Kinowoche: Independence Day: Wiederkehr, Star Trek Beyond & High-Rise

Liebe Gemeinde,

den Media Monday schaffe ich leider das zweite Mal in Folge nicht, aber wenigstens meine Kinogänge der letzten zwei Wochen müssen geteilt werden. Gewinnspielauswertung wird auch folgen, bin nur gerade in einer allgemeinen Organisationsphase und natürlich aufgeregt bis panisch, da heute Abend meine erste Nachtschicht allein folgt und ich hoffe, dass das Hostel danach noch stehen wird.


Wenn ich an Filme aus der Kindheit denke, denke ich mit sehr viel Liebe an „Independence Day“, den ich bis heute leidenschaftlich verteidige als schönes Beispiel für Popcornkino, wo Kerle sich küssen, Stripperinnen nicht nur Fleisch sind und Patchworkfamilien nicht nur als Negativbeispiel existieren. Außerdem spielt Data mit.

Und irgendwie habe ich es geschafft, eine vollkommen gleichgültige, nichts erwartende Haltung zum 2. Teil zu entwickeln. Freudig, aber ohne Ansprüche. Okay, zwei Dinge fand ich wirklich doof. Okay, drei…

  1. Will Smith’s Ableben augrund von Whatever war jetzt nicht gerade clever bis glorreich eingebaut.
  2. Ich hatte mich mega gefreut, dass wenigstens Vivica A. Fox mit von der Partie ist, aber dass was in Bezug auf sie passiert, ist echt nicht fair.
  3. Wo zur Hölle ist Conny? Jeff Goldblum darf nicht ohne sie in dem Film sein.

Dafür wurde ich mit einer anderen zu Tränen rührenden Beziehung vertröstet. Das war nett. Genauso wie der Versuch jeden Moment des ersten Teils zu replizieren. Hätte schlimmer kommen können, als das die Menschheit mal zusammenarbeitet. Wer mehr von einem Emmerich erwartet, sollte keinen Emmerich gucken.

7,5/10

Mir ist diesmal etwas lustiges passiert. Es gibt so gewisse Franchises, da brauche ich einfach einen Vorspann, oder dass simpel der Titel zu einer tollen Musike erklingt, um mich zuhause zu fühlen. Hier der Fall. Nur irgendwie wurde dies nicht befriedigt. Selbst nach bestimmt einer Stunde Laufzeit sehnte ich mich nach dieser Art der Erlösung. Schlimm. Dadurch habe ich gelernt, wie grundoptimistisch ich bin, dass ich selbst bis kurz vor Abspann noch Hoffnung bezüglich eines Vorspanns habe.

Desweiteren habe ich gemerkt, dass ich zu J.J. Abrams doch mehr Gefühle hege. Ich habe seine Art wirklich vermisst. Bei manchen Szenen wurde ich fast wehmütig und dachte bei mir: „Ach, jetzt wäre doch ein Lens Flare angebracht.“ Und irgendwie waren die Beziehungen der Crew nicht mehr ganz so stark. Vielleicht war ich auch einfach nur jedes Mal traurig, wenn ich Anton Yelchin gesehen habe. Man weiß es nicht. Jedenfalls muss ich für ein endgültiges Ergebnis dem Ganzen ohne die Erwartung auf eine Titelsequenz und somit etwas entspannter nochmals entgegentreten. An sich fand ich die Beastie-Boys-Hommage aber unauthentisch, eben weil das J.J.s Ding ist und die Herrschaften tatsächlich mehr als zwei Songs im Repertoire haben, so dass man nicht unbedingt „Sabotage“ hätte nehmen müssen. Man ey.

Und was gar nicht geht sind neue Popsongs in Abspännen. Mehr Respekt für die Komponisten, hallo!?

PS: Was sagt Scotty im Original anstatt „Schätzchen“? Ich hätte ihn für das Wort töten können.

7,5/10

Ich weiß nicht, aber irgendwie finde ich Sachen von Ballard, Burroughs oder meinem Hunter S. Thompson perfekt für das Medium Film. Das kann sich auch 6 Stunden langziehen, ohne das tatsächlich etwas passiert, ich bin da mit irgendeiner Ebene meines Kopfes vollkommen drin. Jetzt kann ich auch die allgemeine Euphorie für das hübsche Cover von Portishead verstehen und fühle mich beim Schreiben dieser Worte noch nicht recht in meiner derzeitigen Realität angekommen, während der Soundtrack im Hintergrund vor sich hinklimpert und Woody erfolgreich eine Fingerpuppe erlegt.

7,5/10

Kinowoche

5 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Bist nicht die Einzige, die die Emotionen der Crew als „schwächer“ empfunden hat… Aber nach gut einigen Jahrhunderten?! Space-Travelling kann man schon mal müde werden. Irgendwann geht man sich dann doch schon mal auf die Nerven.

    PS: Viel Glück bei der Nachtschicht, du schaffst das 😉 Ich denke Computer neigen eher weniger zur spontan Entzündung.

  2. Oh, das mit dem „Schätzchen“ habe ich mich auch gefragt, wie schön, dass ich nicht die Einzige bin, die dabei jedesmal innerlich zusammengezuckt ist 😀 Hmm, vielleicht „Sweetheart“ oder sowas? Ist aber auch nicht viel besser. Aber Simon Pegg verzeihe ich so einiges, der ist einfach strunzsympathisch 😛

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