Anleitung zum Leben: Hartzer, Serienstudienabbrecher und andere Lebenslaufexzentriker

Vom Weg abkommen ist nicht en vogue und die meisten jungen Menschen scheuen sich davor. Das Ungewisse, das Unbekannte, das sind Faktoren, die Kopfzerbrechen verursachen, die Angst machen. Und ich kann aus Erfahrung sagen, dass es einem auch nicht leicht gemacht wird, wenn man sich dazu entscheidet, ein/zwei/drei/usw. Studiumse abzubrechen, aber für die Lebenslernkurve ergeben sich wirklich prachtvolle Erfahrungen. Auch wenn sich daraus unterhaltsame Anekdoten entwickeln, möchte ich nicht unbedingt, dass jeder diese auch macht.

Hier folgt also nun ein kleiner Guide für alle jungen Menschen, die sich nicht unglücklich durch ein Studium oder eine Ausbildung durchbeißen wollen, für die, die von Nebenjob zu Nebenjob tingeln, weil sie es nicht lange aushalten, so unmenschlich behandelt zu werden und auch für die, die mehr als die alltäglichen Probleme eines Azubis oder Studenten zu bewältigen haben.

  1. Zeit für den Zusammenbruch

Egal, ob du spontan die Erkenntnis hast oder du über Monate den Entschluss fasst, deinen derzeitigen Lebensweg abzubrechen, es wird nervlich äußerst strapaziös. Selbst, wenn du dir dessen im Klaren bist. Sag deinen Freunden und deiner Familie Bescheid, sobald du die Entscheidung gefällt hast und gib dich drei Tage dem Selbstmitleid hin.

Bunker dich mit Eis, Schokolade und Chips ein und gucke traurige Filme und höre deprimierende Musik, damit du jedes Gefühl des Losertums herauslassen kannst. Mache einen Schlachtplan, wo es als nächstes im Leben hingehen soll, sobald deine Augen getrocknet sind.

  1. Hilfe annehmen

Es hilft nicht, zu versuchen alles allein zu machen. Du musst mit offenen Karten spielen und artikulieren, was du in welchem Moment brauchst, denn spätestens, wenn du dank Bürokratie in ein riesiges schwarzes Loch fällst und dazu neigst deine negativen Emotionen genau an den falschen Menschen auszulassen, wird die Frage aufkommen, was denn im Moment los mit dir sei. Und damit gestehst du auch deinem Umfeld ein, sich darauf vorbereiten zu können, wenn es mal wieder heißt: „Mama, könntest du mir vielleicht schon 20 Euro vom Kindergeld des nächsten Monats geben?“ Elterliches Augenrollen wird nicht zu vermeiden sein, aber solange alle wissen, was das nächste Ziel ist, worauf du hinarbeitest, wird jeder Mensch, der dich liebt, dir so gut es geht helfen und viel Empathie aufbringen.

  1. Kindergeld

Sobald du offiziell als arbeitslos giltst, wird ein Schreiben kommen, dass du nicht mehr dazu berechtigt bist, Kindergeld zu bekommen. Wie in jeder bürokratischen Institution wird nach Lust und Laune bewilligt, so dass ein Anfechten mit Hinweis auf die derzeitigen Bemühungen und Ausdrucke der Bewerbungen im Anhang erfolgreich sein müsste.

  1. Das Amt

Der schlimmste Punkt im Plan. Du musst dich im Jobcenters deines Bezirkes offiziell arbeitslos melden. Diesen Termin wirst du über Wochen vor dich hin schieben. Hier ist meine Lernkurve leider auch nicht vorhanden. Es heißt ja, man solle sich drei Monate bevor man eine Tätigkeit beendet dort melden. Dies ist bei spontanen Fällen von „Ich halt den Mist einfach nicht aus, das ist doch kein Leben“ nicht einzuhalten und wird beim ersten Mal auch anstandslos hingenommen. Bei einem zweiten Edukationsabbruch muss man allerdings damit rechnen, dass ein einfaches „Das Studium entsprach nicht meinen Vorstellungen.“ oder „Ich habe gemerkt, dass mir das Fach doch nicht liegt.“ nicht ausreicht. Wichtig ist hierbei die Vorbereitung.

a) Die Kleidung

So traurig es ist, um 7:30 Uhr vor einem Jobcenter zu stehen, noch trauriger ist es, dann RTL-Klischees bestätigt zu sehen. Viele verbrauchte Gesichter, Bierdosen, Alditüten und Jogginghosen und die trostloseste Stimmung der Welt. Ich kann bis heute den Drang kaum unterdrücken nach einem Passierschein A38 zu fragen, sobald ich mit Mitarbeitern konfrontiert werde. Jedenfalls unbedingt immer schick angezogen, geschminkt und gut frisiert und mit einer zum Erbrechen guten Laune dort erscheinen. Es ist erschreckend, wie anders man behandelt wird.

b) Die Mitarbeiter

Es gilt die Regel je freundlicher sie auf einen wirken, desto hinterhältiger sind sie.

