Lollapalooza Festival im Treptower Park (10. & 11. September 2016)

Kinders, wisst ihr noch damals, letztes Jahr, wo das Lollapalooza zum ersten Mal auf dem Tempelhofer Feld in Berlin stattfand? Wenn nicht, kann man das an dieser Stelle nachlesen:

Lollapalooza 2015

Dieses Jahr erwartet euch nicht nur eine neue Location, nein, ich habe auch eine meiner zwei Begleiterinnen um ein wenig Text gebeten. Also diesmal zwei Meinungen zum Preis für eine.

Ist das nicht schön?


Samstag, 10. September

So sind wir also am Samstag gen Treptower Park gepilgert, im Sonnenschein, voller Freude. Der Bändchentausch extern am Ostkreuz dauerte Sekunden, alles pflegeleicht, alles schick.

Was mir beim Ortswechsel vom Tempelhofer Feld zum diesjährigen Veranstaltungsort Treptower Park sofort auffiel, war die erhöhte Menge an Menschen zu früher Stunde schon. Das hatte mich in Bezug auf die erste Band des Tages natürlich sehr gefreut, aber an sich empfand ich die Ausmaße der Menschenmassen in Kombination mit der mir begegneten Attitüde als sehr unangenehm. Doch dazu an passender Stelle mehr.

Was gibt es noch zu sagen?

Dadurch, dass ich das Line-Up nicht ganz so gigantisch fand, wie im Jahr davor, freute ich mich eigentlich primär auf das Essen. Das stellte sich auch als das Beste heraus. Richtig lecker Burger, richtig lecker Indisch, wunderbar.

Die Aufteilung des Geländes war hingegen eine Katastrophe. Der Weg von den zwei Main Stages zur Alternative Stage entsprach einer Weltwanderung, da es einfach sehr zäh auf dem Weg zuging. Der Weg war zu schmal für die Anzahl von Menschen. Und es gab nur einen Weg. Was auch einfach nicht clever gelöst ist, wenn man bedenkt, wie schnell eine Panik ausbrechen kann oder irgendein Unfall geschehen kann. Allein schon durch die Hitze, bei der natürlich nirgends Wasser ausgeschenkt wurde. Super.

Noch schlimmer war die Toilettensituation. Es war natürlich wundervoll, dass es Dixiklos gab. Danke, liebe Veranstalter! Anstatt ein paar Wasserhähne und Seife hinzustellen, damit man seine Hände waschen könnte oder sich einfach ein paar kühlende Tröp´fchen ins Gesicht zu schmeißen, aber dann würden die Menschen bestimmt keine Getränke mehr käuflich erwerben. Dann stellt man halt pro Toiletteninstallation vier Spender von Desinfektionsflüssigkeit hin, sind auch ergiebig, halten mindestens eine Stunde. Und das schöne ist ja auch, dass der Staub vom Gelände dadurch an den Händen noch schöner klebt und eine tolle Kruste entwickelt.

Doch nun zu dem wichtigsten, jedenfalls für mich und meine zwei Begleiterinnen: Die Musik.

Dubioza Kollektiv:

Leah:
Haben am meisten Spaß und Party gemacht!
An solchen Künstlern merkt man immer wieder, wie viel toller es ist, wenn Kommunikation zwischen Bühne und Publikum stattfindet. Gute Laune ist nicht zu vermeiden bei den Typen. Ich will sie mir noch 3286x reinziehen und einen trinken mit ihnen!
Sie lassen sich außerdem in keine Kategorie quetschen, weil sie einfach Spaß zusammen haben, das sind definitiv Freunde.

Ich habe Dubioza Kollektiv als Vorband von Faith No More kennen gelernt. Als eine Vorband, die es geschafft hat, dass man schon vor der Hauptband schwitzt. Allein ihre deutsche Ansage lockert die Atmosphäre ungemein, doch besonders die Chemie der Bandmitglieder überträgt sich einfach von der ersten Minuten auf das Publikum. Sie sind lustig, sie sind politisch, sie haben Ecken und Kanten. Ich mag die. Und Arte auch:

http://concert.arte.tv/de/dubioza-kolektiv-lollapalooza-festival-2016

Lindsey Sterling habe ich nur kurz beim Gang zum Essen begutachtet. Kann mir also keine Meinung erlauben. Wir waren uns allerdings nicht recht sicher, ob sie live spielte. Klang verdächtig glatt und perfekt.

Catfish & The Bottlemen ist eine nette Rockband für junge Menschen, die noch nicht wissen, was jenseits der Spotify- und Mainstreamradioplaylisten auf einen wartet. Für mich persönlich zu brav und belangslos. Und mich widert irgendwie Goldschmuck an Herren mit offenen Hemden an.

Kaiser Chiefs:

Leah:
Waren extrem langweilig, wobei wir trotzdem viel gelacht haben (Katy Perry und Coldplay-Momente). Der Sänger war sehr bemüht und hatte glaube ich wirklich gute Laune, aber leider waren die Songs alle sehr eintönig und zu glatt. Trotzdem verbinde ich den Auftritt nicht nur mit Langeweile, weil wir uns schön über die ganze Situation beömmelt haben.

Ich habe Tage nach dem Auftritt gelesen, dass der Herr Sänger wohl gerade Jurymitglied einer Castingshow ist und plötzlich ergab alles Sinn. Die alten Songs wurden vor einem halbgaren Publikum so aufgeführt, wie sie es verdienten und dazu mit neuen Werken des bald erscheinenden Albums garniert. Diese Fremdkörper namens Songs haben mich, trotz der Lektüre einiger anderer negativen Festivalberichten hier, dann doch ein wenig schockiert. Da standen wir auf einmal da und konnten über die eine Melodie passend „Firework“ von Katy Perry singen. Wenn ich so etwas hören wollen wöllte, würde ich zu Coldplay gehen. Nein, einfach nein.

Odesza:

Leah:
Shitshitshit.
Kann ich nicht als Livemusiker respektieren bzw. ansehen. Sie haben Knöpfchen gedreht (alle 2 Minuten) und sich selbst geil gefunden. Die ganzen 16-jährigen im Publikum standen mega drauf und waren mir allesamt unsympathisch! Dann immer noch lieber Paul Kalkbrenner, der mixt wenigstens live.
Shit.

Ich glaube ich habe mich noch nie so fehl am Platz gefühlt. Ungefähr so:

Dem Trugschluss erlegen, dass danach schon New Order auf der Bühne Platz nehmen würden und ich hoffentlich nach deren Konzert vor einigen Monaten (oder ist es schon ein Jahr her…) ein wenig Frieden mit ihnen schließen könnte, standen wir sehr weit vorne inmitten von 14- bis 18-jährigen, die begeistert ihre Smartphone und Arme räkelten. Als wäre die Musikgeschichte auf Null gesetzt, als hätte es niemals die Beatles, die Beastie Boys oder wenigstens die Beatsteaks gegeben, die einem die Magie von Musik näher bringen könnten. Uns von außen betrachtet fand ich sehr lustig, innerlich war ich sehr am fremdeln.

G-Eazy:

Leah:
Anekdote: Alle quetschen sich nach vorne und wir dachten, New Order seien jetzt dran und haben uns schon sehr gewundert, aber dann kam ein Rapper-Guy.
Nur vom Rand gehört, kam mir ein bisschen pathetic vor, aber immerhin gab’s ein „Fuck Donald Trump“. Und wieder lauter junge Mädels, die den ganz toll fanden.
Mehr kann ich zu dem nicht wirklich sagen.

Noch nie habe ich in ein schmerzvolleres Gesicht geschaut als nach der Erkenntnis, dass die Teenager sich nicht Richtung Main Stage fortbewegen. Nach der Verwirrung folgte ein Blick auf den Plan. Verdammt, noch ein mir unbekannter Act der verdächtig nach mir unverständlicher Massenkompatibilität roch. Wir setzten uns an den Rand.

Lene saß nämlich dort und wartete auf uns. Sie erzählte uns von einem Mädchen, dass wohl in Richtung Odesza an ihr mit den romantischen Worten „Du bist fett.“ vorbeiging. So muss das sein, liebe pinkhaarigen, zierlichen, kleinen Damen mit bepiercten Gesicht, die gestylt und beglitzert mit ihren Freunden das große Festivalfeeling genießen. Bravo. Feminismus 4 the win und Festivalmoral 4 life.

Jedenfalls war ich positiv auf auditiver Ebene von Cheeeeezy, wie ich den Herren liebevoll bezeichnete, überrascht. Klang nicht wie ein Vollpfost, hatte wohl auch andere Menschen zu melodiöser Untermalung auf der Bühne und machte mir meinen Klogang mit seinen Anti-Trump-Parolen fast schon zum Vergnügen. Hatte mich leider nicht getraut auf dem Rückweg dem einsamen Herren im Nine-Inch-Nails-Shirt zu meiner Lieblingsband zu gratulieren, um dann spontan durchzubrennen, in Vegas zu heiraten, um dann am Ende die Beziehung aufgrund von persönlichen Differenzen zu beenden.

New Order:

Leah:
Schöne Musik, nur leider keine Festivalband. Es gab kaum Kommunikation und auch die Musik und Lichtshow haben keine tolle Stimmung verbreitet.
Würde sie mir lieber in einer Headlineshow ansehen, anstatt auf einem Festival, aber ich gebe ihnen noch eine Chance.
Zum Glück gab es kein Ian-Gebrülle!

Ich denke das Bild sagt alles. Hier hatte niemand Lust. Meine Kumpanen wusste um meine angespannte Stimmung aufgrund der letzten Konzerterfahrung und waren dementsprechend auch neugierig und bereit alle Menschen, die Suizid glorifizieren zu verprügeln. 

Und ich kann beruhigt sagen, dass sie den Joy-Division-Part geändert haben. Es war eine würdevolle Reminiszenz. Was ich allerdings einfach nicht nachvollziehen kann, ist die Songauswahl. Warum müssen es denn immer die schweren Stücke sein? Warum denn nichts schnelleres, wo die Leute ihre Freude ein wenig behüpfen können? Also nicht, dass sie das gemacht hätten. Hier wurde starr und emotionslos auf die gelangweilte Show der Band reagiert. Schade, da fühlte ich mich am Abend sehr schuldig bezüglich meiner Actwahl für den Tag, obwohl ich ja eigentlich aus Prinzip immer einen guten Musikgeschmack habe.


Sonntag, 11. September

Aurora:

Leah:
Zum zweiten Mal gesehen und bin immer noch bezaubert.
Ein schöne und sympathische Elfe macht ihr Ding auf der Bühne, auch die Band im Hintergrund wirkt sehr sympathisch.
Nachdem Friedl gesagt hat, sie will ein Orchester und Björk mit ihr zusammen packen, kriege ich diese großartige Idee nicht aus meinem Kopf.
Außerdem kommt ein schönes Herr-der-Ringe-Feeling auf mit genau der richtigen Art von Kitsch und Melancholie.
Aurora = einfach schön.

Zweiter Tag, zweite Chance für ein besseres Händchen der Interpretenwahl.

