Media Monday #294

1. Film gewordene Theaterstücke wie „Der Gott des Gemetzels“ oder „Im August in Osage County“ treiben mich in den Wahnsinn. Dann lieber echte Krimis in locker flockigem Podcastformat wie „Der talentierte Mr. Vossen“.

2. Das letzte Dschungelcamp war mir irgendwann einfach zu stressig, als das ich dem Finale viel Aufmerksamkeit schenken konnte. Noch nie, in der Geschichte des Formats, welches ich länger verfolgt habe, als es gut wäre noch cool war, wurde ich vom Thronnachfolger so enttäuscht. Selbst da gewinnt der weiße, dumme Trumpwähler.

3. Stolz kann ich behaupten, von Depeche Mode so ziemlich alle Filme jeden Fetzen gesehen zu haben. Kein Wunder, bin ich mit den Herrschaften doch groß geworden. Dennoch musste ich letztens eine Wissenslücke schließen. Mir war die Existenz eines Konzertfilms aus meiner Lieblingsära, meinem Geburtsjahr 1993, nicht bewusst. Danke an die öffentlich-rechtlichen, die mir da beim nächtlichen Durchforsten des Fernsehprogramms geholfen haben.

4. Der Umstand, dass Woody in einem Moment der Unachtsamkeit die Reste der veganen Teewurst inklusive Hülle und Metallverschluss gefressen hat, wäre besser „nur“ ein Buch Fiktion geblieben, denn der Film die Realität bereitete mir nach dem ersten Schrecken zwar einen Lachkrampf, aber heute dann den übelriechendsten Gestank, der jemals aus meinem Bad kam. Trotz lila Lavendelstreu.

5. Filme schaue ich mir ja überwiegend an. Fernsehverrückte Frank war ich wohl schon immer.

6. ____ schreckt mich allein schon dahingehend, dass ____ . Tut mir leid, ich verstehe die Satzkonstruktion nicht. Mich erschreckt der Fakt, dass ganz viele knuffige Kerle, die richtig richtig süß mit Kindern umgehen, einfach keine Exemplare, die wenigstens halb so liebenswert und talentiert sind wie sie, in die Welt gesetzt haben.

7. Zuletzt habe ich die letzte Staffel von „Downton Abbey“ aus der Bibliothek ausgeliehen und das war herzerwärmend, weil die Bibliothekarinnen mir noch das Begleitbuch der ersten und zweiten Staffel herausgesucht haben und mit mir hübsch über die Serie geplaudert haben. So wie sich das gehört. Und „Spuk unterm Riesenrad“ gab es auch auf Bluray. So ungewohnt, wenn man die Gegend, in der man aufgewachsen ist, in einer Fernsehserie aus dem Jahre 1979 sieht. Ich liebe es, wenn Kindheitsserien immer noch funktionieren. Und wie die alle noch berlinert haben, vor allem die Kleenen. Dit muss ich mir echt wieder anjewöhnen.


Der Media Monday ist wie immer vom wunderbaren Wulf zur Verfügung gestellt worden.

Media Monday

15 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Warum erschreckt dich die launische Vererbbarkeit von Charaktereigenschaften und Talent?
    Doch zu viel Rassenlehre in die Gene gespült gekricht von Eltern und Großeltern, die Dame?
    NAZIS! Alle sind Nazis. Bis auf die Nazis, die sind „Alt-Right“. Klingt fast wie „Alright“. Ob das wohl Absicht war?

    Is dir schomma aufgefallen, daß sich viele Synchronsprecher untereinander fortpflanzen, um dann Kinder mit mikrotauglichen Stimmen zu gebähren?
    Elitäre Nazis, allesamt! Wollen ihre eigene Herrenrasse gründen; das 1000 jährige Stimmenreich. Und weißte watt? ES FUNKTIONIERT! Wer nich Sohn oder Tochter is von irgendeiner Edelstimme kricht in dem Sektor kaum einen Fuß in die Tür. Hat fast monarchische Züge, das Synchronbisseness. Kommste nur rein durch die Gnade des edlen Blutes … und raus kommste nur, wennde den Löffel weglegst.