Das Problem ist allerdings primär das System. Sobald du den Abgabemarathon gestartet hast und von Termin zu Termin und von Person zu Person geschickt wirst, bist du automatisch in der schwachen, niederen Position. Dir wird suggeriert, dass du erst alles tun musst, was verlangt wird und du dann würdig bist, dass der arme Steuerzahler dein böses Leben finanziert. Dass die 4,9 Milliarden Überschuss des Amts letztes Jahr in die Verwaltung geflossen sind, erwähne ich an dieser Stelle aus Passivagression immer gerne. Jedenfalls wirst du in eine klassisch manipulative Situation geworfen, in der alle mehr Wissen verfügen als du und es so erscheinen lassen, als müsstest du dieses Wissen auch verfügen. Kooperieren oder Verrecken. Unterschreibe den Vertrag oder gehe. Ich habe zwar gelesen, dass man auch ohne zu unterschreiben, dass man zu drei Stunden der täglichen Arbeit fähig ist, Hartz 4 bewilligt bekommen kann, aber es ist auf psychologischer Ebene ein kaum erreichbares Ziel. Außer man ist juristisch eloquent und schafft es in einer Situation, wo man so verletzlich ist, dermaßen selbstbewusst zu wirken.

Für alle gewöhnlichen Gemüter gilt: Immer überfreundlich sein und erst danach, wenn man in Freiheit ist,das Gebäude anzünden wollen.

Beispiel: Die Antragsabgabe ging dieses Jahr nicht so flott wie ich es beim ersten Mal erlebte. Damals musste ich nur alle erforderlichen Dokumente im Original vorweisen und durfte danach gehen. Dieses Jahr wartete eine sehr freundliche junge Dame auf mich, die die Checkliste, in der von einer anderen ausgebildeten Fachkraft dokumentiert wurde, was ich zu dem Termin im Original und in Kopie zusätzlich zum Antrag mitbringen sollte, gekonnt ignorierte, sondern einfach mit mir den gesamten Antrag durchging. Frage für Frage wurde ich gemustert und musste mündlich meine schriftliche Antwort bestätigen. Wie ein Kindergartenkind, welches nicht mit dem Satz des Pythagoras umzugehen weiß, fühlt man sich dann. Gefangen in einem Gebäude wo alle anderen Menschen diesen Maßstab jedoch dort anlegen und ganz erstaunt sind, dass du diese Ansprüche nicht erfüllen kannst.

Ans Eingemachte ging es danach bei den Kontozügen. Nachdem mit einem gelben Textmarker jede Zahlung des Kindergelds und der Miete markiert wurden, ging sie mit mir jede einzelne Buchung der letzten drei Monate durch. Jede. Einzelne. Buchung.

„Ach, Sie haben Paypal? Dann bräuchten wir auch dafür die Kontoauszüge der letzten drei Monate. Und falls Sie damit Einnahmen erzielen, wird das auch sofort mit dem Hartz 4 verrechnet.“

So brodelte der Hass in mir vor sich hin, während ich neben jede lustige Umschreibung des Verwendungszwecks, die Freunde bei ihrer Überweisung angegeben hatten, mir eine tatsächlichen Grund (als ob ich mir merke, wofür „I Love you man“ mit 4,66 € oder „Einhörnerpower 666“ mit 120 € waren) überlegte (Konzertkarten) und mitsamt Unterschrift und Datum protokollieren durfte.

(Hier darf nun eine Minute des Hasses folgen, denn dies ist nur eine von vielen Anekdoten, die das Machtverhältnis in dieser Institution darstellt.)

  1. Die Anträge

Es ist hoffnungslos. Du wirst diese Anträge niemals im Leben allein auszufüllen wissen. Geh auf einen Kaffee zu deinen Eltern und freue dich. An dieser Stelle meinen vollsten Respekt an alle Menschen, die keine Muttersprachler sind und trotzdem das Bürokratiemonster tagtäglich bewältigen.

  1. Der Druck

Gefühlt einen Tag nach deinem ersten Erscheinen im Amt, beginnt das postalische Beballern. Auch wenn du vorher mit deinem Berater besprichst, dass du dich gerade auf die Bewerbungen konzentrieren musst (60 künstlerische Werke, verdammt nochmal!), wirst du mindestens zweimal die Woche dicke Briefe erhalten, die in einem Ton verfasst sind, dass man am liebsten ins Gefängnis zum Urlaubmachen flüchten möchte. In diesen Briefen werden vermutlich Bewerbungsvorschläge sein oder schlimmer, konkrete Bewerbungsgesprächstermine die einfach, ohne dich gefragt zu haben, vereinbart wurden. Da bisher noch keine Rüge folgte, kann ich sagen, dass die Taktik „Ignorieren, wegschmeißen oder zu Kunstwerk verarbeiten und somit das Datum vergessen und nicht erscheinen“ erfolgreich verläuft.