Ich verliebte mich erst einmal. Ich traue mich noch nicht an ihre Tonträger, aber live hat die gute Skandinavierin mich vollends überzeugt. Wunderschön, stark und zerbrechlich zugleich mit einer Ausstrahlung, die neidisch macht. Sie war auf eine einnehmende Art zurückhaltend, die selten das Publikum erreicht. Sehr faszinierend. Und ihre Songs waren zugleich äußerst radiotauglich, als auch irgendwie kantig ehrlich. Hat sogar in der furchtbaren Hitze funktioniert.

http://concert.arte.tv/de/aurora-lollapalooza-berlin-2016

Bilderbuch:

Leah:
Zusammen mit Dubioza auf Platz 1 für mich.
Lustig, Stimmung und Sexappeal.
Ich kannte die vorher nicht und bin jetzt Fan!
Beim nächsten Gig in Berlin werden zu jedem Hit Requisiten mitgebracht und auf die Bühne geworfen (Woher kamen all die Rosen??)
Bin verknallt in Bilderbuch und freue mich, dass es doch noch deutsch singende Bands außer Die Ärzte gibt, die solchen Witz und Stil haben.

Ich war ja schockiert, als ich laß, dass die Herren so früh spielen. Und dass Leah noch nie etwas von ihnen gehört hat. Obwohl sie mit dem Neo Magazin Royale vertraut ist und somit eigentlich diese Performance kennen müsste:

Jedenfalls habe ich gehört, dass man sich wie bei allen großen Dingen entscheiden muss, in dem Fall Wanda oder Bilderbuch. Da ich den Sänger von Wanda irgendwie eklig finde (Sorry, neutraler kann ich mein Gefühl, wenn ich diese Jacke sehe, nicht formulieren.) und mir der Humor von Bilderbuch mehr liegt, war für mich die Sache klar. Da kann man also doch mal dem Hype glauben und live abgehen, sich beömmeln oder einfach mal in den Mittschnitt schauen:

http://concert.arte.tv/de/bilderbuch-lollapalooza-berlin-2016

Milky Chance:

Milky Chance habe ich eher passiv gesehen, empfand ihn aber irgendwie als unsympathisch auf der Bühne, war auch nicht ganz meine Musik. Essen davor war aber lecker. Der Weg zur Kinderecke war auch wieder mal zu stressig als dass wir die Strapazen aufgenommen hätten, also wieder gen Main Stage hüsch hinteinander laufend. Plötzlich war Lene weg. Kein Handyempfang, Trinken und alles in ihrem Rucksack, Lene weg. Leah blieb stehen und spielte Leuchtturm während ich durch die Reihen huschte und alle durch mein ständiges Hin- und Herrennen in den Wahnsinn trieb. Keine Spur von Lene. Wir einigten uns so wie sie zu denken und kamen zu dem Entschluss uns vor die zweite Hauptbühne zu setzen, weil klar war, dass wir James Blake sehen wollten. Und da saß sie tatsächlich schon und erzählte, dass sie uns verloren hat, weil sie in ein Loch getreten ist. Und dann hinfiel. Und dann ihr jemand direkt in den Hacken getreten ist. Und ihr natürlich keiner aufgeholfen hat. Surprise.

James Blake:

Leah:
Wunderschöne Stimme.
James war total versunken in seiner Musik und dabei total niedlich und ich will ihn umarmen und ihm einen heißen Kakao geben.
Der Schlagzeuger war heiß.
Friedl erwähnte etwas von „Wunderkind“, weiß nicht, ob ich das auch so sagen würde, aber durchaus gute Popmusik, in der man sich ein wenig verlieren kann.

Während ich also dastand und dem Herren mit der berührenden Stimme lauschte und wartete, dass Leah ihre Vorliebe für den Drummer kundtun würde, (während ich den anderen Herren am Keyboard präferierte, so am Rande erwähnt) wurde es langsam, langsam dunkler und die Schmerzen von Lene größer, so dass wir nach James und seinem tollen Hemd gen Sanizelt humpelten. Immer schön im Groove von Major Lazer.  Und dann saßen wir da während Lene im Zelt behandelt wurden. Haben nicht einmal gratis Wasser bekommen und wurden von dem Sicherheitsmenschen penetrant beäugt. Und dann kam der plötzliche Abschied. Lene musste mit ihrer Vorgeschichte bezüglich Bänderrissen etc. vorsichtshalber ins Krankenhaus. Da waren es nur noch zwei Anwärter für die Radioheaderfahrung.

