Von Mainz bis an die Memel CXXXIII (13. Mai 2017)

 

Diesmal war es mir schier unmöglich den Videoschnipselvortrag visuell einzufangen. Als Kuttner schon anmerkte, dass es diesmal, da vorletzter und somit eigentlich letzter richtiger Videoschnipselvortrag, ein längerer Abend werden wird, da sah ich mich und meine Grazien schon um 5 Uhr durch Berlin düsen. Jedenfalls wurden aus den üblichen 7, 8 diesmal ganze 17 Clips, allerdings ohne 40 Minuten Vorbereitung auf „Sonne statt Reagan“, was ja seit 1996 immer zum Schluss folgt. Und ich war aufgeregt, quasi doppelt aufgeregt. Einmal, weil sich so langsam ein Abschiedsgefühl breit macht und einmal, weil ich die Chance ergriff, den Damen, die eben nicht mit Sprechfunk und Co. aufgewachsen sind, den Menschen, dem ich meine Lieblingsband verdanke, nahe zu bringen. Ich war also bereit Freundschaften zu beenden.

Und dann saßen sie da und kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus. Und ich konnte beruhigt mich meinem Groll hingeben. Der Plan war nämlich meine mitgebrachten Neuzugänge in vollkommener Unkenntnis in die erste Reihe zu werfen, aber aufgrund der hohen Nachfrage wurden einfach zwei Reihen vor uns gesetzt. Und da saßen dann Pappenheimer, die nach zwei Minuten zum Bier holen aufgesprungen sind und mitten in der Veranstaltung ein Foto von Kuttner gemacht haben und es auf Instagram gepostet haben. #Kuttnernervt

Da gab es aber verbal wirklich verdiente Schellen.

Und es musste ein zweites Bild gepostet werden. #KuttneristGott

Gerechtigkeit! Wobei der Trottel aus Erkner (hat sich die Beschimpfung durch Verhalten wirklich verdient) das Bild wohl wieder gelöscht hat. Ich habe es jedenfalls nicht gefunden.

Ich ärgerte mich ein bisschen, dass ich meinen ursprüngliches Vorhaben verworfen habe und nicht den Moment nach der Verabschiedung nutze, denn ich habe nie Menschenmassenanstürme auf Kuttner beobachtet, so dass eine Danksagung oder ein Dankesmixtape definitiv möglich gewesen wären. Ich traute mich aber nicht.

Traurig aber wahr. Werde ihm beim letzten Videoschnipselvortrag einfach das verdammte Tape auf den Tisch packen, ha! Jetzt, wo es niedergeschrieben ist, gibt es kein Entkommen. Und da meine ganze Familie dabei ist, wird noch ein Kuchen gebacken. Und Schnittchen. So! Und dann muss ich mich nicht mehr über mich selbst ärgern.

Man muss jedoch sagen: Selbst wenn ich mich kognitiv und mixtapisch vorbereitet hätte, mein Herz wäre trotzdem beim Anblick eines weinenden Kuttners gebrochen. Also nehmt euch doch die Zeit und schaut wenigstens einmal hinein:

Friedl On Tour

1 Comment Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: