8 Buchvorsätze für 2018

Die 7 Bücher für 2017 sind gelesen, so dass ich mich dieses Jahr, wie jedes Jahr, um ein Buch steigern werde.

Somit gibt es 8 Bücher für 2018. Und diesmal mit dem Anspruch auch wirklich jedes einzelnes zu rezensieren. Nicht erst zur Auswertung, wie es hier geschehen wird.

 

 

Doch zunächst zu meiner Auswahl:

  • Sterben von Karl Ove Knausgård

Ich habe es in der schönen Stoffausgabe gesehen und wusste, ein Buch mit dem Titel gehört zu mir.

  • Kann man da noch was machen? Geschichten aus dem Alltag einer Rollstuhlfahrerin von Laura Gehlhaar

Die Dame ist euch bestimmt schon einmal in den Medien begegnet. Sie ist ehrlich, lustig und hat hoffentlich spannende Anekdoten in ihrem Erstlingswerk zusammengefasst.

  • Am grünen Rand der Welt von Thomas Hardy

Ohne Literatur aus dem 19. Jahrhundert geht es ja nicht bei mir und da ich den Film sehr mochte und den Soundtrack hin und wieder an Sonntagen laufen lasse, kann es doch nur Liebe werden.

  • Crash von JG Ballard

Schlopsi wird sich erinnern, wie ich anfing ihr daraus vorzulesen, aber irgendwie haben wir vergessen, dass Ritual durchzuziehen. Dann lese ich halt allein meinen sexy Stoff und denke allein an James Spader.

  • Zehn Tage im Irrenhaus: Undercover in der Psychiatrie von Nellie Bly

Hat mir einfach eine Freundin zugesteckt. Soll ich lesen, soll meine Meinung kundtun. Naaaa gut.

  • The Girls von Emma Cline

Eine andere Freundin erzählte von diesem Buch und ich meinte, dass das ja sehr nach der Mansonfamilie klingt und ich das gefälligst auch einmal lesen möchte. Ich brauchte nur Monate bis sie mir das Buch auslieh. (Wie immer, Leah!)

  • Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

Ich wurde schon öfter mit Erwartungshaltung konfrontiert, dass ich ja aufgrund meiner Persönlichkeit oder was auch immer mein jeweiliger Gegenüber in mir zu sehen glaubte, ein Verehrer von David Foster Wallace sein muss. „The End Of The Tour“ hat ihn auch mir näher gebracht, definitiv, aber alles was ich von ihm vorher kannte, war „Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich“, wo er von einer siebentägigen Luxuskreuzfahrt berichtet. Und da hatte ich arge Probleme mit seiner depressiven, aber unglaublich stolzen Art, mit der er alles und jeden zu Tode seziert, aber irgendwie bei sich selbst stoppt. Bin gespannt, ob ich diesen Eindruck revidieren kann.

  • Preacher Vol. I von Garth Ennis und Steve Dillon 

Ein graphisches Werk muss schon sein. Da dachte ich, gehe ich mal dem Kult um die Vorlage der Amazonserie nach, wo mein Baby Joe Gilgun einen Vampir mimen darf.


Was ich 2017 gelesen habe:

Kurzfassung: Liebe auf die erste Seite. Ich musste allerdings das Buch laut lesen, um die verrückten Schotten zu verstehen. Das perfekte Buch, wenn man sich einen schottischen Dialekt anlachen möchte. Muss wohl mehr Irvine Welsh in mein Herz lassen.

  • Green Is The New Red von Will Potter

Kurzfassung: Will Potter ist ein feiner Mann. Sehr persönlich und simpel wirft er einen Blick auf den politischen Umschwung seit dem 11. September in den USA. Er fokussiert sich auf die Menschen, die für die Umwelt und für die Tiere kämpfen und zeigt auf, wie diese immer mehr von der Regierung zu Terroristen gemacht werden und in welchen geheimen Gefängnissen diese Menschen landen. Er beschreibt eigene Ängste und Zweifel. Er ist ehrlich mit einem und versucht sich an einer Definition von Terrorismus. Ich frage mich, wie Menschen, die weder vegetarisch noch vegan leben oder aus der Hardcore-Punk-Straight-Edge-Szene kommen, das Buch wahrnehmen. Ich finde jedenfalls nicht, dass es Propaganda ist. Dafür wettert Will Potter viel zu wenig gegen die bösen großen Konzerne und fängt viel zu gut Menschlichkeit ein.

  • Wuthering Heights von Emily Brontë

Die Brontë-Schwestern sind genauso gefangen zwischen wilder Romantik und unheimlicher Gewalt und Düsternis wie ich. Ich liebe die alle. Wobei ich bisher eher der Charlotte mit ihrer Jane Eyre zugetan bin. Heathcliff und Cathy sind nicht so sehr ich, sondern eben in meinen Ohren in Dauerschleife Kate Bush.

  • How The World Works von Noam Chomsky

Noam Chomsky als Poster bei den Gilmore Girls, Noam hier, Noam da, irgendwie wirklich im intellektuellen und popkulturellen Amerika ein gernzitiertes Darling. Hier habe ich ein Buch gelesen, was quasi vier kleine Bücher in sich vereint, die Anfang bis Mitte der 90er Jahre veröffentlicht wurden. In ihrer Fülle an Themen, die kurz erläutert werden, war ich leicht überfordert. Geschrieben wie gepredigt, hätte mir ein Hörbuch da wohl besser getan, da ja Noam Chomsky in Gesprächen eher zum Leben erwacht und Inhalte näher bringt als in gedruckter Form. Jedenfalls für mich. Slavoj Žižek funktioniert ja auch am Besten, wenn man seine Stimme hört und seine Gestik und Mimik seine Theorien und Ansätze unterstreichen.

  • Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima von Naomi Klein

Der Klopper ist hart. Mich hat die Einleitung schon sehr hoffnungslos zurückgelassen. Doch in den Kapiteln danach schafft es Naomi Klein ein differenziertes Bild zu schaffen, was versucht pragmatisch und trocken dem Leser spürbar zu machen, welche Konsequenzen jetzt die Folge sein werden, wenn keine Kurswechsel stattfinden. Da das Buch sehr dick und sehr informativ ist, hätte ich mir eine Begleit-App gewünscht, in der man verschiedene Aspekte nochmal erklärt oder visualisiert bekommt. So ist es viel Arbeit, dass im Kopf alles ankommen zu lassen.


Jetzt entscheidet euch für tolle Werke und lasset mich wissen, was ihr so dieses Jahr an Literatur angehen werdet!

√(Amorem&Amor)

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20 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Ich bin so unglaublich gespannt was du zu „Unendlicher Spaß“ sagen wirst, ein wahrer Brocken aber so genial! Irgendwie eines meiner Lieblingsbücher, was so gar nicht mein Stil ist. Undercover in der Psychatrie würde ich auch gerne lesen… wobei ich von dem Thema eigentlich schon genug Stoff habe genauso wie „Sterben“. Das Wegsterben in den letzen zwei Jahren reicht mir, da muss ich mir nicht noch ein Buch darüber reinziehen. Irgendwie erinnert mich die Geschichte total an „das Fest“.

    • Ich bin auch gespannt. Hast du von D.F.W. noch was anderes gelesen?

      Mir ist aufgefallen, dass mit „Sterben“ und „The Girls“ tatsächlich auch erwähnte Bücher aus dem literarischen Quartett dabei sind. Siehste mal wie beeinflussbar ich bin. *lach*

      • Ich habe von D.F.W ein paar seiner Kurzgeschichten aus dem Band Oblivion… Nicht minder ähm… eindrücklich. Aber ich mochte das Buch irgendwie mehr, da schreibt er noch ein wenig feiner finde ich

      • Alsoooo, hier was mir spontan einfällt:
        -Die unendliche Geschichte
        -Mädelsache! Frauen in der Neonaziszene (wird auch viel über den pädagischen Bereich berichtet)
        -Gott bewahre (meine Bibel)
        -Das hohe Haus (höre gerade das Hörbuch und finde Willemsens Beobachtungen aus einem Jahr im Bundestag im Publikum sitzen sehr faszinierend)
        -Der Zementgarten (würde mich mal interessieren, ob du damit etwas anfangen kannst)
        -Tiere essen (weil halt Klassiker zum Bekehren. *lach*)
        -Harry Potter (geht immer und man erfährt in jeder Phase des Neuentdeckens auch etwas neues über sich heraus)

  2. „Unendlicher Spaß“ wurde für mich ja schnell zur unendlichen Qual und ich habs dann irgendwann abgebrochen. War so gar nicht meins. Vorgenommen habe ich mir für dieses Jahr eigentlich nix so wirklich. Ich bin da eher spontan. Aber Tobe Hoopers „Midnight Movie“ steht auf jeden Fall an. War schließlich mein einziges Weihnachtsgeschenk …

    • Dein EINZIGES Weihnachtsgeschenk? Wurdeste etwa auch aus der Familie gesperrt oder hatteste einfach keinen Bock auf den Scheiß?

      ich finde das schön, dass du da auch so unprätentiös bist, was angebliche Weltliteratur angeht.

      • Ich hab mit Weihnachten nicht viel am Hut und halte mich möglichst davon fern. Ich will da einfach mal drei Tage meine Ruhe haben, das reicht mir völlig.

        Nur weil es Weltliteratur ist, muss es mir ja nicht gefallen. Wie du weißt, feier ich nicht jeden Scheiß ab, nur weil es angeblich so unfassbar toll und wertvoll sein soll. Wenns mich nervt, hat es halt verkackt.

  3. Auf den Aufruf habe ich ja nur gewartet, ich glaube, ich habe auch schon meine 8 Bücher im Kopf. Kommt demnächst.

    Ein Buch haben wir da tatsächlich sogar gemeinsam: Unendlicher Spaß wartet bei mir auch darauf gelesen zu werden 😀

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