jaimie-Lee (die ich sehr sympathisch finde und das Lied ist erträglich. Ich hoffe, sie krebst nicht auf den letzten Plätzen herum, das wäre schade drum).

        Ich wünsche dir auch einen schönen Abend 🙂

  2. Ich glaube den ESC zu schauen hatte bei uns mehr Langweile-Unterhalttungsfsktor als eine Tradition, obwohl Jedward sowie Lordi einfach liebe… abgesehen davon waren sämtliche Skandinavier aus deinem ESC Mixtape am besten, also musikalisch 😀

    Ich finde die haben es einfach drauf!
    Was ich so faszinierend finde ist, dass Lordi sich dieses schmucke Kostüm an der Bühne antut.. die müssen schwitzen. Wie wäscht man diese Dinger überhaupt?! und… slawische Sprachen klingen irgendwie eigenartig-einschläfernd-lustig.

    Viel Spaß übrigens! Wer vertritt eig. Deutschland?

  3. Ich war übers Wochenende bei einer Freundin zu Besuch und wir haben uns etwa die Hälfte der ESC-Performances angesehen. Falls ich es jemals vergessen hatte, so weiß ich seitdem wieder, warum ich diese Veranstaltung seit Jahren meide. 99 Prozent der Beiträge bestehen aus belanglosem Pop mit Elektro-Stampf-Rythmus (der auch von Helene Fischer verwendet wird) oder sonstigen ausgelutschten Zutaten. Seitdem die Teilnehmer fast alle auf Englisch singen, bemerkt man leider wie hohl die Lyrics sind.

    Der Siegertitel aus der Ukraine, „1944“ von Jamala, war wirklich der beste. Wobei mich auch hier die überbordende Lightshow und die nervtötenden visuellen Effekte unheimlich gestört haben. Man wird als Zuschauer dazu gedrängt, Epilepsie zu entwickeln. Aber scheinbar braucht das der ESC um von der kaum vorhandenen Qualität der Songs abzulenken, was ja scheinbar funktioniert.

    Jamie-Lee aus Korea/Japan hat allerdings diese Abstrafung durch den letzten Platz nicht verdient,.

  4. Nachtrag zu meinem Kommentar von vorgestern:
    Die Parodie-Nummer der beiden Moderatoren war natürlich herrlich. Hab mich fast weggeschmissen. Warum hat die eigentlich nicht gewonnen? 😉

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