http://concert.arte.tv/de/james-blake-lollapalooza-berlin-2016

Radiohead:

Leah:
I.CAN.FUCKING.DICK.ON.FUCKING.RADIOHEAD.
Langweiliiiiig. Fast alles klang gleich. Wenn ich jetzt an den Auftritt zurückdenke, denke ich ans Leiter umtauschen und habe dabei einen bestimmten, hohen, summenden Sound im Ohr, der sich gefühlt durch das ganze Set gezogen hat. Große Enttäuschung, habe ein bisschen was erwartet, aber es kam nichts.
Alle anderen sind Aliens, die haben sie nämlich als Genies gefeiert. Friedl und ich waren die einzigen, die die kacke fanden. Wenigstens gab’s „Creep“, der Song hat für mich jetzt eine neue Bedeutung. Weil „I don’t belong here“ dachte ich die ganze Zeit und maybe I’m a weirdo.
Fuckin‘ dick on ‚em.

Ich denke mich kann man so ganz gut zusammenfassen:

Und ja, ich nehme alles ab „Kid A“ so war:

Man kann also sagen, ich bin nicht ganz vorurteilsfrei an den Auftritt gegangen. Ich hatte die Hoffnung durch eine lebendige Darstellung vielleicht doch endlich verstehen zu können. Mich öffnen zu können. Und ich möchte sagen, dass ich diese Antihaltung nicht aus Langeweile oder Antipathie entwickelt habe. Ich habe sie mir über Jahre erarbeitet! Das war harte Arbeit sich alle Alben in chronologischer Reihenfole anzuhören, genauso wie die unzähligen Diskussion mit diesen furchtbaren Fans, die sich als Musiknerds ausgeben, elitär und humorlos und mir ernsthaft erzählen, dass nichts anspruchsvoller und intellektueller ist als dieses dauerjammerndes unstrukturiertes Stück Langeweile? Da würde ich freiwillig mir 10 Stunden das live anschauen:

Da sitzt du da eine Stunde vor dem Auftritt und alle stehen schon, drängeln sich zu Tode und du weißt, die spinnen doch alle auf dem diesjährigen Lollapalooza. Rücksichtsloses, unentspanntes Pack.

Man steht auf, das Set beginnt mit „Burn The Witch“, was man sogar mag und man ist guter Hoffnung. Überall Hardcorefans. Engländer vor einem, die die Genies preisen, lustig lauter leidenschaftlicher Mitsinger hinter einem. Doch nach dem erfreulichen Start folgten Stunden, gefühlt Jahre, der Gefangenschaft in einer Klangkulisse in der jeder kleinste veränderte Ton, jedes kleine Geräusch von Thom Yorke frenetisch bejubelt wurde. Noch nie war ich mir sicherer, dass die Erde längst von Aliens infiltriert wurde.

Was ist da los, Leute? Erzählt mir, was ich da nicht sehe, nicht fühle, nicht intellektuell erfasse. Ganz ehrlich, ich glaube Radiohead sitzen zuhause und lachen sich über euch, die jeden Furz ihrerseits ernst nehmt, kaputt.

Man kann sich meine Erleichterung vorstellen als ich bemerkte, dass es der unvoreingenommenen Leah ähnlich ergang. Wir gingen vor der Zugabe nach hinten, setzten uns aufs Gras und plötzlich erklang „Creep“. Noch nie hat ein Lied so gut das Gefühl eingefangen, was zwei Menschen unter Millionen (okay, tausenden) allein zu zweit gefühlt haben. What the hell am I doing here? I don’t belong here.

