1. Comic Con in Berlin (15. &16. Oktober 2016)

Ich weiß, einige haben hier schon über die Comic Con berichtet und es wurde eigentlich schon alles gesagt. Die üblichen Probleme einer Erstveranstaltung und Ermüdungserscheinungen sobald man das 300. Kostüm einer Harley Quinn aus „Suicide Squad“ sieht, bla bla bla.

Ich habe mich jetzt nach einem Monat (2016 – Organisatorisch auf dem Blog keine Glanzleistung für mich) doch dafür entschieden, noch meine Impressionen zu teilen. Ich möchte jedoch primär Fotografien sprechen lassen. Hier also nun die Highlights, die per Einwegkamera für die Ewigkeit festgehalten sind:

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Wisst ihr was ich liebe? Überraschungen planen. Ich habe Monate vorher der Grazie mit der Augenbinde verkündet, dass ihr Geburtstagsgeschenk dieses Jahr ein bisschen früher geliefert wird und habe sie darüber informiert, dass sie an dem 15. und 16. Oktober leider für nichts Zeit hat und komplett mir gehört. Meinem kleinen Bruder habe ich die Karte für die Comic Con auch zum Geburtstag geschenkt. Der wusste allerdings wohin die Reise ging und war dementsprechend etwas gelassener.

So konnte ich mithilfe der singenden Lehrerin das Geburtstagskind mitsamt Augenbinde und Kopfhörern quer durch Berlin schleppen. Das war genauso lustig, wie ich es mir erträumt habe. Irgendwann hatte die Gute nämlich vergessen, dass sie sich in der Öffentlichkeit bewegt und legte spontan in der Bahn eine Gesangslage ein. Und bei der Fahrt mit dem Fahrstuhl war sie auch sichtlich verunsichert. Oder beim Treppensteigen, wie hier veranschaulicht. Pure Comedy Gold.

Und dann kam der Moment der Enthüllung. Und der größte emotionale Ausbruch, den ich bisher so beobachten konnte. Mit verschmiertem Kajal und Dauerumarmung und so. Da habe ich dann gleich die komplette Katze aus dem Sack gelassen und ihr sofort auch noch das Geschenk einer gemeinsamen Freundin gegeben (Photoshoot mit ihrer heißgeliebten Tonks), sowie das Geschenk ihres Freundes (Autogramm derselbigen).

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Da muss man natürlich erst einmal eine rauchen.

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Mir wurde schon gesagt, dass mein Bändchenarm Wolfgang-Petry-Ausmaße annimmt.

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Ich war sehr neidisch auf die Menschen in ihren Geisterjägeranzügen. Will auch einen. Und nein, keine Ahnung, warum die Fotos so aussehen als wären wir nachts da eingebrochen.

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So oft wie wir bei dem Schwertstand stehen blieben, ist es ein Wunder, dass keiner der zwei mit Waffe nachhause spazierte.

Es zeugt von einer wundervollen Atmosphäre unter den Messebesuchern, wenn ich zu wildfremden Menschen renne, ihnen sage, dass sie mit Abstand DAS Kostüm anhaben und die tollsten Menschen sind UND das ICH mit ihnen ein Foto machen möchte. Exzellent.

Und dann fällt die Scheu und man denkt, man kann ja auch mal ein sehr selbstfokussiertes, selbstdarstellerisches Wochenende zelebrieren. Wenn man schon die Möglichkeit geboten bekommt.

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Hier waren wir sehr glücklich, als wir eine coole Harley Quinn getroffen haben.

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Auch wenn ich kein selbstgebasteltes, aufwendiges Kostüm hatte, war ich sehr geschmeichelt von den Liebesbekundungen für meine Mittelerde-Leggings. Hat mir natürlich trotzdem nicht meine Würde erhalten beim Burritoessen.

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This goes out to Gorana.

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Auch dieser Dame bin ich freudestrahlend entgegen gerannt. Erkennt ihr das Shirt? Ich konnte das gar nicht fassen und hatte sofort wieder Lust auf „Pride“ und Revolution und so.

Ja, die Filme müssten euch ja jetzt ein Begriff sein.

Ich muss sie immer noch befestigen. Bin mir nur noch nicht sicher wo.

img241Mit dem Ausruf „Kuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuurt!“ rannte die Dame auf die Cosplayerin zu.

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Egal, wann und wo eine Einwegkamera im Einsatz ist, ich werde immer beim essen fotografiert. Warum, Leute, waaaarrruuuuuuuuuuuuuuuum?