    Sein wir ma ehrlich … die Reichsdeutschen haben völlig recht. Das Kaiserreich hat nie wirklich aufgehört, zu existieren. Erbfolgen spielen in unseren Köpfen eine zu große Rolle. Das muß sich ändern. Weil ich das nich mag. Grund genuch.

    • Ahaha, altright altright. Mich erschreckt einfach, dass diese tollen Menschen sich einfach nicht fortpflanzen. Irgendjemand muss doch für Künstlernachschub sorgen. Denken die denn nur an sich?

      Aldaaaa, das ist richtig schlimm. Die Schwester oder die Frau von Andreas Fröhlich (Gollum, Bob Andrews,Edward Norton) ist die Stimme von Cameron Diaz . Ich hatte schon öfters überlegt da hineinzuheiraten…

      • Vielleicht qualifiziert dich dein Podcast ja zur Mitgliedschaft im stimmlich potenten Genpoolclub. Dann klappts auch mit den ???. Zumindest für ne kurze Affäre.
        Für eine hohe Trefferquote bezüglich Nachwuchskompetenz würde ich Tobias Meister empfehlen. Der Mann hat Brad Pitt gesprochen UND Borat UND Yoda UND Iron Man UND Forest Whitaker. Wenn ich könnte, würd ich mir von dem ne ganze Fußballmannschaft in den Ofen schieben lassen, nur um zu gucken, was da so für Gestalten bei rauskommen …
        Obendrein isser intellent, spricht 4 Sprachen in insgesamt 7 Dialekten, ist begabter Dialogbuchautor und Synchronregisseur … was immer der Mann anpackt, klingt in jedem Fall nach Qualität.
        Optisch is halt ………….. joahhh …. man muß Prioritäten setzen im Leben ….

  2. Sie haben wieder einmal gecampt? Ernsthaft? Wow, es wäre das erste Jahr dass ich davon überhaupt nichts bekommen hätte. Gut so…

    Ach Depeche Mode, ich wirde mal von einer Französin angekeift weil ich die Band falsch betonte… Meine Ausrede, dass ich deutsch sei und die Band so betonen kann wie ich möchte machte es nicht besser 😀 Aber das Cover von Marilyn Manson bleibt winzigartig und Shake the Disea(s)?

    Uhhh…. Ich rieche es förmlich hör mir auf! Wobei der Verschluss müsste doch unversehrt geblieben sein…

    Deshalb können diese Menschen so gut mit Kindern, eben weil sie keine eigenen haben. Das ist überhaupt das beste, wenn man als Oma das Enkelkind einfach wieder bei den Eltern abliefern kann wenn sich der Spaßfaktor erheblich dezimiert…

    Hihi, das Phänomen kenne kch aus dem Film „A most wanted men“, die Metro in dem Film fährt nämlich an einer Stelle falsch 😀 Schnittfehler!

    • Den habe ich noch nicht gesehen, aber so etwas ist immer lustig. *lach*

      Ach Marilyn…der kann nach Hause gehen.

      „Shake The Disease“ ist einer der besten Songs der Welt.

      Ja, Verschluss und Teile des Plastiks waren wunderbar unversehrt. *Lach*

    • Ich werde da wahnsinnig. Ging mir jetzt auch bei „Fences“ so, wo ich nach 10 Minuten mir die Ohren zugehalten habe und mir sehnlichst gewünscht habe, dass Denzel endlich mal den Mund schließt und mich in Ruhe lässt.

    • Gott wie ich die Haare von Martin Gore äh die Musik von Depeche Mode liebe. Wie findest du die neue Single?
      Und du weißt ja, je unfrischer die Leudde aussehen, je krasser die Augenringe, desto schnell ist Franzi zur Stelle. *lach*

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