Liebster Award 21

Die Sabine hat ihre Rock’n’Roll-Power genutzt und mich nominiert. Dies geschah schon im November, aber ihr wisst ja, im neuen Jahr ist meine liebste Zeit, um den liebsten Award auftragsgemäß weiterzureichen.

Viel Spaß mit den menschlichen Abgründen!


Wie fühlt sich Glück an?

Glück. Glück macht dich unsterblich. Unbesiegbar. Wenn ich glücklich bin, spüre ich keine Angst, keinen Hass, sondern habe Energie für drei. Konzertjunkie halt.

Warum?

Ja, das frage ich mich auch öfters.

Wo warst du zuletzt am liebsten?

© Studio Ghibli © Museo d’Arte Ghibli

Ich war zuletzt am liebsten im Ghiblimuseum in der Nähe von Tokio, dem Park drum herum und in den zufällig in der Nähe erstöberten Secondhandshop und Vinylladen.

Ich möchte ins Museum einziehen, die begeisterten Besucher beobachten, durch den Park schlendern, die Zeremonien und Bräuche beim Tempel auf mich wirken lassen, mir angefertigte Geldbeutel oder Ohrringe von Einheimischen präsentieren lassen, mir einen Manga von einem lustigen Herren vorspielen lassen, obwohl ich nichts verstehe, um dann Platten von Künstlern, die ich nicht kenne nachhause zu schleppen und mich gemütlich in den flauschigen Katzenbus zu legen.


Was war 2016 für dich?

Eine ziemliche Achterbahnfahrt. Viele Verabschiedungen, viele neue tolle Menschen in meinem Leben. Eigentlich alles wie immer, nur dass ich keine neuen Interviews von Roger Willemsen in meinem Leben lesen oder sehen werde. Und ich hatte ein bisschen gehofft, irgendwann etwas zu Blatte zu bringen, was von ihm zelebriert wird. Garstiges Leben. Mit wem soll ich denn jetzt meine Schildkrötengeschichten teilen?

Was wirst du mitnehmen, was hast du gelernt?

Ich habe gelernt, dass die Zeit der Passivität vorbei ist, ansonsten bemitleide ich mich wieder und lande bei Wikipedia und schaue was zahlreiche Menschen meines Alters schon geleistet haben. Einfach machen. Einfach machen. Einfach machen und allen im Umfeld auch in den Hintern zu treten.

Was hältst du vom NaNoWriMo?

Ich habe leider noch nie beim NaNoWriMo teilgenommen. Entweder zeitlich verpasst oder mit der Angst hadernd, dass sich vielleicht eine Talentlosigkeit zeigt. Ich habe mir aber vorgenommen, dieses Jahr bei verschiedenen Wettbewerben etc. mitzumachen, um mir einfach die Chance der Weiterentwicklung zuzugestehen.

Wie funktioniert Schreiben für dich?

Für mich ist Schreiben kein bewusster Prozess. Es muss einfach fließen, muss ohne tieferes Nachdenken einfach plötzlich da stehen. Wenn meine Finger sich nicht automatisch bewegen, dann weiß ich, es wird keine sonderlich gute Arbeit. Oder ich habe Hunger.

Happy End oder realistische Sachlichkeit?

Ich glaube nicht, dass die Realität weder Happy End noch Farben, Emotionen und ein bisschen Filmmagie für einen bereit hält. Mein Leben ist nicht sachlich und auch nicht immer mit einem Happy End verbunden und ich wüsste auch nicht, egal ob allgemein oder auf Lektüre/Filme/Musik/eigenes Schaffen/Sonstwas bezogen, ob eine realistische Sachlichkeit anzupreisen ist. Neutral zu sein, bedeutet doch eigentlich, dass man nicht mit dem Herzen dabei ist, dass es einem egal ist.

Worüber würdest du am liebsten alles wissen wollen?

Ich möchte gerne alles über alle Sprachen der Welt wissen und diese natürlich alle dann auch beherrschen können. Und dann steht es gut mit meiner Weltherrschaft.

Wenn du eine Sache ändern könntest – was wäre es?

Ich möchte gerne meine Zeit- und Energieverschwendung an so manch einen Menschen aus der Vergangenheit verkürzen, um stattdessen früher denen, die mir gut tun und denen ich gut tue, begegnet zu sein.

Wenn du eine Sache bewahren könntest – was wäre es?

Ich möchte, dass Kater Woody niemals stirbt.


Meine Nominierten für diese Woche:

Wordbuzzz

Flowermaid

Filmschrott

Bullion

Die singende Lehrerin

Koriandermadame

Bette Davis Left The Bookshop

Schlopsi

Dergestalt

Bohli

Stepnwolf

Nächste Woche dürfen sich die Frischfleische („Das Fleisch“, „Die…..Fleische?“) über mögliche Nominierungen freuen, oder auch gerne eine Bewerbung in die Kommentare hauen.

Viel Spaß, liebe Alteingesessenen!


Meine Fragen:

  1. In welcher Situation hast du dich das letzte Mal so richtig typisch deutsch gefühlt?
  2. Hattest du eine Eigenart als Kind, die dir jetzt im Nachhinein doch recht exzentrisch vorkommt?
  3. In welchen Filmwelten/Serienwelten fühltest du dich als Kind zuhause? Was hast du mit Freunden oder auf dem Schulhof nachgespielt?
  4. Welche Legende werden wir in 20, 30 Jahren betrauern? Oder gibt es dann nur noch Youtube- und Realtity-TV-Stars und musikalische Eintagsfliegen?
  5. Was ist dein Lieblingsgericht? Und warum?
  6. Hälst du dich für einen intelligenten Menschen? Warum?
  7. Wann hat dich das letzte Mal ein Mensch durch sein Verhalten etc. überrascht?
  8. Gibt es etwas (ein Gedicht, ein Zitat etc.), was du jederzeit aufsagen kannst?
  9. Welche Themen des unnützen Wissens haben sich den größten Platz in deinem Hirn verschafft?
  10. In welche Richtung soll die Unterhaltungsindustrie in Zukunft gehen?
  11. Wann und durch was hat dich das letzte Mal ein Medium deiner Wahl (oder medienrelevante Person) richtig in Rage gebracht?

Liebster Award

29 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Tolle Antworten! Und ja, „einfach machen“, das ist definitiv besser, als Zeit auf Wiki zu vertrödeln, oder sich auf Youtube Katzenvideos anzuschauen. *pleadsguilty*
    Ich wünsche dir, das zu schaffen, was du dir vornimmst! 🙂

    • Ich brauche ja keine Katzenvideo, sondern darf mich jeden Tag über das Knäuel freuen, was meine Poster zerstört und meine Bücher aus den Regalen mitten in der Nacht haut, so dass ich einen Herzinfarkt erleide. ❤

      • Ach stimmt ja, du hast ja den Heimservice! 😀
        Gut, das mit den Büchern müsste ich dem austreiben, die sind mir heilig, da hat auch ne Katze nichts zu suchen. ^^
        Aber sieh es positiv: Das stärkt dein Herz! ^^‘

  2. Sehr spannende Fragen, stelle ich fest. :3 Und das mit Wikipedia ist meiner Ansicht nach nicht gesund. Vergleiche machen eigentlich immer unglücklich, weil man immer jemanden findet, der mit 16 schon den Nobelpreis erhalten hat, während man selbst zehn Jahre älter und berufs- und lebenstechnisch eher planlos wirkend vor sich hinlebt. Aber solange das Leben einem Freude bereitet, muss man ja keine objektiven Leistungen bringen, mit denen man es ins Wiki schafft. Hoffe ich zumindest. 😉

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