Wären wir mal zu der doofen Teenieband, die ich heimlich mag, namens The 1975 gegangen und hätten Spaß gehabt. So mit den simplen Genüssen wie einfach den Sänger anstarren und heiß finden oder sich über die Attitüde der Band offen lustig zu machen.

Und während ich wehmütig meinem Guilty Pleasure nachweine, habe ich hier eine ganz tolle Impression des Festivals gefunden, nur für euch, die perfekt das auf den Punkt bringt, was mich ankotzte:

http://www.bento.de/style/lollapalooza-berlin-der-style-der-menschen-auf-dem-festival-847610/

Meine Lieblinge davon:

1a 3a 5a7a

Friedl On Tour

10 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Spannender Bericht. Bin mal dem Bento-Link gefolgt, da ich solche Leute nur selten in der Realität treffe. Oh mann, diese Kommentare klingen ja furchtbar naiv. Ob die das echt soo gesagt haben? Na egal, ist ja nicht Thema deines wundervollen Berichts. Die mangelnde „Mitmenschlichkeit“ ist jedoch wohl leider symptomatisch für unsere Zeit und da macht anscheinend auch das vermeindlich „hippe Volk“keine Ausnahme.

  2. Zunächst muss ich sagen, dass ich es echt krass finde, dass du so einen herrlich ausführlichen Bericht geschrieben hast. Ich muss sagen, deine begeisterung zum essen kann ich Geschmacklich betrachtet verstehen, aber bei 4€ für Pommes bekomme ich nervöse Zuckungen. Dass das Festival an sich teuer ist, steht für sich. Dass das essen und trinken dort sich noch teuer ist, finde ich unverschämt. Das Lineup fand ich auch ganz nett. Ich bin ein ziemlich großer Fan von aurora muss ich hier anmerken. Aber… Diese Staubsituation war Katastrophe. Ich meine, ich war auch schon auf einem deutlichen größeren Festival und da war es viel besser geregelt. Das die stages weiter auseinander waren, fand ich sogar gut, letztes Jahr hat es auch so schrecklich beschallt. Aber wie voll es am Sonntag zum Ende hin wurde, war erschreckend. Da wurde ja ordentlich abgesperrt. Ich muss sagen, wenn man Konzerte und „stars“ und das Hipster feeling mag, ist das lolla ganz nett. Wenn man jedoch so ein schönes Festivalfeeling mit friedlicher, euphorischer Stimmung will und dabei nicht komplett abgezockt nach hause gehen will… Es fällt mir wirklich schwer das zu sagen, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass die Veranstalter das Festival mit Liebe gemacht haben. Und das kann man durchaus erwarten! Ich glaub, das lolla in Argentinien mit einer festen location ist besser ^^ Ich denke nicht, dass ich nächstes Jahr hingehen werde (wird ja noch teurer!). Ich… Bin einfach nicht so verzaubert wie letztes Jahr (und da war es schon mies organisiert, aber mit mehr Charme).
    Alles Gute,
    Katha

    • Ja, ich hatte teilweise auch so Probleme mit dem Atmen. Nicht schön! Und ansonsten denke ich auch, dass das mein letztes Lolla in Berlin war. In Chicago oder sonstwo gerne, aber nicht wieder mit dem unsozialen, oberflächlichen Pöbelpack hier.

      Und ja, der Charme war überhaupt nicht mehr da, was ich schade finde.

  3. Dass einzige was ich von LolaPalozza mitbekommen habe waren lediglich verwackelte Videos von Radiohead und Major Lazor 😀
    Anscheinend scheinst du eine Außerirdische zu sein, denn so ziemlich alle haben die Herren „Depri“ gefeiert…

    Gab es auch dort die leckere FoodTrucks wie Vincent Vegan oder Quarkerei?
    Übrigens den BH des Waldgeistes sieht man wegen ihrer Haare nicht xD
    Aber ansonsten Top Sammlung…

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