Und selbst wenn man diese Briefe mit Nichtachtung straft, reicht schon der stetige Eingang und das Häufen dieser, dass die Psyche immer weiter zugrunde geht. Terror deluxe.

e) Die Gespräche mit dem eigenen Berater

Hier ist es genauso, wie bei der Wohnungssuche in Berlin. Wenn du männlich bist, werde zum Muttersöhnchen und nimm die Mami mit und wenn du weiblich bist, sei Daddy’s Girl. Der Vorteil: Du suggerierst Unschuld, Gehorsam und die Mitarbeiter trauen sich nicht, ausschließlich Mist zu erzählen, sondern begegnen wenigstens einem Menschen im Raum auf Augenhöhe. Und du kannst in Ruhe weiter erkältet sein und hübsch nicken, während dein Papa argumentiert, dass seine Tochter gefälligst mit mehr Respekt behandelt werden soll.

Nachteil: Du verlierst für die Minuten deinen Respekt und musst einsehen, dass Independent (Wo)man sein, doch viel anstrengender ist, als man das so gerne hätte.

Vorteil: Du hast jemanden neben dir, der deeskalierend wirkt, wenn du nach dem Satz einer Mitarbeiterin, dass für sie alle Männer, die in Männerhäuser gehen, Schwächlinge sind, kurz davor bist in der Öffentlichkeit zum ersten Mal zum sprichwörtlichen Mörder zu werden.

f) Der Mafiaboss in dir

Das Amt kann dir vieles nehmen, aber nicht deine Freiheit und deinen Stolz. Es wird Momente des Trotzes geben. Lebe sie aus. Du willst nicht, dass das Amt deine Früchte erntet, die du dir mit deinem Herzensprojekt erarbeitet hast und die Einnahmen deiner Patreonseite sofort ins Hartz 4 verrechnet? Verlinke das Profil mit dem Paypalkonto eines Freundes, der Mama oder des Haustieres und fühle dich verwegen und zutiefst kriminell.

g) Zelebriere deinen Status

Mache es dir im Klischee des asozialen Arbeitslosen gemütlich. Beginne abzustumpfen, nur noch zu „Germanys Next Topmodel“ einzuschlafen und spreche von dir in der Öffentlichkeit nur noch von einem/einer Abhartzer/Abhartzerin. Mach dich einfach lustig über dich. Galgenhumor und Musik von HGich.T helfen selbst bei den schlimmsten Zukunftsängsten.

  1. Die Hochschule oder die Universität

Wenn man zu den Semesterferien oder kurz vorher sich dafür entscheidet, nicht mehr an diesen Ort zurückzukehren, sollte man einmal im Leben die Internetseite nach Dokumenten durchforsten, die abzugeben sind bei einer Exmatrikulation. Denn auch dort gilt es, in einem gewissen Zeitraum zu agieren, ansonsten darf man nämlich eine Gebühr bezahlen und einen furchtbar umständlichen und zermürbenden Email- und Telefonkontakt pflegen.

  1. Bewerbungsfristen

Kauf dir einen Planer für das Jahr und schreibe alle Abgabefristen und Termine hinein, damit du nicht in dem Berg an Arbeitsamtspost nach der Uhrzeit des nächsten Gesprächs kramen musst oder du erstaunt feststellst, dass die Bewerbungsfrist einer deiner geliebäugelten Studienfächer einen Tag zuvor ablief und nicht wie vermutet am heutigen Tage.

  1. Sparschwein

Sammle von allen Einkäufen die Centbeträge in einer Sparvorrichtung. Diese Cents werden dir deine Kartoffeln kaufen, wenn du an dem Punkt am Ende des Monats bist, wo der verfügbare Betrag auf dem Konto zu klein zum Abheben ist.

  1. Sparpolitik

Egal, wie du vorher dein Geld eingeteilt hast, wenn du nicht zum Stück Mensch Marke verbitterter Trauerkloß werden möchtest, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein Plus auf deinem Konto nicht möglich ist.

Ich persönlich habe mir das Jahr über Ersatzsuchten anstelle von Amazon und Co. gesucht, bin aber zu meinem Geburtstag das erste Mal seit Monaten ausgerastet und habe Geld für Dinge, die keine Lebensmittel waren, ausgegeben. Des Junkies goldener Schuss.