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Habt ihr schon mal einen 2-Meter-Kerl unauffällig, aber dennoch angsterfüllt das Weite suchen sehen? Der Spock-Mime war mit seinem Method Acting dem Brüderchen einfach zu unheimlich echt. Da war dann die Schrift an der Absperrung schrecklich interessant und absolut lesenswert.

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Natalia Tena ist in jeglicher Beziehung reizend. Alle glücklich.

img242Und ja, die Stühle waren so unbequem und ich war am Ende jeden Tages so ausgelaugt, dass das die beste Position bei den letzten Panels war. Habe dann eher Hörbuch daraus gemacht.


Die Panels in chronologischer Reihenfolge:

Famke Janssen

James Marsters

Billie Piper

Greg Grunberg & Ray Park

Robert Englund & Ken Kerzinger

Natalia Tena & Devon Murray

Sylvester McCoy

Christopher Lloyd

Wenn ihr zu den einzelnen Panels was wissen wollt, einfach in die Kommentare schreiben, denn ich habe als ordentlicher Blogger natürlich Notizen gemacht.

Ich hoffe, dass sich die Veranstalter die Kritik der Besucher zu Herzen nehmen werden und bin gespannt, wer nächstes Jahr so geladen ist und ob ich wieder mit von der Partie bin. Wenn die singende Lehrerin geht, dann selbstverständlich.


Friedl On Tour

12 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Nur zur Sicherheit: Das war ’ne echte analoge Einwegkamera und keine App? Die Bildästhetik ist klasse. Ohne zu lesen dachte ich beim ersten Bild auf den ersten Blick noch an ein Erinnerungsbild à la „Meine erster Comic-Con 1990.“ 😀

    Sieht jedenfalls nach einer Menge Spaß aus. Ich hatte am Samstag Abend schon ein paar Berichte zur Veranstaltung gelesen, die alle so meh waren. Da hab ich mir den Besuch am zweiten Tag geklemmt. Vielleicht nächstes Jahr dann. 🙂

    • Ahaha, eine ganz klassiche Einwegkamera von Rossmann.

      Ja, ich mag die Ästhetik auch sehr. Hat etwas warmes, so wie die Fotoalben aus meiner Kindheit. Deswegen bin ich da pro.

      Naja, man muss halt mit den richtigen Menschen unterwegs sein, dann kann auch eine Erstveranstaaltung mit Schwierigkeiten toll werden.

    • Da Famke die erste am Samstag war, war ich noch recht unvoreingenommen. Die Fragen waren furchtbar langweilig, bis auf die eine Transgenderfrage zu Nip/Tuck, so dass ich ihre reservierte, unpersönliche Art verstehen konnte. Etwas unterkühlt, steif, aber zum Schluss ein wenig aufgelockert.

  2. Ohhhh wie toll! Das war sicher DER Geburtstag 😀 Ich freue mich gerade sehr… und ja ich habe gerade den „Kleinen-Bruder-Insider“ verstanden. Der ist ja doppelt so groß wie ich. Richtie ihm übrigens aus, dass ich vor Spock auch Angst hebat hätte. Der sieht echter nach Spock aus als Spock ;D

    Ps: Was ist das blaue Katzenwesen gewesen? Erinnere mich ganz, ganz dunkel aber eine Erelutung wäre hier sehr hilfreich 😉

  3. Dieser Blog ist chaotisch und stellenweise kaum entzifferbar.
    Genau mein Ding. Ich freue mich darauf, das eine oder andere „Ficken“ bei dir lassen zu dürfen.

    Du bist dem einzigen Doctor begegnet, der mit ner Uzi angeschossen wurde, auf einem US-amerikanischen OP-Tisch aufgrund eines Ärztefehlers verreckte, um dann mit nem Zettel am Zeh in einer Leichenhalle zu regenerieren.
    Hat er dieses Erlebnis mittlerweile einigermaßen verkraftet? Man hört, sein posttraumatisches Streßsyndrom soll zwischenzeitlich dermaßen ausgeufert sein, daß er sich die Haare hat wild wachsen lassen und statt TARDIS freiwillig Karnickelschlitten fuhr. Ich bin in Sorge …

    • Um Sylvester brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Er lief vergnügt mit Hut und Stock durch die Gegend und hat die Fans persönlich mitsamt Mikro eingefangen und zum Reden gebracht. Ein flinkes, lustiges Kerlchen.

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