Media Monday #289

1. Wenn ich so auf meine Liste/meinen Stapel ungesehener Filme blicke dann muss der langsam abgearbeitet werden. Habe ab diesem Jahr die Regelung eingeführt, erst neue Produkte zu kaufen, wenn der jeweilige Stapel abgearbeitet ist. Da macht sich doch so eine fette Erkältung perfekt für, wobei ich noch in der Ich-will-bemitleidet-werden-und-bin-wieder-klein-Phase bin.

2. Nichts allerdings ist mir auf alle Fälle einen Kinobesuch wert, denn im Moment ist meine Motivation für die Kälte da draußen eher nicht vorhanden. Ich habe mich aber letzte Woche von Werner Herzog einlullen lassen. 

3. In Sachen Literatur habe ich mir derweil vorgenommen mit Strategie den diesjährigen Stapel der Leseliste anzugehen.

4. Vielleicht finde ich ja auch endlich die Zeit den Blogroll aufzuräumen. Wenn ihr gerne aufgeführt werden wollt, dann einfach Bescheid geben. Es wäre mir eine Ehre.

5. Eine Werkschau der Must-See-Kategorie in der ARD-Mediathek enttäuscht nie. Wer noch nicht das Buch gelesen/gehört hat, der kann sich mit der kurzen Doku über die Panama Papers einen Einblick schaffen und danach zur Belohnung die neuen Folgen vom Tatortreiniger schauen.

PanamaPapers – Im Schattenreich der Offshorefirmen

6. Nine Inch Nails bereitet mir ja seit Kurzem enorme Freude, schließlich gab es zu Weihnachten eine neue EP.

7. Zuletzt habe ich meinen wieder normalen Kater angeschaut und das war erleichternd, weil das am Mittwoch noch ganz anders aussah.

Im Eifer meiner derzeitigen Telefonumstellung, versuche ich gerade auch meine Telefonierangst anzugehen und arbeite auch Angelegenheiten wie Tierarztbesuche mit ab. Eigentlich wollte ich nur einen Termin für die baldige Kastration haben, doch mir wurde angeboten einfach sofort mit Woody vorbeizukommen. Erster Tierarztbesuch und dann so spontan. Ich war die panische Mama, wie sie im Buche steht. Nach dem Eingriff konnte ich gegen 20 Uhr mein Baby ohne Bällchen wieder abholen, entschied mich dafür ihn einfach auschlafen zu lassen, so dass ich ab 0 Uhr dann Spaß hatte. Und ich kann mir nicht helfen, aber seitdem assoziere ich Woody immer mit Jordan Belfort aus „The Wolf of Wall Street“.

Nachdem er sich schon im Schlaf bepinkelt hatte, ist er nach den ersten Bewegungen aus dem unteren Teil des Katzentransportgefängnisses seitlich hinüber gekracht, kroch langsam gen Bettkante, hinunter auf die Kissen, die ich ringsherum platziert hatte, torkelte erst wild herum, dann gen Bad. Wie ein Betrunkener mit guter Absicht und äußerst grober Motorik setzte er sich auf die Kante des Katzenklos, steckte den Kopf ins Streu, schlief ein und pinkelte mir auf den Boden ehe ich ihn ein Stückchen weiter platzieren konnte. Nach einigen Stupsern wurde Woody dann wieder wach, drehte sich mehrmals bis er den Ausgang der Vorrichtung erfasste, ging einige Schritte in die Ecke des Bads und vomitierte leidenschaftlich, während ich versuchte seinen Kopf zu halten, damit dieser im Gegensatz zu den Tatzen nicht in der Suppe landen würde. Ach ja, ich habe Teile auch noch gefilmt, um die Street Credibility von Woody endgültig zu ruinieren.

Was ich hingegen sehr faszinierend fand, war die Tatsache, dass die Kotze, die aus der derzeitigen Winter-Wildmischung (Elch, Rentier und noch irgendwas abgefahrenes habe ich hineingetan) besteht, nicht nur wie eine typische Weihnachtsbratensoße aussah, sondern auch so roch. Das beschäftigt mich bis heute, wie man sieht.


Idee und Lückentext wie immer vom wunderbaren Medienjournal zur Verfügung gestellt.

Media Monday

10 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Die Ich- bin- krank- Phase hatte ich gestern kurz für zwei Stunnden, da mein Magen beschloss sich aus Stress gründen mal eben zu implodieren. Jetzt ist aber alles wieder gut…

    Der Trailer schaut gut aus, nur weiß ich gerade nicht ob ich mir die Doku anschauen soll. Es erinnert mich zu sehr an Black Mirror, da gefallen mir die PanamaPapers doch schon erheblich besser 😀 Steuern sind so herrlich langweilig.

    Uh… für Nine Inch Nails sollte man aber auch kein Epileptiker sein… Aber ansonsten cooler Ohrengenuß. Bye the Way seit Paul Simon ein neues Album heraus gebracht hat „Stranger to Stranger“ (Back to the roods, da der Stil sehr ähnlich ist zu Graceland) bin ich im Glück.

    Ich hatte mal eine Doku per Quarks und Co gesehen, da erzählte ein Junkie wie er im highen Zustand einmal mit seiner einen Pobacke gezuckt hätten und darauf allerdings mit der anderen nachzucken musste damit die Welt nicht unterginge. Dies hat er dann getan, wobei er mit der rechten viel doller gezuckt hatte als mit der Linken und er nun erneut nachzucken musste 😀 Er meinte er habe damit Stunden verbracht…. Das Gras alles so anstellen kann.

    Ps: Erneute Besserungswünsche an den tapferen Krieger.

  2. Armer Bär!
    Die Telefonierangst kenne ich aber auch – Telefone finde ich irgendwie böse.

    Und wenn du mich in deinen Blogroll steckst, bin ich noch freundlicher und erwähne noch mehr tolle Filme als eh schon auf meinem Blog!

  3. … da haben sie Woody aber ganz schön weggeschossen wenn dir diese capriose Filmszene dazu einfällt Franzi. Nine Inch Nails klingen klingen fein aber das Video lässt mich fragen ob du auch mein Haar zurückhalten würdest… darauf einen entkreiselnden Herzog…

  4. Für mich soll 2017 das Jahr der persönlichen Prostitution werden, weswegen ich mich über einen Blogroll-Eintrag freuen würde.
    Damit mein Ego unter solch von ihm als Erniedrigung empfundener Bettelei nicht zu sehr leidet, weise ich weiterführend darauf hin, daß noch ein mir zugesagtes Mixtape aussteht PLUS Review eines anderen solchen. Wer regelmäßig ausreichend Zeit findet für „Media-Mondays“ kann für Herrchen-Pflege niemals zu beschäftigt sein.

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