Trotzdem kann man überleben und es ist kein Weltuntergang, wenn man 494 Euro im Minus ist, zwei Wochen vor Monatsanfang. Solange man die Miete zahlt. Bei dem Rest werden zwar meist auch lästige Gebühren verlangt, aber man kann sich damit auch Zeit erkaufen. Ich weiß, dem Ottonormaldeutschen sind Schulden und das Leben auf Pump zuwider, aber ich persönlich sehe da, wenn man keinen utopischen Dispo beantragt hat (meiner beläuft sich auf 500 Euro, die ich nicht überschreiten darf und kann), keine Nachteile und auch keine moralischen Bedenken. Allerdings muss man sich schon einige Taktiken zulegen:

a) Arbeite immer zuerst Schulden bei Freunde und Familie ab, bevor du versuchst aus dem Minus zu kommen.

b) Rühre dein Konto nicht vor dem 3. eines jeden Monats an, damit auf jeden Fall die Miete bezahlt ist.

c) Wenn du ein Onlineeinkaufopfer bist: Deaktiviere deine Bankdaten in deinen Konten und bunkere deine Geldkarte in einer dir nahen Wohnung, so dass du dich erst körperlich betätigen müsstest, um Geld auszugeben.

d) Vermeide S-Bahn, fahre Bus und zeige einfach dein letztes Semesterticket vor. Niemand erkennt in der Zeit das abgelaufene Datum.

e) Wenn du das Bedürfnis hast, du musst etwas kaufen, weil du dringend Glücksgefühle benötigst oder einfach eine Belohnung verdient hast, gehe auf Ebay.Kleinanzeigen und durchforste in deinem Bezirk den Katalog der zu verschenkenden Objekte und schreibe sofort den Besitzer eines Gegenstandes an, wenn du ein ähnliches Gefühl hast, wie bei der Vorstellung Amazon leer zu kaufen. So kam ich beispielsweise zu einem großen Kratzbaum für Woody und Herr-der-Ringe-Postern.

f) Wenn du Geld benötigst, dann miste deine Wohnung aus, besonders den Kleiderschrank und biete das Ergebnis bei Kleiderkreisel oder Ebay.Kleinanzeigen an. Eine weitere Möglichkeit ist das Plasmaspenden, was pro Abnahme rund 21 Euro ergibt. Die Gesundheit könnte dir jedoch einen Strich durch die Rechnung machen, da man bei jedem Besuch mit einem vernünftigen Blutdruck ankommen sollte. Und fit, ausgeschlafen und gut ernährt sein sollte. Ich habe den Test schon lange nicht mehr bestanden, da ich in Stresssituationen zu Schlafproblemen, Depression, schlechter Ernährung und dauerhaften Erkältungsgeschichten neige. Aber das bedeutet ja nicht, dass es jedem so geht, wenn er in einer ähnlichen Situation ist. Von daher immer wieder probieren, es ist schließlich gutes Geld.

g) Kaufland bietet Lieferservice an, bei einem Mindestbestellwert von 40 Euro bei den ersten drei Bestellungen. Auf Rechnung. Man kann dem Fahrer auch seine Pfandflaschen mitgeben. Ein Traum für jeden, der Angst hat, ansonsten vom 20. bis zum 1. des nächsten Monats zu verhungern. Dieses Angebot kann man auch von anderen Supermärkten in Anspruch nehmen, allerdings habe ich bisher nur aus Neugier diesen ausprobiert. Und ich kann sagen, dass ich erschreckend zufrieden bin. Und das Zeug hätte ich allein, als Mensch ohne Auto niemals zu mir transportieren können. Und so erspart man sich im Aldi angepöbelt zu werden, weil man nur mit Kleingeld zahlen kann.

  1. Die Ernährung

Du wirst einen unbändigen Hunger entwickeln. Bei anderen wirst du schaufeln, als hättest du die letzten zwei Jahre nichts zu dir genommen und zuhause wirst du dauerhaft Appetit auf fettiges, eigentlich gar nicht so leckeres Lieferessen haben. Wenn du dazu zum dreihundertfünzigsten Mal innerhalb eines Monats erkältet bist, dann versuche erst gar nicht dagegen anzukämpfen. Dank Paypal kannst du auch so schnell bestellen. Allerdings fallen Gebühren an, ein paar Tage später, wenn das Konto nicht gedeckt ist.

Desweiteren wirst du wahrscheinlich aufgrund des Verhaltens zunehmen und ein richtig mieses Hautbild entwickeln.

Aber die 4-Käse-Pizza mit Käserand war es wert. (An die Veganer: Es ist menschlich, einen Rückfall zu erleiden. Ich habe meine zwei Ave Veganus danach gesprochen und habe mit den Magenkrämpfen gezahlt.)

Wenn du wieder bei klarem Essverstand bist, dann achte darauf das Mehl, Reis, Kartoffeln, Nudeln und (Pflanzen)milch immer in deinem Haushalt zu finden sind, denn so gut wie jedes leckere Gericht lässt sich dann spontan kreieren.

  1. Kultur

Es ist wichtig, dass man nicht zuhause versauert, sondern regelmäßig am öffentlichen Leben teilnimmt. Besorge dir einen Bibliothekenausweis und gehe mindestens einmal alle zwei Wochen in die heiligen Räume und nimm wirklich alles mit, was dich interessiert. Einfach herumschlendern ohne Zeitdruck und schmökern.

Mein Stück Kultur, was ich jeden Monat mit 22,50 Euro noch gestemmt bekomme, ist die UCI Unlimited Card, mit der ich in allen Kinos der Kinogruppe so oft ich will in jeden Film spazieren kann. So komme ich raus, habe aber trotzdem Zeit für mich, ohne an alles denken zu müssen, was ich noch zu erledigen habe. Ansonsten schaue einfach, was in deiner Region in nächster Zeit so los ist und picke dir die kostenlosen Veranstaltungen heraus.


Das waren meine zehn Punkte. Einen habe ich noch:

Gebe vielfältig zurück.

Wenn dich jemand zum Essen einlädt oder dir sonst wie unter die Arme greift, dann repariere doch im Gegenzug etwas für die Person. Oder übernehme im Freundeskreis die lästigen Aufgaben der Koordination der Gemeinde oder bringe jedem ein frisch gebackenes Brot. Mit selbstgemachter Knoblauchbutter. Da sind die Augen meist größer als wenn du mit Geldscheinen wedelst. Spätestens wenn du auch noch den Abwasch übernimmst.

Und beweise der Welt einfach, dass Geld nicht das wichtigste der Welt ist.

Ein fröhliches Abhartzen wünsche ich!

Erkenntnisse bis Erleuchtungen

27 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Hach, das gute alte Arbeitsamt. Da war ich ja direkt nach der Schule mal arbeitslos gemeldet. So für ungefähr 1 Jahr. Und nachdem die mir dann 365 Tage tierisch auf den Sack gegangen sind mit ihrem Scheiß, bin ich zu einem Termin gegangen, hab mir die immer gleiche Scheiße zum 366. Mal angehört und dem Typen hinterm Schreibtisch dann wortwörtlich gesagt, dass er sich, sein bekacktes Amt und das ganze abgefuckte Scheißsystem mal gewaltig ficken kann und bin nach Hause gegangen. War ein toller Tag. Muss jetzt so 15 Jahre her sein. Seitdem war ich nicht mehr da, hasse meinen Kackjob zwar von ganzem Herzen, aber lebe noch und hab weniger Stress, als in meiner Zeit, in der ich bei dem Pissverein arbeitslos gemeldet war. Nur leider auch weniger Geld für mehr Arbeit. Aber hey, das ist der Kapitalismus im Mix mit der Bürokratie. Ju-fucking-hu!

  2. Passierschein A38 … herrlich. 🙂

    Als jemand, der all diese Strukturen nur zu gut kennt, finde ich mich in deiner Abhandlung wieder und kann vieles davon bestätigen (wenn ich auch die leise Befürchtung in den Raum werfen muß, daß die Taktik „Ignorieren, wegschmeißen oder zu Kunstwerk verarbeiten und somit das Datum vergessen und nicht erscheinen“ vermutlich nicht ewig gut gehn dürfte).

    Am Sack hat man die Sachbearbeiteritis noch am ehesten, wenn man eine vom systemintern beauftragten Amtsarzt verifizierte Klatsche vorweisen kann und somit einen gültigen Grund, sich der Standardprozedur zumindest in Teilen verwehren zu meinen.
    Fände sich in jedem psychatrischen Handbuch bestimmt irgendeine Subsektion für Doppel-D-Saster deines Kalibers, die täglich an Hitler denken und Katzen wie den eigenen Nachwuchs behandeln. Nur mal so als Denkanstoß … Schlafprobleme, Depression, chronische Erkältung („Veganerpower“ läßt grüßen) … läppert sich, is auch kein Beschiss sondern reine Notwehr. Das System mit den eigenen Paragraphen befeuern. Jedes! Recht! Nutzen! So wie sie auch pochen auf eine jede deiner Pflichten.

    Man hat viel mehr Rechte im System, als gemeinhin bekannt … die man, zugegeben, auch wenn man sie alle kennt immer wieder aufs Neue erkämpfen muß. Gehen die Meisten lieber konform. Kann ich gut verstehen.

    Solltest du mal den Rat eines diesbezüglich Erfahrenen brauchen … ich bin motiviert, kostenlos und meine Alte is ein wandelndes Lexikon in (SGBII-)Sozialfragen.

    • Ja, daran habe ich auch gedacht. Letztes Jahr belief sich die Knechtschaft ja nur auf März und Anfang April, da ich als letzte Nachrückerin noch in das Sommersemeter geraten war, so dass ich dann nur noch per Post (Ihnen steht das Geld für April nicht zu, zahlen Sie es gefälligst sofort zurück!) in den Wahnsinn getrieben wurde. Jetzt warte ich erstmal ab, wie es mit den Bewerbungen klappt und wenn ich richtig abgelost habe, dann mache ich Urlaub inner Psychiatrie.

      Und hey, ich habe in der Zeit auch nicht vegan gegessen, also kann ich auch keine Veganerpower haben.

      Danke für deine Hilfe. Ich werde sie bestimmt annehmen, ich ahne es. *lach*

  3. Ziemlich guter Bericht und gute Tipps für auch für diejenigen die Arbeiten und der Monat einfach zu lange bis zum nächsten Geld ist. Danke – PS – Dein Hintergrund sieht gut aus, aber es lässt sich schwer drauf lesen. Leider.
    Liebe Grüsse

  4. Irgendwie spannend und schockierend zu lesen. Es ist auch schwer zu kommentieren, da es sehr persönlich ist und viele Unterthemen anschneidet.
    Auf dem ersten Blick sehe ich interessante Methoden in solchen Umständen zurecht zu kommen. Es ist sicher kein schönes Leben und man sollte den Blick schnell nach vorne richten, um da wieder heraus zu kommen. Ich denke dazu braucht es Plan A, B, C und D, die alle deine Persönlichkeit miteinschließen. Grundfrage: Was möchtest ich erreichen? Was tut mir gut? Was macht mir Spaß?
    Ich lese hier viel Hass auf den Sozialstaat. Ich glaube Hass ist nicht wirklich nutzvoll, auch, wenn das System sicherlich nicht perfekt und ausbaufähig ist. Aber was erwartest du widerrum? Das jeder arbeitslose Mensch ohne jeden Aufwand gute Checks in die Hand bekommt?
    Leider ist wohl somit bei jedem viel Bürokratie und Überprüfung notwendig. Ich glaube, dass die Menschen in den Arbeitsämtern ebenfalls nicht glücklich über ihren Job sind. Die wenigsten Menschen gehen freundlich denen um? Yuhe! Hier sehe ich beide Seiten. Interaktionsprobleme und Wechselwirkung.

    • Gibt bei der Nummer leider mehr als nur zwei Seiten.
      Die Sachbearbeiter sind sicherlich überfordert, zumal es tatsächlich SACH- und keine Sozialarbeiter sind, Callcenternutten also, die nicht selten zuvor Kundenbeschwerden bei der Telekom gemanagt haben und mit tatsächlich Bedürftigen keine ausreichende Erfahrung haben.
      Nichtsdestotrotz werden sie von der Chefetage harsch getrimmt auf eine gaanz spezielle Art von „Kundendienst“. Da geht es nicht nur um zwischenmenschliche Wechselwirkung, sondern um interne Richtlinien, systematisch organisierte Schikane.
      Bürokratie ist grundsätzlich notwendig, Überprüfung auch … aber dieser „Fördern-Und-Fordern“-Sauerei lag von Anfang an – von den Initiatoren übrigens nie ernstlich geleugnet – das Prinzip Psychoterror zugrunde, weswegen eine wirkliche menschliche Beziehung zwischen Sachbearbeiter und „Kunde“ gar nicht gewollt ist. Die Sachbearbeiter wechseln regelmäßig; absichtliche Maßnahme zur Wahrung emotionaler Distanz zwischen den Parteien. Der „Kunde“ soll nicht auf die Idee kommen, ein RECHT auf Transferleistungen zu haben; er soll sich als Bittsteller fühlen. Das komplette System ist auf Abschreckung ausgelegt, selbst die verifiziert „dauerhaft Erwerbsgeminderten“ müssen sich regelmäßig beim Amt vorstellen, alle Kontobewegungen offenlegen, alle Einnahmen jenseits eines lächerlich niedrig angesetzten Freibetrages abtreten … und wehe, du gehst bei Omma Mittach essen und das Amt kriegt Wind davon ……. da is Ommas Rente schneller eingesackt, als diese „Lebensleistung“ buchstabieren kann.

      Fast jeder zweite (gerichtlich überprüfte) Leistungsbescheid weist Fehler in der Berechnung der Leistungen auf. Die Dunkelziffer liegt sehr viel höher, weil ein Gros der Leistungsbezieher … viele davon sich in akuter Not befindend aus den unterschiedlichsten, nich selten unverschuldeten Gründen … alles über sich ergehen lassen, sich für die Inanspruchnahme ihrer RECHTE schämen.
      Wer’s nich erlebt hat, kanns unmöglich nachvollziehn.
      Theorie und Praxis.

      • Ich muss dir da leider auch zustimmen, so bitter oder verbittert das wohl klingen mag.

        Ich hatte zwar dieses Jahr denselben Berater zugeteilt bekommen, als ich jedoch zum ersten Gespräch nach Antragsabgabe erschien und 20 Minuten vor seinem Büro wartete, wurde mir dann erst erzählt, dass der Herr nicht da sei und ich doch mit Kollege XY mitgehen soll.

        Desweiteren kann ich auch von anderen berichten, deren Anträge, obwohl per Einschreiben vor der jeweiligen Frist abgeschickt, in dem Gebäude spurlos verschwunden sind.

        Und bei meiner ersten Arbeitslosmeldung letztes Jahr, wurde meine „Akte“ von einer Auszubildenden ausgefüllt. Neben ihr saß ihre Anleiterin und da konnte ich ganz gut beobachten auf was da so wert gelegt wurde. Menschlichkeit und Rechtschreibung waren es nicht.

        Und ganz ehrlich, ein Gebäude, was gefühlt zur Hälfte mit Sicherheitspersonal gefüllt ist, wo du deinen Terminbrief vorzeigen musst, um überhaupt hineinzukommen, ohne das es ein Gericht oder so ist, kann kein gutes Gebäude sein.

    • Das Problem ist, dass slebst Personen wie ich, die eine klare Vorstellung, was der nächste Schritt ist, wohin der Weg gehen soll (jedenfalls für die nächsten Meter), psychisch so heruntergerockt werden, dass man apathisch, agressiv und hoffnungslos eigentlich eher reif für eine Kur oder die Psychiatrie wäre.

      Ich meine, ich habe nichts unmögliches verlangt. Ich bat um eine Ruhephase bis Ende April, da ich für die drei Bewerbungen an der Universität der Künste insgesamt mindestens 60 Werke zusammenstellen und kreieren musste. Das Ziel was in meinem Vertrag mit dem Amt festgelegt ist: Aufnahme eines Studiums.
      Worum geht es in jedem Gespräch, in jeder Mail und in jedem der Briefe: WENN SIE NICHT KOOPERIEREN UND MINDESTENS 10 BEWERBUNGEN IM MONAT VORWEISEN, DANN WERDEN IHNEN DIE LEISTUNGEN GEKÜRZT UND ANDERE MAßNAHMEN WERDEN FOLGEN.
      Und genau dieser Terror in Kombination mit anderen Faktoren, die mich letztes Jahr belastet haben, auf die ich wenig Einfluss hatte, führten dazu, dass mich auf die Soziale Arbeit und die Prüfungen eher weniger fokussieren konnte, sondern damit beschäftigt war, die Entscheidung des Amts, dass ich ihnen das Geld zurückzahlen muss (übrigens zahle ich diesen Haufen Geld noch bis übernächsten Monat ab), anzufechten.

      Ich habe keinen Hass auf den Sozialstaat, weil dieser nicht existiert. Das ganze System müsste dermaßen reformiert werden. Ich saß in meinen Kursen zur Sozialpolitik fast weinend da. Wenn da in Lehrbüchern schon steht, dass in ein paar Jahrzehnten dass Rentensystem böse einbrechen wird und ich in einem Rechtskurs sitze, in dem stumpf gelernt wird, wie man die ganzen Sätze für Kindergeld, Hartz 4 etc. berechnet, aber vielleicht ein Drittel die Klausur besteht und wirklich niemand eine Ahnung hat, wo der Realitätsbezug ist, weil ja niemand mit den bösen, prolligen Arbeitslosen zutun haben will.
      Du kannst dir ja mal die Anträge auf der Homepage herunterladen und versuchen allein auszufüllen und die ganzen Nachweise zusammensuchen. Das is ein großer Aufwand, genauso wie sich finanziell nackig vor fremden Menschen zu machen. Vor Menschen, die die Macht haben, dich aus deiner Wohnung zu schmeissen, wenn sie der Meinung sind, das Amt kann die Kosten nicht tragen. Vor Menschen, die dir für einen Monat 17 € berechnen und du dich fragst, wie die Sache abgelaufen wäre, wenn deine Eltern dir nicht schnell die Miete bezahlt hätten.

      Ich glaube viele Menschen sind sehr glücklich in dem Job. Und ich glaube die wenigsten der Menschen, die Hilfe benötigen sind von Anfang an voller Hass und unkooperativ.

  5. Ach ja, das liebe Amt. Ich muss ja zugeben, dass mir das immer sehr viel Freude bereitet hat. Meine Erfahrung: Bombardiere sie mit Arbeit und Anträgen und sei übermotiviert. Dann haben die sowieso keinen Bock auf dich. Passt halt nicht ins Profil 😉 Ich habe mal für eine Bescheinigung 11 seitenlange Belege abgegeben, obwohl ich nur einen gebraucht hatte. Nie wieder was gehört, nach einem Tag durch.

  6. Bei mir ist dieser (glücklicherweise vorübergehend) Terror mit Hartz IV seit knapp zehn Jahren vorbei. Wobei mich damals die wahrgenommene Perspektivlosigkeit massiv psychisch mitgenommen hat.
    Vielleicht wird es auch einfach Zeit für das bedingungslose Grundeinkommen!

    • Die Zeit ist definitiv gekommen, denn spätestens wenn aufgrund der fortschreitenden Technisierung soviele Jobs wegfallen, dass überlegt werden muss, wie man die Leute dann beschäftigt. Und da fällt mir persönlich nur der soziale Sektor, die Arbeit in den Gemeinden etc. ein.

      Kann ich dir in deiner Empfindung nur Recht geben. Und das Ding ist, die jungen Menschen, die auf einem Gymnasium oder einem Oberstufenzentrum waren, werden da wirklich ins kalte Wasser geschmissen. Nur die Schüler auf den Real-, Haupt- und Gesamtschulen müssen in der 10. Klasse das Berufsinformationszentrum und das Arbeitsamt an sich besuchen. Ich habe ja gefühlt alle Schultypen durch und hatte ein Jahr lang sogar Arbeitslehre (was definitv auch an Gymnasien gehört), aber auch da wurdest du nicht auf dieses Bürokratiemonster vorbereitet.
      Und das halte ich für gefährlich, weil damit bei sehr vielen jungen Menschen, die allesamt sicherlich großartiges Potenzial hätten, Frust und Aggressionen gefüttert werden. Und dann wundert sich die Gesellschaft, wenn wieder irgendwer halbtot geprügelt wurde…

  7. Ach ja der Zusammenbruch…
    In der Abi-Zeit auch besonders beliebt, außer Heulen und Schmusen hilft da nix, selbst fluchen nicht…

    Die Beamten im Amt sind auch nur Menschen, ich glaube die freuen sich ab und an auch einmal einen anderen „Stereotypen“ zu treffen, wobei das ganze Verfahren schon arg fies ist, und Nervenaufreibend mein Beileid. Großer Daumen hoch, dass du das selbst mir würde durchgestanden hast. Ich beneide dich um deine großen Bruder und deine Idee des Mafiabosses 😉 „Die Würde des Menschen ist eben unantastbar“ 😉

    Ich befinde mich gerade nur auf der Tofuschnitzeljagt für mein Semester Zeugnis -.-
    Und meine Amtserfahrungen berufen sich auf „Job Center“ (Pflicht in der 10 zur Berufsorientierung) und Reisepass beantragen (hat mir auch schon gereicht)

    Ps: Die meisten Menschen im Job Center sind Kunstbanausen….Ganz gewaltige sogar.

    Ebay Kleinanzeigen oder Rebuy sind genial, ich habe dort sämtliche Abilektüren bzw. Literaturhilfen gekauft und massig Geld gespart! Übrigens ich gratuliere Woody zu seinem neuen Kratzbaum…

    >.< Ich würde verdammt gern Blutspenden, aber ich bin zu leicht… Glaubt man das bitte?!

    Fühl dich auf jeden Fall ganz doll gedrückt ❤

  8. Eigentlich müsste man wirklich mal versuchen das System mit sowas wie dem Passierschein A38 zu unterwandern … ich denke zum Schluss würde wirklich was brennen 🙂
    Oh man Franzi … ich habs nicht lange durchmachen müssen, aber ich weiß wie das mit dem Amt ist. Und da war ich noch in der fast privilegierten Position, dass ich einfach einen Job in der IT gesucht habe und als „Sicherlich leicht zu vermitteln“ abgestempelt wurde von meiner Sachbearbeiterin. Das kann man so oder so sehen… sie haben mir trotz meiner klaren Vorstellungen was ich machen will und der Bewerbungen, die ich geschrieben habe, extrem hilfreiche dicke Briefe geschickt, die so ziemlich der komplette Widerspruch dessen waren, was ich ihr sagte, was ich machen will. Das war ganz toll. Von daher kann ich mir ein kleines bisschen vorstellen, was für einen krassen Spaß du da hast :-/ aber halt durch, es kommen wieder andere Zeiten und ich finde v.A. deine letzten Sätze in dem Artikel großartig und die zeigen, was für einen knorken (wie schreibt man das?) Charakter du hast. Und wenns mal besonders kacke ist, denk dran: es ist nach hinten raus viel schlauer so mutig zu sein und einen neuen Weg einzuschlagen, als sich mit dem zufrieden zu geben, was einem vor die Füße fällt. Das macht meistens nicht glücklich. Oder nicht lange genug.

    • Knorke, das hört man gerne. Ich versuche meine Knorkigkeit beizubehalten, versprochen. ❤
      Ich kann anscheinend einfach nicht Routine und brauche alle drei Semester den Kick des Versagens. *lach*

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